Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SMErobot präsentiert Automatisierungslösungen für kleine und mittelständische Produktionen

28.04.2009
Europäisches Forschungsprojekt zeigt zum Projektabschluss Prototypen, Anwendungen und Konzepte einer neuen Robotergeneration als kostengünstige, modulare und interaktive Automatisierungslösungen für kleine und mittlere Unternehmen.

Zum Abschluss der vierjährigen Projektlaufzeit werden die Ergebnisse von SMErobot in Bezug auf künftige Automatisierungslösungen für kleine und mittelständische Fertigungen am 7. und 8. Mai 2009 im Rahmen eines öffentlichen Workshops im Institutszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft in Stuttgart vorgestellt.

Diese Lösungen verbinden die hohen Kosten- und Flexibilitätsanforderungen von kleinen Produktionen mit der Einfachheit in Bedienung und Wartung. Schwerpunkt des ersten Tages sind Robotertechnologien und -komponenten, während das Thema des zweiten Tages Berichte und Erfahrungen aus den Pilotanwendungen sind.

Automatisierung macht wettbewerbsfähig - das gilt längst auch für den Mittelstand. Marktübliche Lösungen sind für viele kleine und mittlere Unternehmen (kmU, englisch SME) allerdings immer noch zu unflexibel, zu groß oder zu teuer. Neuen Schwung für den Einzug des Roboters in mittelständische Unternehmen verspricht "SMErobot": Das EU-Projekt entwickelt eine völlig neue, modulare und interaktive Robotergeneration, die schnell zu installieren und leicht zu bedienen ist und durch ihre kostengünstige Auslegung die Wettbewerbspotenziale der Automatisierungstechnik für Europas Mittelständler erschließen soll.

SMErobot ist ein Integriertes Projekt innerhalb des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU (NMP2-CT-2005-011838). Dem Bedarf kleiner und mittelständischer Produktionsbetriebe entsprechend werden in SMErobot grundlegend neue Automatisierungslösungen entwickelt, die auf einer neuen Generation von Industrierobotersystemen basieren. Die neuen Helfer werden in vielen Betrieben anpacken können, ob bei der Bearbeitung von Holz, Metall, Gummi, Keramik oder Plastik, ob zum Bohren, Fräsen, Montieren oder Handhaben. Das Konsortium führender europäischer Roboterhersteller, Systemintegratoren, Hersteller von Industrial IT-Lösungen und Forschungseinrichtungen hat sich deshalb drei ehrgeizige Innovations-Ziele gesteckt, die es innerhalb der Laufzeit erreichen will:

1. Der neue Roboter soll leicht erlernbare, "intuitive" Befehle verstehen, so dass ihn auch Computer-Laien einweisen können.

2. Er soll alle Sicherheitsvoraussetzungen erfüllen, damit er den Arbeitsplatz mit menschlichen Kollegen teilen kann.

3. Und er soll binnen drei Tagen installiert und in Betrieb genommen werden können.

In einer zweitägigen Abschlussveranstaltung werden Konzepte und Projektergebnisse am 7. und 8. Mai 2009 im Institutszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft in Stuttgart vorgestellt. Neben Präsentationen und Diskussionen nimmt das praktische Ausprobieren der Projektergebnisse großen Raum ein.

Ergebnisse des Projekts stellen Technologien, Konzepte und Werkzeuge dar, die der Robotik in kleinen und mittelständischen Fertigungen zum Durchbruch verhelfen sollen. Unter anderem werden folgende Innovationen auf dem Abschlussworkshop gezeigt:

- ein neuartiges Robotersystem auf der Basis einer parallelen Kinematik, das gleichzeitig hohe Steifigkeit, geringe Kosten sowie Modularität kombiniert,
- moderne Plug-and-Play-Technologien als Ersatz von aufwändigen manuellen Verkabelungen und Anlagenkonfigurationen
- Sicherheitssysteme und -lösungen für die sichere Mensch-Roboter-Kooperation
- einfache, automatisierte Programmerstellung mit und ohne CAD-Daten durch den Einsatz von Sprache, graphischen Symbolen oder dem Programmieren durch Vormachen
- elektrische Antriebe höchster Leistungsdichte sowie neuartige steifigkeitsgeregelte Robotergelenke
- 3-D-Scanner, die Objekte in Echtzeit dreidimensional modellieren und erfassen,
- mikrosystemtechnische Kraft/Drehmomentsensoren für feinfühlige Bearbeitungsaufgaben zu einem Bruchteil der heute noch erforderlichen Kosten
- flexible Greiftechnik und robotergeführte manuelle Werkzeuge für mittelständische Produktionen
- Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbewertungen durch ein anwendungsfreundliches, rechnergestütztes Instrument zur Lebenszyklusbewertung

- die SMErobot-Toolbox mit selbsterklärenden Trainingsmodulen und Checklisten zur Unterstützung der Entwicklung und Implementierung der neuen Robotergeneration

In Pilotinstallationen mit mittelständischen Unternehmen aus den Bereichen Gießereitechnik, Maschinenbau, Metall- und Holzbearbeitung wurde das Innovationspotenzial der Technologien und Anwendungen bestätigt. Dabei wurden die Roboter durch umfangreiche Tests mit potenziellen Nutzern für ein breites Spektrum künftiger Anwendungen und Branchen optimiert.

Die Ergebnisvorstellung am ersten Tag, 7. Mai, (Vorträge in Englisch) zielt insbesondere auf Teilnehmer aus Forschung und Entwicklung, auf Ausrüster und Produktions-Experten ab.

Der zweite Tag, 8. Mai, (Vorträge vorwiegend in Deutsch) soll insbesondere Teilnehmer aus dem Bereich kleiner und mittlerer Produktionen aller Art sowie Berufsverbände ansprechen.

Projektkoordination
Fraunhofer IPA
Martin Hägele
Telefon:+49 711 970-1203
Fax: +49 711 970-1008
martin.haegele@ipa.fraunhofer.de
Projektmanagement
GPS GmbH
Corinna Noltenius
Telefon:+49 711 687031-44
Fax: +49 711 687031-55
corinna.noltenius@gps-stuttgart.de
Redaktion
Fraunhofer IPA
Hubert Grosser
Telefon:+49 711 970-1667
Fax: +49 711 970-1400
presse@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | idw
Weitere Informationen:
http://www.smerobot.org
http://www.smerobot.org/15_final_workshop
http://www.smerobot.org/download/#video

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

nachricht Wie weggeblasen!
08.12.2016 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie