Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationsforscher aus Stanford und vom HPI treiben Projekte voran

26.05.2010
Zu ihrem fünften Workshop treffen sich Forscher der Stanford University und des Hasso-Plattner-Instituts heute und morgen am HPI.

Die 55 Wissenschaftler, davon 17 aus Palo Alto, arbeiten in dem gemeinsamen Innovationsforschungsprogramm zusammen, das Stifter Prof. Hasso Plattner im Herbst 2008 gestartet hatte.

Es läuft über acht Jahre, wird von den Professoren Christoph Meinel (HPI-Direktor) und Larry Leifer (Stanford University) geleitet und soll dazu beitragen, Innovationsprozesse mit all ihren Einflussfaktoren von Grund auf zu analysieren und zu verstehen. Die wissenschaftliche Forschung konzentriert sich auf das „Design Thinking“, eine Kultur des ingenieurartigen und kreativen Entwickelns von Innovationen für alle Lebensbereiche. Untersucht wird, welche technischen, wirtschaftlichen und menschlichen Faktoren diese Methode so erfolgreich machen.

Auf dem Workshop werden die gegenwärtig 15 Forschungsprojekte präsentiert und diskutiert. Die Beiträge werden in Kürze auf der Tele-Teaching-Plattform www.tele-task.de zu betrachten sein, ebenso wie der Gastvortrag von Prof. Kees Dorst von der University of Technology in Sydney. Er spricht zum Thema „The Nature und Nurture of Design Thinking“. Bei begleitenden Aktivitäten in Berlin und Potsdam soll auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der Teams aus Palo Alto und Potsdam gefördert werden.

Hintergrund Design Thinking-Forschung
Im Rahmen des von Stifter Prof. Hasso Plattner finanzierten bilateralen Forschungsprogramms untersuchen multidisziplinäre Teams von Wissenschaftlern der Stanford School of Engineering und des HPI vor allem, wie die Design Thinking-Methode mit den im technischen Bereich (zum Beispiel in der Informationstechnologie) sonst üblichen Herangehensweisen verbunden und wie bei der Zusammenarbeit von verteilten kreativen Entwicklungsteams räumliche und zeitliche Begrenzungen überwunden werden können. Ferner interessiert die Stanford- und HPI-Forscher zum Beispiel auch die Frage, wie man in unserer multidisziplinären, arbeitsteilig organisierten Welt Innovationskraft lehren und lernen kann. Zudem geht es um die Erforschung von Kenngrößen, welche die Leistung von Entwickler-teams vorhersagbar machen und die Steuerung erleichtern. In einem der 13 Projekte wird gerade ein innovatives Werkzeug für die persönliche Echtzeit-Interaktion in verteilt arbeitenden Teams entwickelt. Die Lösung heißt „Tele-Board“ (http://www.hpi.uni-potsdam.de/meinel/projekte/tele_board.html).

Katrin Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de
http://www.hpi.uni-potsdam.de/forschung/design_thinking/programm.html
http://www.tele-task.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Seminar zur angewandten Versuchsmethodik und Lebensdauererprobung
18.10.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Diskurs: Wie lässt sich durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Produktion Energie sparen?
12.10.2017 | BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise