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0,6 % weniger Unter­nehmens­insol­ven­zen im 1. Quar­tal 2012

12.06.2012
Im ersten Quartal 2012 meldeten die deutschen Amtsgerichte 7 483 Unternehmensinsolvenzen.

Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 0,6 % weniger als im ersten Quartal 2011. Zuletzt wurde im ersten Quartal 2010 ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen registriert (+ 6,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2009). Seitdem war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stets niedriger als in den entsprechenden Vorjahresquartalen.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen lag im ersten Quartal 2012 mit 25 426 Fällen um 2,8 % niedriger als im ersten Quartal 2011. Bereits in den vier vorhergehenden Quartalen war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen gegenüber den entsprechenden Vorjahresquartalen zurückgegangen. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachlässen summierte sich die Gesamtzahl der Insolvenzen im ersten Quartal 2012 auf insgesamt 39 339 Fälle, das waren 2,2 % weniger als im ersten Quartal des Vorjahres.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für das erste Quartal 2012 auf 10,0 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2011 lagen sie bei 7,0 Milliarden Euro. Der Anstieg der Forderungen – bei gleichzeitigem Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen – ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im ersten Quartal 2012 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registrierten als im ersten Quartal 2011.

Im März 2012 wurden 2 809 Insolvenzen von Unternehmen (+ 1,7 % gegenüber März 2011) und 9 018 Insolvenzen von Verbrauchern (– 5,8 %) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 14 054 Insolvenzen, das waren 4,6 % weniger als im März 2011.

Detaillierte Daten können über die Tabellen "Insolvenzen Unternehmen (52411–0004)" und "Insolvenzen übrige Schuldner (52411–0009)" in der GENESIS-Online Datenbank abgerufen werden.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise bietet die Fachserie 2, Reihe 4.1.

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: +49 611 75 2811

Michael Ziebach | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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