Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Außenhandel im 3. Quartal 2009: Exporte sinken um 19,0%

04.01.2010
Ausfuhren nach China wurden gesteigert

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sanken die deutschen Ausfuhren im dritten Quartal 2009 gegenüber dem Vorjahresquartal um insgesamt 19,0% auf 200,2 Milliarden Euro. Preisbereinigt nahmen die Ausfuhren um 16,5% ab.

Die Warenlieferungen in die EU-Mitgliedsländer verringerten sich nominal um 18,4% auf 126,5 Milliarden Euro und gingen damit fast im gleichen Maße zurück wie die deutschen Gesamtausfuhren. Der Rückgang der Warenlieferungen in die Eurozone belief sich bei einem Gesamtwert von 85,1 Milliarden Euro auf – 17,2%. Er war damit weniger stark aus­geprägt als der Ausfuhrrückgang in die nicht zur Eurozone zählenden EU-Länder (– 20,7%). In diese Länder wurden Waren im Wert von 41,4 Milliarden Euro geliefert. Überdurchschnittlich stark sind die Ausfuhren nach Spanien (– 23,4%), Ungarn (– 33,6%) und Polen (– 23,9%) eingebrochen.

Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU („Drittländer“) gingen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um etwa ein Fünftel (– 20,1%) zurück und reduzierten sich damit etwas stärker als die Gesamtausfuhren: Ihr Wert betrug im dritten Quartal 2009 noch 73,7 Milliarden Euro. Überdurchschnittlich stark gingen die Lieferungen nach Russland zurück (– 41,0% auf 5,1 Milliarden Euro), beinahe halbiert haben sich die Ausfuhren in die Ukraine mit – 48,7% auf 0,9 Milliarden Euro. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten verringerten sich um fast ein Drittel (– 31,1% auf 12,2 Milliarden Euro), während die Warenlieferungen nach Japan um 12,3% auf 2,8 Milliarden Euro zurückgingen, ähnlich wie die Ausfuhren in die Schweiz (– 12,7% auf 8,4 Milliarden Euro). Kaum Schwankungen gab es in den Exporten nach Indien (– 1,7% auf 2,0 Milli­arden Euro), während die Lieferungen nach China sogar um 14,5% auf 9,8 Milliarden Euro gesteigert werden konnten.
Die deutschen Einfuhren wiesen im dritten Quartal 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Minus von 18,9% auf; sie beliefen sich auf 167,9 Milliarden Euro. Preisbereinigt ging die Einfuhr um 10,9% zurück.

Die Eingänge aus der Europäischen Union fielen um 17,4% auf 96,6 Milliarden Euro; dabei gingen die Einfuhren aus der Eurozone um 18,4% auf 65,4 Milliarden Euro stärker zurück als die aus der Nicht-Eurozone (– 15,2% auf 31,2 Milliarden Euro). Aus den Ländern außerhalb der EU wurden Waren im Wert von insgesamt 71,2 Milliarden Euro importiert (– 20,9%).

Im Handel mit EU-Partnern sanken die Warenbezüge besonders stark aus dem Vereinigten Königreich (– 19,0% auf 8,4 Milliarden Euro), aber auch aus Italien (– 20,0% auf 9,5 Milliarden Euro) und Ungarn (– 20,0% auf 3,4 Milliarden Euro). Bei den Importen aus Drittländern ist insbesondere der Wert der Lieferungen aus Russland (– 39,4% auf 6,5 Milliarden Euro) und der Ukraine (– 36,2% auf 0,3 Milliarden Euro) zurückgegangen. Auch aus Japan (– 22,6% auf 4,3 Milliarden Euro) und den Vereinigten Staaten (– 21,4% auf 9,1 Milliarden Euro) wurde weniger eingeführt. Bei den Importen aus China waren zwar ebenfalls Rückgänge zu verzeichnen, die aber mit – 10,0% (insgesamt 14,6 Milliarden Euro) weniger deutlich ausfielen als die aus anderen wichtigen Partnerländern.

Weitere Auskünfte gibt:
Sabine Allafi,
Telefon: +49 611 75 2993,
E-Mail: info-aussenhandel@destatis.de

Sabine Allafi | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Sensortechnik für E-Auto-Batterien

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik

Entlastung im Güterfernverkehr

08.12.2016 | Verkehr Logistik

Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

08.12.2016 | Physik Astronomie