Riesen-Asteroid Hermes nach 65 Jahren wieder gesichtet

Der Riesen-Asteroid Hermes, der im Jahr 1937 «nur» eine Millionen Kilometer an der Erde vorbeigerast ist, ist erstmals wieder gesichtet worden. Astronomen hätten den knapp einen Kilometer breiten Kleinplaneten erneut geortet, bestätigte der internationale Astronomenverband am Donnerstag in Paris. Die Gefahr einer Kollision besteht nach Daten der US-Raumfahrtbehörde NASA nicht.

Der am 28. Oktober 1937 von dem Astronomen Karl Reinmuth entdeckte Asteroid war zunächst 1937 UB genannt worden. Er verschwand dann wieder aus dem Blickfeld der Experten. Das Smithsonian- Kleinplanetenzentrum in Cambridge (US-Bundesstaat Massachusetts) hatte am 4. Oktober mitgeteilt, dass die Umlaufbahn eines sehr hell strahlenden und erst 2002 gesichteten Asteroiden «frappierende Ähnlichkeiten mit dem 1937 entdeckten UB aufweist».

Der Kleinplanet scheint aus dem Asteroiden-Gürtel zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter zu kommen. Die Fachleute berechnen jetzt die genaue Bahn des nach 65 Jahren wiederentdeckten Asteroiden, der mehr als zwei Jahre für den Weg um die Sonne braucht. Hermes wird nach Daten des NASA-Beobachtungsprogramms für erdnahe Objekte am 4. November in rund sieben Millionen Kilometern an der Erde vorbeifliegen.

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