Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher in Heidelberg, Bonn und München untersuchen das „Dunkle Universum“

27.05.2010
Zweite Förderperiode: DFG fördert Sonderforschungsbereich/Transregio 33 mit rund zehn Millionen Euro

Der Sonderforschungsbereich/Transregio „Das Dunkle Universum“ der Universitäten Heidelberg, Bonn und München wird seine erfolgreiche Arbeit für weitere vier Jahre fortsetzen: Nach einer internationalen Begutachtung hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft für eine zweite Förderperiode Mittel in Höhe von rund zehn Millionen Euro bewilligt.

Koordiniert werden die Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Kosmologie sowie der Astro- und der Teilchenphysik an der Universität Heidelberg. Die Forscher am SFB/TRR 33 untersuchen die Existenz Dunkler Materie und Dunkler Energie.

Dunkle Materie und Dunkle Energie machen gemeinsam mehr als 95 Prozent der Energiedichte des Universums aus. Die physikalische Natur und Zusammensetzung Dunkler Materie ist jedoch nach wie vor unbekannt. Ihre Existenz zu entschlüsseln, ist wesentliches Ziel der modernen theoretischen und experimentellen Forschung in der Physik. In diesem Zusammenhang befassen sich die Wissenschaftler auch mit der Frage, ob Dunkle Energie von statischer oder dynamischer Natur ist. Die mögliche Wechselwirkung oder der gemeinsame Ursprung von Dunkler Materie und Dunkler Energie sind ebenfalls Gegenstand der Untersuchungen. Theoretische Entwicklungen sollen dabei durch Messungen, mit denen sich beispielsweise der Anteil Dunkler Energie als Funktion der Zeit bestimmen lässt, ergänzt werden.

In den Sonderforschungsbereich/Transregio „Das Dunkle Universum“ sind neben der Universität Heidelberg, der Universität Bonn und der Ludwig-Maximilians-Universität München auch Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Astrophysik und für extraterrestrische Physik sowie des European Southern Observatory (ESO) eingebunden. „Diese übergreifende Zusammenarbeit bietet die Chance, auf dem in den kommenden Jahren weiter expandierenden Forschungsfeld der Dunklen Materie und der Dunklen Energie eine international führende Stellung einzunehmen“, sagt der Sprecher des SFB/TRR 33, Prof. Dr. Christof Wetterich vom Institut für Theoretische Physik der Ruperto Carola. Die Fortsetzung der Forschungsarbeiten erfolgt in 18 Teilprojekten; acht davon kommen jetzt neu hinzu. Die zweite Förderperiode beginnt im Juli dieses Jahres.

Weitere Informationen können im Internet unter der Adresse http://www.darkuniverse.uni-hd.de abgerufen werden.

Kontakt:
Dr. Georg Wolschin
Institut für Theoretische Physik
Telefon (06221) 54-9415, -9444
wolschin@uni-hd.de
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.darkuniverse.uni-hd.de

Weitere Berichte zu: Dunkle Energie Förderperiode Materie Physik Theoretische Universum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Nanoinjektion steigert Überlebensrate von Zellen
22.02.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung
21.02.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften