Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blick in die Nanowelt: TU Graz erhält weltweit einzigartiges Rastertransmissionselektronenmikroskop

31.03.2011
Wissenschafter am Zentrum für Elektronenmikroskopie (ZFE) sowie am Institut für Elektronenmikroskopie der TU Graz blicken Tag für Tag in die mikroskopischen Sphären der Nanowelten. Jetzt erhalten sie Unterstützung der Superlative: Mit dem Rastertransmissionselektronenmikroskop ASTEM (Austrian Scanning Transmission Electron Microscope) wird es möglich sein, in völlig neue Dimensionen vorzudringen.

Das Einzigartige an ASTEM ist der „Super-X“-Röntgendetektor, der – in diesem Mikroskop verbaut – bis dato nur an der TU Graz zu finden ist. Finanziert wurde das vier Millionen Euro schwere Messinstrument durch die FFG und Förderungen des Landes Steiermark sowie der Steirischen Wirtschaftsförderung.


ASTEM - TU Graz bekommt modernstes Rastertransmissionselektronenmikroskop
FEI Company

Damit an der TU Graz Nano-Forschung auf höchstem Niveau noch effektiver betrieben werden kann, bekommen die Wissenschafter des Instituts für Elektronenmikroskopie exklusive Unterstützung: Mit dem Hightech Instrument ASTEM wird es in Zukunft möglich sein, Details in höchstmöglicher Auflösung sichtbar zu machen – bei Bedarf sogar einzelne Atome. Als Gerät der Next Generation bündelt ASTEM den Elektronenstrahl noch feiner, was ein weiteres „Hineinzoomen“ in die Probe zulässt. Das Gerät verfügt über ein spezielles Modul mit ChemiSTEM Technologie, den „Super-X“-Detektor.

Dieser besonders empfindliche Röntgendetektor stellt fest, aus welchen Elementen sich die Probe zusammensetzt. „Mit ASTEM verfügen wir über ein Gerät, das derzeit weltweit einzigartig ist“, freut sich Institutsleiter Ferdinand Hofer. Der Zusammenbau am ZFE Graz wird etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen; die abschließende genaue Gerätekonfiguration vermutlich noch einige Monate. Ein weiteres Feature, das völlig neue, grenzenlose Möglichkeiten der Zusammenarbeit erschließt: Das Gerät kann auch mittels „Fernbedienung“ genutzt werden, lediglich die Probe muss vor Ort sein.

Neue Erkenntnisse für die Wirtschaft

Gebraucht wird das maßgeschneiderte Mikroskop, neben der Grundlagenforschung am ZFE Graz und an der TU Graz, vor allem von der heimischen Wirtschaft. Diese kann über ein Nutzerzentrum für Entwicklungsarbeiten auf das Gerät zugreifen, um Werkstoffe zu verbessern, Pharmazeutika zu entwickeln oder elektronische Bauteile zu perfektionieren. Dadurch werden neue Produkte wie neuartige Medikamente ermöglicht oder Computerchips kleiner und effektiver und in der Autoindustrie verwendete Materialien sicherer gemacht. Schon jetzt arbeiten das ZFE und die TU Graz eng mit der Wirtschaft zusammen. Mit den „Entwicklern“ von ASTEM, der holländischen Edelschmiede FEI Company, ist das Institut durch eine langjährige Kooperation verbunden.

Starker Forschungsschwerpunkt „Advanced Materials Science“

„Mit ASTEM erreicht die Mikroskopie – und damit der Forschungsstandort Graz – eine völlig neue Qualitätsstufe. Werkstoffe, elektronische Bauelemente und Biomaterialien können so genau untersucht werden wie nie zuvor“, so Rektor Hans Sünkel. Auch für die „Austrian Cooperative Research“ (ACR) und ihren F&E Schwerpunkt „Werkstoffe & Prozesse“ ist ASTEM ein großer Schritt in die Zukunft.

Ermöglicht hat diese Anschaffung das FFG-Programm COIN mit weiteren Förderungen vom Land Steiermark und der Steirischen Wirtschaftsförderung. Mit einer Investition von etwa vier Millionen Euro handelt es sich um eine der größten mitteleuropäischen Investitionen in wissenschaftliche Infrastruktur.

Rückfragen:
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Ferdinand Hofer
Institut für Elektronenmikroskopie
Email: ferdinand.hofer@tugraz.at
Tel.: 0316 873 8820
Mobil: 0664 40 16 225

Alice Senarclens de Grancy | Technische Universität Graz
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Flashmob der Moleküle
19.01.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Verkehrsstau im Nichts
19.01.2017 | Universität Konstanz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise