Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Außenhandel im 3. Quartal 2011: Exporte steigen um 10,1 %

01.12.2011
Die deutschen Gesamtausfuhren stiegen im dritten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 10,1 % auf 266,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt erhöhten sich die Ausfuhren nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,9 %.
Die Exporte in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) erhöhten sich nominal mit 9,9 % auf 155,1 Milliarden Euro leicht unterdurchschnittlich. Zwei Drittel dieser Ausfuhren, nämlich 102,9 Milliarden Euro, wurden in die Länder der Eurozone versendet. Das waren 9,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren in die Länder der Nicht-Eurozone stiegen um 11,7 % auf 52,1 Milliarden Euro.

Nach Frankreich gingen im dritten Quartal 2011 Waren im Wert von 24,4 Milliarden Euro und somit 14,6 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In die Niederlande lieferte Deutschland Waren im Wert von 17,2 Milliarden Euro (+ 10,8 %). Die Ausfuhren nach Italien stiegen um 6,1 % auf 14,8 Milliarden Euro. Die Lieferungen nach Griechenland (– 7,1 %) und Portugal (– 7,0 %) gingen deutlich zurück.

Die Exporte in Länder außerhalb der EU („Drittländer“) nahmen mit + 10,5 % auf 111,1 Milliarden Euro etwas stärker zu als die Gesamtausfuhren. Besonders die Ausfuhren in die sogenannten BRIC-Staaten entwickelten sich mit einer Steigerung von 19,7 % (auf 31,6 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahresquartal besonders stark. Hohe Zuwächse gab es hier bei den Lieferungen nach Russland (+ 28,0 % auf 9,4 Milliarden Euro), China (+ 19,1 % auf 16,4 Milliarden Euro) und Indien (+ 17,1 % auf 2,8 Milliarden Euro). Lediglich die Ausfuhren nach Brasilien verzeichneten mit 3,6 % auf 2,9 Milliarden Euro einen vergleichsweise geringeren Zuwachs.

Die deutschen Gesamteinfuhren erhöhten sich im dritten Quartal 2011 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 11,7 % auf 226,6 Milliarden Euro. Preisbereinigt verzeichneten die Importe einen Zuwachs von 4,3 %.

Die Eingänge aus der Europäischen Union stiegen um 13,6 % auf 126,5 Milliarden Euro. Dabei wiesen die Einfuhren aus der Nicht-Eurozone eine höhere Zuwachsrate auf (+ 16,7 % auf 42,5 Milliarden Euro) als die Einfuhren aus der Eurozone (+ 12,1 % auf 84,0 Milliarden Euro). Die Warenverkehre mit den „Drittländern“ stiegen bei den Einfuhren unterdurchschnittlich, und zwar um 9,4 % auf 100,0 Milliarden Euro.

Erstmals seit dem vierten Quartal 2009 war die Veränderungsrate der Einfuhren aus China gegenüber dem Vorjahresquartal negativ. Der Wert der Importe aus diesem Land verringerte sich im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 % auf 20,5 Milliarden Euro. Auch die Einfuhren aus den Vereinigten Staaten waren im dritten Quartal rückläufig (– 3,6 % auf 11,4 Milliarden Euro). Eine deutliche Steigerung wurde mit 36,0 % für Warenlieferungen aus Russland nachgewiesen, deren Wert im gleichen Zeitraum bei insgesamt 10,5 Milliarden Euro lag.

Weitere Auskünfte gibt:
Elena Triebskorn,
Telefon: +49 611 75 2072,
www.destatis.de/kontakt

Elena Triebskorn | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie