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Gesundheitsrisiken und Gesunderhaltung der Pädagogenstimme

17.02.2009
Darüber referiert die Wiener Universitätsprofessorin Berit Schneider-Stickler auf dem 7. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme, das sich den Wechselwirkungen zwischen Erwachsenen- und Kinderstimme widmet.

Sind Erwachsenenstimmen gute Leitbilder für die Kinderstimme? Was ist Segen, was ist Fluch? Wie Enkel ihre Großelterngeneration im Gesang unterrichten, wird nicht nur berichtet, sondern ein Seniorenchor aus Weimar zeigt, was dabei heraus kommt.

Zeit: 20. Februar 2009 bis 22. Februar 2009
Ort: Hochschule für Musik und Theater
"Felix Mendelssohn Bartholdy"
Grassistraße 8
Musikalischer Auftakt: Mädchenchor des Essener Domes unter Leitung von Prof. Raimund Wippermann. - Wann hat ein wissenschaftliches Symposium je einen so künstlerischen Anfang, der nicht nur musikalische Umrahmung, sondern zugleich das zentrale Thema der Veranstaltung wiederspiegelt?

Die Mädchen werden in Workshops zeigen, was Erwachsene beim Singen von Kindern lernen können. Das Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme, das jetzt zum 7. Male stattfindet, widmet sich in diesem Jahr dem Thema Wechselwirkungen zwischen Erwachsenen- und Kinderstimme.

Das Symposium ist in diesem Jahr Teil des Veranstaltungsprogramms zum 600jährigen Jubiläum der Universität Leipzig. "Wir schätzen uns glücklich, mit unserem Symposium ein kleiner Baustein dieser beeindruckenden Tradition zu sein", sagt Oberarzt Dr. Michael Fuchs, Veranstalter des Symposiums und Leiter der Abteilung für Phoniatrie und Audiologie am Universitätsklinikum Leipzig.

Namhafte Vertreter verschiedener Professionen werden auf dem Symposium in einem interdisziplinären Forum den aktuellen Wissensstand in allgemeinverständlicher Weise darstellen und mit Kindern und Jugendlichen aus Leipzig und Düsseldorf sowie mit dem Publikum in Workshops praktisch arbeiten. Was eine gute trainierte Stimme zu leisten vermag, zeigt nicht nur der Mädchenchor des Essener Domes, sondern auch die Hannover Harmonists und ein generationen-übergreifendes Projekt der Hochschule für Musik Weimar.

Erwachsenenstimmen Vorbild für Kinderstimmen?

"In der täglichen Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern nimmt die Stimme als Grundlage der Sprache und auch als eigener Träger von Informationen eine zentrale Position ein. Erwachsene sind stimmliche Vorbilder für Kinder und Jugendliche - im positiven wie im negativen Sinne", weiß Dr. Michael Fuchs.

"Das betrifft in vielfältiger Weise die Kommunikation sowohl zwischen Pädagogen und Schülern als auch zwischen Ärzten/Therapeuten und ihren Patienten in allen Altersstufen. Um diese Wechselwirkungen zwischen Erwachsenen- und Kinderstimmen zu verstehen, gilt es, deren Gemeinsamkeiten, aber auch deren altersspezifische Besonderheiten und die jeweiligen Bedingungen der Kommunikation zu berücksichtigen.

Auf diese Weise können sowohl die physiologische Entwicklung der "Stimme im Wachstum" als auch die Gesundheit der Pädagogen- und Therapeutenstimme sowie eine fruchtbare Beziehung zwischen beiden gefördert werden."

Welchen Risiken eine Pädagogenstimme ausgesetzt ist, wie man diese gesund halten, und wie man die geschädigte Stimme diagnostizieren kann - auch das sind Themen, mit denen man sich auf dem Symposium auseinandersetzt.

Die Enkelgeneration und Senioren

Dass es in gewissem Sinne auch umgekehrt sein kann, zeigt das Weimarer Projekt "Lebenslanges Lernen, auch für Stimmen! Die Enkelgeneration unterrichtet Senioren - ein Erfahrungsbericht aus Weimar" das Prof. Ulrike Rynkowski-Neuhof von der Weimarer Musikhochschule und prof. Gunter Berger, Leiter des MDR-Kinderchores, vorstellen. Der Workshop "Singanimation - generationsübergreifend..." mit Thomas Holland-Moritz aus Remscheid zeigt als Singanimation in Tönen, Texten und Bildern unter Einsatz von Elementen der Körper-Percussion und elementarer Bewegungsabläufe überzeugend, was das Zusammenwirken verschiedener Generationen erreichen kann.

Erstmals Medienpartnerschaft mit dem MDR

Wie auch in anderen Jahren ist das Symposium eine gut durchdachte Mischung zwischen Vorträgen, Workshops und Rundtischgesprächen. Erstmals allerdings wird es eine Medienpartnerschaft zwischen dem MDR und den Veranstaltern geben. Der Mitteldeutsche Rundfunk wird ausführlich über die Veranstaltung und deren Ergebnisse berichten und das Rundtischgespräch über Entwicklungswege ehemaliger Kinderchormitglieder mitgestalten und aufzeichnen.

Wer möchte, kann sich bei MDR Figaro am 22.02.2009 um 18:30 Uhr und am 22.03.2009 von 19:30 Uhr bis 21:30 anhören, was Experten zu ausgewählten Problemstellungen zu sagen haben.

Kooperationspartner der HNO-Klinik bei der Veranstaltung sind wie bereits in den vergangenen Jahren der Arbeitskreis Musik in der Jugend, die Hochschule für Musik und Theater Leipzig und der Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen in einer intensiven und freundschaftlichen Zusammenarbeit von den ersten Ideen und der Konzeption bis zur Durchführung.

weitere Informationen:

Dr. Michael Fuchs
Telefon: 0341 97-21800
E-Mail: michael.fuchs@medizin.uni-leipzig.de

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/~hno

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