Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NASA: Simulierte Mondlandung bringt 2,5 Mio. Dollar Preisgeld

10.05.2006


Wettbewerb soll Inspiration für künftige Mond-Missionen bringen


www.nasa.gov



Mit einem Preisgeld in der Höhe von 2,5 Mio. Dollar will die US-Raumfahrtbehörde NASA private Entwickler anspornen, ein Fluggerät zu konstruieren, das in der Lage ist auf dem Mond zu landen. Die Aufgabenstellung zur "Lunar Lander Analog Challenge", so der Name des Wettbewerbs, wurde nun konkretisiert. Hauptanforderung ist es, ein raketenbetriebenes Fluggrät zu bauen, das senkrecht vom Boden aufsteigen, einige Zeit in der Luft bleiben und anschließend auf einem Mond-ähnlichen Gebiet wieder landen soll. Die US-Behörde will sich durch die Konstruktionen für die eigenen Mond-Pläne inspirieren lassen.

... mehr zu:
»Landeplatz


Der Wettbewerb besteht aus zwei Teilen. Bei "Level 1" winkt eine halbe Million Dollar Siegesprämie. Dafür müssen die Fluggeräte eine Höhe von 50 Meter erreichen, mindestens 90 Sekunden schweben und schließlich zentimetergenau auf einem 100 Meter entfernten Landeplatz zum Boden zurückkehren. "Level 2" ist mit 1,25 Mio. Dollar Prämie um einiges lukrativer, dafür wird die Air-Time auf drei Minuten verdoppelt und der Landeplatz simuliert den steinigen Boden auf der Mondoberfläche. Zweit- und Drittplatzierte bekommen 500.000 beziehungsweise 250.000 Dollar Preisgeld. Ausgetragen wird der Wettbewerb Mitte Oktober in New Mexico.

Die Lunar Lander Analog Challenge ist Teil des NASA-Programms Centennial Challenges (Jahrhundert-Herausforderungen) und wird von der X-Prize Foundation koordiniert - jener Organisation, die angetreten war, um durch hoch dotierte Bewerbe die Entwicklung der privaten Raumfahrt voranzutreiben. Im Jahre 2004 hatte das Privatunternehmen Scaled Composites zehn Millionen Dollar abgeräumt, weil ihr "Space Ship One" zweimal binnen zwei Wochen höher als 100 Kilometer geflogen war und damit nach offizieller Definition den Weltraum erreicht hatte (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=041004045 ).

"Die Vision der NASA ist es, Menschen im nächsten Jahrzehnt wieder auf den Mond zu bringen. Die Fahrzeuge, mit denen man dort landen könnte, gibt es aber gar nicht mehr", meinte Peter Diamandis, Vorsitzender der X-Prize-Stiftung. Die Technik, die von der NASA für künftige Missionen verwendet wird, muss jedoch nicht zwangsläufig vom Sieger stammen, erklärte Brant Sponberg, der NASA-Verantwortliche für die Centennial Challenges. Mit dem Preisgeld sei zudem keine Patentabtretung an die NASA verbunden, da die Behörde sich auch für eine der unterlegenen Konstruktionen interessieren könnte. Die Weltraumbehörde fordert von möglichen Gesprächspartnern zumindest aber die Bereitschaft, sich für Lizenzverhandlungen bereitzuhalten.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nasa.gov
http://centennialchallenges.nasa.gov
http://www.xprizefoundation.com

Weitere Berichte zu: Landeplatz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau
17.11.2017 | Universität Ulm

nachricht Zwei verdächtigte Sterne unschuldig an mysteriösem Antiteilchen-Überschuss
17.11.2017 | Max-Planck-Institut für Kernphysik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte