Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Massgeschneiderte Materialien für physikalisch-chemische Technologien

20.03.2007
6. Workshop des DFG-Schwerpunktprogramms "Substitutionseffekte in ionischen Festkörpern" in Rauischholzhausen

Der 6. Workshop des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Schwerpunktprogramms 1136 "Substitutionseffekte in ionischen Festkörpern" findet vom 19. bis 21. März auf Schloss Rauischholzhausen, der Tagungsstätte der Justus-Liebig-Universität Gießen, statt. 50 Teilnehmer/innen aus ganz Deutschland informieren sich gegenseitig über jüngste Forschungsergebnisse der gemeinsamen Projekte. Mit dabei sind fünf eingeladene Redner aus der Industrie (u. a. BASF AG, H.C. Starck, Degussa) und aus anwendungsnahen Forschungseinrichtungen, die ausführlich über praktische Fragen der Materialforschung berichten.

Ionische Mischphasen (feste Lösungen) gewinnen in vielen Bereichen zukunftsweisender Technologien wachsende Bedeutung, so zum Beispiel als Ionenleiter, Dielektrika, Magnetika, Leuchtstoffe, Sensormaterialien etc.. Dabei werden die gewünschten Eigenschaften oft erst durch eine gezielte Substitution im Kationen- und/oder Anionen-Teilgitter erhalten. Mit der rasanten - nicht selten empirisch erfolgten - Optimierung der Materialeigenschaften haben jedoch weder das Verständnis der zugrunde liegenden physikalischen Effekte noch die Entwicklung gezielter Präparationsverfahren Schritt halten können. Diese Lücke soll das Schwerpunktprogramm 1136 schließen.

Auf dem aktuellen Workshop stehen praxisrelevante Fragen im Mittelpunkt: Welche Anforderungen werden an Materialien für Hochtemperaturbrennstoffzellen gestellt? Wie kann man die Leistungsfähigkeit von Lithiumbatterien verbessern? Welche Materialien kommen in modernen thermoelektrischen Generatoren zum Einsatz? Wie können die benötigten Materialien effizient und reproduzierbar hergestellt werden? Diese und weitere Fragen beschäftigen die anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, von denen mehr als die Hälfte dem wissenschaftlichen Nachwuchs zuzurechnen ist.

Das Schwerpunktprogramm 1136 wurde von der DFG im Jahr 2002 eingerichtet und wird bis 2008 finanziell mit Mitteln in Höhe von etwa 6 Mio. Euro gefördert. Koordinator der 22 wissenschaftlichen Projekte des Programms ist der Gießener Physikochemiker Prof. Jürgen Janek. Alle Workshops des Schwerpunktprogramms fanden bisher bereits auf Schloss Rauischholzhausen statt, das wegen seiner Atmosphäre bei den Teilnehmern besonders beliebt ist.

Christel Lauterbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/SPP_Substitution/

Weitere Berichte zu: DFG Schwerpunktprogramm Substitutionseffekte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht Seminar und Workshop zur Innovativen Fahrzeugakustik heute an der Technischen Universität in Dresden am 03.05.-04.05. 2018
20.04.2018 | Haus der Technik e.V.

nachricht Internationaler Workshop am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme - April 2018
12.04.2018 | Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics