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Bevölkerungsentwicklung wirkt sich auf medizinische Bedarfsplanung aus

02.07.2008
Rostocker und Greifswalder Wissenschaftler untersuchten Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Krankenversorgung

Am Mittwoch, dem 16. Juli 2008, kommen Wissenschaftler aus Rostock und Greifswald zu einem Abschluss-Workshop in der Universitäts- und Hansestadt zusammen. Gemeinsam mit Vertretern der Politik, Krankenkassen, Ärztekammern und Kassenärztliche Vereinigungen sollen die Ergebnisse der drei Projektpartner vorgestellt und diskutiert werden.

Mediziner, Versorgungsforscher, Ökonomen und Demografen des Universitätsklinikums Rostock, des Rostocker Zentrums zur Erforschung des demografischen Wandels sowie des Greifswalder Institutes für Community Medicine haben unter Berücksichtigung der Altersstruktur und räumlichen Verteilung eine Vorausschau der 2020 notwendigen Ärzte im Nordosten erstellt. Die Studie "Versorgungsepidemiologische Auswirkungen des demografischen Wandels in Mecklenburg-Vorpommern" wurde von der Bundesärztekammer gefördert.

In der bisherigen Kapazitätsplanung, beispielsweise bei Krankenhäusern und Praxen, wurden Änderungen im Bevölkerungsgefüge in einzelnen Regionen nicht oder nur unzureichend einbezogen. Angesichts des dynamischen demografischen Wandels mit immer mehr älteren Patienten zeichnen sich bereits jetzt erhebliche Engpässe in einer flächendeckenden medizinischen Versorgung ab. Im Rahmen der Untersuchungen sollten Lösungswege entwickelt werden, die auch in Zukunft qualitativ hochwertige Gesundheitsstrukturen sicherstellen.

Dazu wurden bevölkerungsrepräsentative Daten zu einzelnen Erkrankungen sowie zur Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen aus der Gesundheitsstudie Vorpommern SHIP (Study of Health in Pomerania) mit demografischen Prognosen für Mecklenburg-Vorpommern bis zum Jahr 2020 kombiniert und ausgewertet. Aus dem Datenmaterial konnten für den Planungszeitraum aussagekräftige Schlussfolgerungen über den zu erwartenden Bedarf an ambulanten und stationären Behandlungen abgeleitet werden. Auf dem Abschluss-Workshop in Greifswald sollen die Ergebnisse vorgestellt und notwendige Konsequenzen diskutiert werden.

Abschluss-Workshop

Versorgungsepidemiologische Auswirkungen des demografischen Wandels in M-V
Ein interdisziplinärer Ansatz zur flächendeckenden Versorgungsplanung
Veranstaltet vom Institut für Community Medicine am Universitätsklinikum Greifswald

in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Rostock (AöR) und dem
Rostocker Zentrum zur Erforschung des demographischen Wandels
Mittwoch, 16. Juli 2008
Hörsaal Nord Universitätsklinikum, Ferdinand-Sauberbruch-Straße, Greifswald
P r o g r a m m
14:00 Uhr - Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Bärbel-Maria Kurth, Leiterin der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung, Robert-Koch-Institut Berlin
Prof. Dr. Gabriele Doblhammer, Zentrum zur Erforschung des demografischen Wandels, Rostock

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald

Die medizinische Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern - Perspektive des Gesundheitsministeriums

PD Dr. Johannes Hallauer, Abteilungsleiter Gesundheit, Ministerium für Soziales und Gesundheit M-V

15:00 Uhr - Prognose der Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern bis 2020

Dr. Rembrandt Scholz, Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels

15:25 Uhr - Voraussichtliche Auswirkungen des demografischen Wandels auf die zukünftige Bettenplanung des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Dr. Peter Schuff-Werner, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Rostock (AöR)

15.50 Uhr - Voraussichtliche Auswirkungen der Bevölkerungsstruktur und -entwicklung auf den ambulanten medizinischen Versorgungsbedarf

Ulrike Siewert, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald

16.15 - Kaffeepause mit Imbiss

16:30 Uhr - Arztzahlentwicklung sowie neue Bedarfsplanung in Deutschland
Dr. Thomas Kopetsch, Leiter des Referats Bedarfsplanung, Bundesarztregister und Datenaustausch, Kassenärztliche Bundesvereinigung
17.00 Uhr - Moderierte Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Peter Schuff-Werner, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Rostock
18.00 Uhr - Ausblick und Verabschiedung
Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Institut für Community Medicine, Universität Greifswald
Ansprechpartner am Universitätsklinikum Greifswald
Institut für Community Medicine
Abt. Versorgungsepidemiologie und Community Health
Leiter: Prof. Dr. med. Wolfgang Hoffmann, MPH
Ellernholzstraße 1-2, 17475 Greifswald
T +49 3834 86-77 50
F +49 3834 86-77 52
E wolfgang.hoffmann@uni-greifswald.de
Ansprechpartner Projekt: Dipl.-Psych. Ulrike Siewert
T +49 3834 86-77 89
E ulrike.siewert@uni-greifswald.de

Constanze Steinke | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-greifswald.de

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