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Studenten wollen ins Weltall

11.01.2012
Die Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität der Bundeswehr München Frank Neff, Dirk Obst, Andreas Winhard, Dominik Wilde und Robert Jacob wollen ins Weltall.

Sie nahmen 2011 an einem Wettbewerb des DLR (Deutsches Luft und Raumfahrtzentrum) teil und haben einen ganz besonderen Preis errungen: Sie dürfen eine Höhenforschungsrakete mit ihrem prämierten Experiment bestücken. Seit einem Jahr arbeiten die Studenten nun unter Hochdruck an ihrem Modul für die Höhenforschungsrakete.

Das Experiment, das das Team SOMID (Solid-borne Sound Measurement for the Independent Detection of Nominal and Non-nominal Events on Space Vehicles) an der Höhenforschungsrakete testet, ist in dieser Form noch nie durchgeführt worden. Mithilfe verschiedener Messungen der Mikrovibrationen an einem Flugobjekt während des Fluges sollen die Ereignisse an Bord der Rakete genauer erfasst und ausgewertet werden. Wenn das Experiment gelingt, ist es sehr wahrscheinlich, dass es in Zukunft im gesamten Bereich der Raumfahrt genutzt werden kann.

Letzte Vorbereitungen abgeschlossen

Um diese Messungen durchführen zu können, kam es zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Elektrotechnik und Technische Informatik und dem Institut für Luft- und Raumfahrtechnik an der Universität der Bundeswehr München. Dabei unterstützt Prof. Ferdinand Englberger das Team in besonderem Maße. „Wir können unsere Stärken bei den Tests, die SOMID durchführt, perfekt einbringen, wie zum Beispiel bei der Entwicklung der benötigten Schaltungen und Steuerungen“, so Prof. Englberger. So hat sich Ralf Rüther, einer seiner Studenten, den Problemen, die es im Rahmen der Programmierung noch zu lösen galt, angenommen und Lösungen erarbeitet.

Ende Dezember 2011 testeten die verschiedenen Teams ihre einzelnen Experimente in Bremen gemeinschaftlich. Jedes kleine Detail musste aufeinander abgestimmt sein. Die einzelnen Messungen durften sich gegenseitig nicht behindern. Groß war die Erleichterung als die Teammitglieder samt Teamchef Frank Neff feststellten, dass sie bisher sehr gut gearbeitet hatten. „Die Mitarbeiter des DLR waren überrascht, wie weit und vor allem wie gut unsere Arbeiten voran gekommen sind“, so Neff. Einer Teilnahme an dem Projekt steht nun endgültig nichts mehr im Wege. Die Spannung ist groß. Der Start der Höhenforschungsrakete ist für den 12. März 2012 geplant. Bis dahin gilt es alles soweit vorzubereiten, dass die Messungen gelingen.

Michael Brauns
Pressesprecher
Universität der Bundeswehr München
Tel.: 089/6004-2004
E-Mail: michael.brauns@unibw.de

Michael Brauns | idw
Weitere Informationen:
http://www.unibw.de

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