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Nachhaltige Chemie: Neue Rohstoffe, Prozesse und Produkte

15.03.2007
Am 20. März 2007 kommt die in diesem Jahr gegründete Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zu einem ersten Workshop in Frankfurt zusammen.

In sieben Vorträgen werden die wesentlichen Themen vorgestellt, mit denen sich die AG beschäftigen will und die in der Chemie zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zählen: Nachhaltige Energiewirtschaft, Nachhaltige Produkte, Bewertung von chemischen Prozessen und Produkten, Nachwachsende Rohstoffe, Alternative Reaktionsbedingungen, Katalyse sowie Nachhaltige Chemie in der Lehre.

"Die Chemie ist von zentraler Bedeutung für die wertschöpfende Veredelung einfacher Rohstoffe zu komplexen Molekülen, die für vielfältige Anwendungen benötigt werden. Die Chemie liefert eine große Palette an Produkten und Vorprodukten für andere Industriezweige sowie an Erzeugnissen für die Bereiche Gesundheit, Umwelt und Ernährung. Nachhaltige chemische Verfahren tragen entscheidend dazu bei, dass chemische Reaktionen Ressourcen schonend unter Erhöhung der Ausbeute, Vermeidung von Nebenprodukten und Senkung des spezifischen Energiebedarfs ablaufen. Nachhaltige chemische Verfahren sind ein wesentlicher Schlüssel zu einer sowohl ökonomisch als auch ökologisch optimierten Wertschöpfung", erläutert Professor Dr. Matthias Beller vom Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock.

"Klimawandel, nachwachsende Rohstoffe oder erneuerbare Energien sind tägliche Themen in unseren Nachrichten. Die Wissenschaften und insbesondere die Chemie sind herausgefordert, neue Methoden und Technologien zu entwickeln, die durch effizientere Nutzung - Faktor 10 - unserer Ressourcen und insbesondere der nachwachsenden Rohstoffe den von Menschen verursachten Klimawandel stoppen und schließlich umkehren werden", ergänzt Professor Dr. Jürgen O. Metzger, Universität Oldenburg.

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Die GDCh-Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Chemie ist aus einem Arbeitskreis der GDCh-Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie hervorgegangen, dessen Vorsitzender, Professor Beller, und dessen Stellvertreter, Professor Metzger, sich auch am 20. März auf der Mitgliederversammlung wieder zur Wahl stellen wollen. Bereits seit Oktober vergangenen Jahres befinden sich sieben Arbeitsgruppen im Aufbau, deren Sprecher ihre ersten Berichte in Frankfurt abgeben werden.

Die AG Nachhaltige Chemie wird sich im September in Ulm auf dem GDCh-Wissenschaftsforum erstmals mit Vorträgen einer größeren Fachöffentlichkeit präsentieren. Für das Frühjahr 2008 ist eine dreitägige Tagung in Aachen unter Leitung von Professor Dr. Walter Leitner geplant.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 27.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 25 Fachgruppen und Sektionen sowie darüber hinaus die Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Chemie, die Arbeitsgemeinschaft Theoretische Chemie, getragen ferner von der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, und die Fachsektion Chemische Biologie, getragen ferner von der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft und der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie.

Dr. Renate Hoer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

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