Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierende erforschen Sternenhimmel über Mallorca

28.10.2011
Teleskop wird feierlich eingeweiht

Studierende der Astronomie und Astrophysik an der Hamburger Sternwarte der Universität Hamburg können jetzt auch von Hamburg-Bergedorf aus den Sternenhimmel über Mallorca beobachten. Die Universität betreibt auf der Insel seit Kurzem ein Lehr- und Ausbildungsteleskop, das nach erfolgreicher Testphase am Freitag, 28. Oktober, ab 17 Uhr feierlich eingeweiht wird.


Lehr- und Ausbildungsteleskop auf Mallorca
Foto: J. Schmitt/ Hamburger Sternwarte

Der Vizepräsident für Studium und Lehre, Prof. Dr. Holger Fischer, vertritt bei der Übergabe die Universität Hamburg und wird von hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung der Insel empfangen. In Costitx befindet sich die Sternwarte Observatori Astrònomic de Mallorca (OAM). Die Universität nutzt das Teleskop in Kooperation mit der Open University in Milton Keynes/Großbritannien und dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) bei München.

Der Standort auf Mallorca bietet besonders gute Betriebsbedingungen. Aufgrund des Wetters ist die Zahl der für Beobachtungen geeigneten Nächte wesentlich größer als in Hamburg. Das Ausbildungsteleskop hat einen Durchmesser von sechzig Zentimetern und ist mit einer sehr empfindlichen Weitwinkelkamera ausgestattet, die Objekte mit der Fläche des Vollmondes in verschiedenen Farben aufnehmen kann.

Gesteuert wird das Teleskop mit Computern von Hamburg aus, in einem eigens eingerichteten Beobachterraum auf dem Gelände der Sternwarte in Bergedorf. Dort können Studierende der Physik die Bilder vom Nachthimmel über den balearischen Inseln via Internet empfangen. Das Teleskop wurde aus Studiengebühren finanziert und ist eine Investition in die Ausbildung an der Hamburger Sternwarte. Vizepräsident Prof. Dr. Holger Fischer: „Das neue Teleskop ist gerade für Abschlussarbeiten eine große Bereicherung, da es den Studierenden die Möglichkeit bietet, eigenverantwortlich Projekte durchzuführen und einen Beitrag zur aktuellen astronomischen Forschung zu leisten. Das ist etwas ganz Besonderes und sicherlich ein Anreiz, Astronomie und Astrophysik bei uns in Hamburg zu studieren.“

Studierende werden vor allem Planeten außerhalb unseres Sonnensystems beobachten, die an ihrem eigenen Zentralstern vorüberziehen (Planetentransit). Sie erforschen zudem Quellen von Röntgenstrahlen wie Systeme aus zwei sich umkreisenden Sternen. Jürgen Schmitt, Professor für Astronomie und Projektleiter an der Hamburger Sternwarte: „Natürlich bieten sich bestimmte Forschungsaufgaben für noch wenig erfahrene Studierende eher an als andere. Aber der Kreativität und Phantasie der Studierenden sind keine Grenzen gesetzt. The sky is the limit.“

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Jürgen Schmitt
Hamburger Sternwarte
Universität Hamburg
Tel.: 040-428 38-85 31 (Büro) oder -8512 (Sekr.)
E-Mail: jschmitt@hs.uni-hamburg.de

Birgit Kruse | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hamburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Waschen für die Mikrowelt – Potsdamer Physiker entwickeln lichtempfindliche Seife
02.12.2016 | Universität Potsdam

nachricht Quantenreibung: Jenseits der Näherung des lokalen Gleichgewichts
01.12.2016 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie