Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer SIT gibt Auto-Hackern keine Chance

15.09.2009
CAST-Workshop soll Lösungen für Sicherheit von IT-Fahrzeugsystemen aufzeigen

IT-Sicherheitsmechanismen zum Schutz künftiger Fahrzeugkommunikation rücken immer mehr ins Blickfeld. Daher diskutierten Experten auf dem CAST-Workshop "Mobile Security for Intelligent Cars" am 27. August 2009 in Darmstadt wieder über Ansätze und Lösungen zur Absicherung der nötigen Hard- und Softwarekomponenten in Fahrzeugen. Automobile der Zukunft werden Fahrzeuglenkern deutlich mehr unter die Arme greifen als heute.

Eingebettete Systeme übernehmen zwar bereits wichtige Steuerungs- und Kontrollfunktionen, in Zukunft aber werden es mobile Kommunikationssysteme Fahrzeugen auch ermöglichen, untereinander zu kommunizieren. Die dafür notwendige Datenübertragung per Funk bringt jedoch neue Gefahren der Manipulation mit sich.

Moderne PKWs sind durchschnittlich mit 70 oder mehr elektronischen Steuereinheiten ausgerüstet - Tendenz stark steigend. Diese übernehmen immer mehr Kontrollfunktionen wie etwa Messungen von Bremsdruck, Drehzahl sowie anderer wichtiger Werte und leiten die Daten fahrzeugintern weiter. Bislang handelte es sich um in sich geschlossene Systeme, die jedoch künftig durch Freischaltung während der Laufzeit frei konfigurierbar sein werden. Auch erfolgt der Anschluss an Telekommunikationsnetzwerke, etwa um Informationen an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten zu können. Autoentwickler sprechen bereits von der automatisch und blitzschnell erfolgenden Nutzdatenübertragung von Auto zu Auto - etwa bei starken Bremsungen in nicht gut einsichtbaren Stellen wie Kurven. "Dies ist ein mögliches Szenario für eine Kommunikation von Auto zu Auto", sagt Workshop-Organisator Olaf Henniger vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) http://www.sit.fraunhofer.de . Überlegt werde aber auch ein Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastrukturen wie Ampelanlagen, so Henninger weiter.

In-Vehicle-Konnektivität wird daher für Fahrzeuglenker schon bald von zentraler Bedeutung sein (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090530008/). Datenübertragungen per Funk machen jedoch auch Fahrzeuge zu einem potenziellen Ziel von Hacker-Attacken. Cyberkriminelle könnten die Kommunikation stören und so für ein Verkehrschaos sorgen oder sogar Unfälle hervorrufen. Daher nehmen sowohl Fachleute aus der Kraftfahrzeug- als auch der IT-Industrie an dem vom Fraunhofer SIT veranstalteten Workshop teil. Diskutiert werden unter anderem Möglichkeiten zur Sicherung von Fahrzeugsystemen und Kommunikationsnetzen sowie die Anpassung der Hardware in den Fahrzeugen. Die Entwicklung von geeigneten Hard- und Softwarekomponenten wird auch im Rahmen des dreijährigen EU-Projekts EVITA http://evita-project.org/news.html vorangetrieben. Manipulationssichere Chips sowie kryptografische Verfahren und Schlüssel sollen Steuerungssysteme vor unerlaubtem Zugriff bewahren. "Ziel des Projekts ist ein System, das sowohl die sicherheitsrelevanten Komponenten im Auto als auch die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Steuereinheiten vor Manipulationen schützt", so Henniger, der mit der Projektkoordination betraut wurde, schon beim Projektstart.

Nikolaus Summer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cast-forum.de/workshops/programm/118
http://www.sit.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht GoToMeeting-Integration - Webinare bequem in Lernszenarien einbinden
14.08.2017 | time4you GmbH

nachricht Lean Development - Effizienzsteigerung in der Entwicklung und Konstruktion
11.08.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie