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Jülicher Supercomputer halten Spitzenplätze

17.11.2009
  • Plätze 4 und 13 in der aktuellen Weltrangliste
  • Superrechner mit weltbester Energieeffizienz entwickelt
  • In der heute erscheinenden Weltrangliste der schnellsten Supercomputer stehen zwei Jülicher Rechner weiterhin auf vorderen Plätzen. JUGENE, der schnellste Rechner außerhalb der USA, liegt auf Platz 4, das in Jülich entwickelte Computer-Tandem JUROPA / HPC-FF kommt weltweit auf Platz 13 und in Europa auf Platz 3. Mit dem Supercomputer QPACE stellen das Forschungszentrum und seine Partner ein neues energiesparendes Rechnerkonzept vor.

    Der Supercomputer JUGENE liefert mit seinen 72 000 Prozessoren eine Spitzenleistung von über 1 Petaflop/s (1 Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde). " Mit JUGENE zeigt Deutschland seine Präsenz in der Weltliga des Supercomputing und der Simulation", freut sich Professor Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, das Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft ist. JUGENE ist vom Typ IBM Blue Gene/P und wird für rechenintensive, komplexe Simulationen eingesetzt, beispielsweise in der Materialforschung, in der Umweltforschung oder in der Teilchenphysik. Er wurde in Jülich im Rahmen des Gauß Centre for Supercomputing beschafft, eines vom Bund, Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen getragenen Zusammenschlusses der nationalen Höchstleistungsrechenzentren in Garching, Jülich und Stuttgart.

    Die Supercomputer JUROPA und HPC-FF erreichen mit ihren über 3200 Rechenknoten eine Spitzenleistung von 308 Teraflop/s (308 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde). "Mit JUROPA und HPC-FF geht Jülich ganz neue Wege", erklärt Professor Thomas Lippert, Direktor des Jülich Supercomputing Centre. "Im JUROPA-Konsortium entwickelt Deutschland wieder eigene Superrechner der höchsten Leistungsklasse." Forscher aller Fachrichtungen werden JUROPA nutzen, um zu klären, wie sich das Klima wandelt, wie sich Proteine in Zellen falten, wie neue Halbleiter funktionieren oder wie Brennstoffzellen zu verbessern sind. HPC-FF wird dabei allein für die Fusionsforschung zur Verfügung gestellt. Für besonders große Simulationen können die beiden Computer gekoppelt werden.

    Der Supercomputer QPACE belegt als Prototyp Platz 108 in der TOP500-Liste und hat eine Rechenleistung von 55 Teraflop/s. Er ist jedoch auf Energieeffizienz optimiert und holt etwa doppelt soviel Rechenleistung aus einer gegebenen Strommenge wie die bisherigen Rechner der Liste. Damit ist er der Top-Favorit auf den Spitzenplatz in der in wenigen Tagen erscheinenden Weltrangliste der energieeffizientesten Supercomputer, Green500. Herzstück von QPACE ist der IBM PowerXCell 8i-Prozessor. Entwickelt wurde der Supercomputer vom IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum, der Universität Regensburg, dem Forschungszentrum Jülich, DESY Zeuthen, der Bergischen Universität Wuppertal und der Universität Ferrara.

    Mehr Informationen zu JUGENE und JUROPA/HPC-FF:
    http://www.fz-juelich.de/portal/index.php?cmd=show&mid=710&index=163
    Weitere Informationen zu QPACE:
    http://homepages.uni-r.de/~wet25421/papers/cise08qpace.pdf
    Jülicher Supercomputerportal
    http://www.fz-juelich.de/supercomputer
    Technische Daten JUGENE
    http://www.fz-juelich.de/jsc/jugene/configuration
    Technische Daten JUROPA und HPC-FF
    http://www.fz-juelich.de/jsc/juropa/configuration/
    Pressekontakt:
    Kosta Schinarakis, Tel. 02461 61-4771, E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de
    Das Forschungszentrum Jülich...
    ... betreibt interdisziplinäre Spitzenforschung zur Lösung großer gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Informationstechnologie. Kombiniert mit den beiden Schlüsselkompetenzen Physik und Supercomputing werden in Jülich sowohl langfristige, grundlagenorientierte und fächerübergreifende Beiträge zu Naturwissenschaften und Technik erarbeitet als auch konkrete technologische Anwendungen. Mit rund 4 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Jülich, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, zu den größten Forschungszentren Europas.

    Kosta Schinarakis | Forschungszentrum Juelich GmbH
    Weitere Informationen:
    http://www.fz-juelich.de

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