Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Röntgenoptische Komponenten mit höchster Auflösung

01.02.2003


Zum Streuen oder zum Fokussieren von Röntgenstrahlen werden in den Bereichen Materialanalyse und Medizinaltechnik röntgenoptische Komponenten gebraucht.Dazu entwickelt das Paul Scherrer Institut (PSI) verschiedene Produkte.Als grösste Schweizerische Forschungsanstalt ist das PSI bestrebt,sowohl potenzielle Hersteller als auch Anwender solcher Komponenten zu finden.

... mehr zu:
»Nanometer »PSI »Röntgenstrahl

An der Hannover Messe 2003 präsentiert das PSI als Juwel der Nanotechnologie eine diffraktive Linse ,welche für weiche Röntgenstrahlung geeignet ist.Diese ist aus einer 0,01 Millimeter dünnen Siliziumfolie hergestellt,worin eine konzentrisch kreisförmige Struktur mit Dimensionen kleiner als ein Nanometer realisiert ist.Damit wird der Röntgenstrahl mit einer Auflösung von mindestens 100 Nanometer fokussiert.Das Design der Linse kann einfach und nach Kundenwunsch entwickelt werden.

Für harte Röntgenstrahlung präsentiert das PSI eine refraktive Linse .Diese kann kostengünstig mittels konventioneller Mikrolithographie-und -fabrikationstechniken hergestellt werden.Die Linse ist einfach handhabbar.Die Auflösung liegt in der Grössenordnung von einigen Mikrometern.Als Drittes stellt das PSI ein neuartiges Diffraktionsgitter vor,welches der Röntgeninterferenzmessung dient.Es stellt die Grundlage dar für die Phasenkontrast-Radiographie.Damit lässt sich z.B.die Belastung durch Röntgenstrahlen im Rahmen von medizinischen Untersuchungen wesentlich reduzieren.


Ein weiterer Erfolg der Forschung am PSI stellt die Familie der schnellen Röntgendetektoren dar,womit Röntgenstrahlung direkt erfasst und in ein elektronisches Signal umgewandelt wird.Diese Art Halbleitersensor erreicht eine Auflösung in der Grössenordnung 200 Mikrometer.Dank direkter Kontaktierung an einen speziellen Auslesechip lassen sich komplexe Messungen in 10 Sekunden realisieren,etwa 1000-mal schneller als mit bisher kommerziell eingesetzten Sensoren.Dazu wurde das Bump Bonding als neue Bondtechnik entwickelt.Am PSI wurden erfolgreich eindimensionale Streifendetektoren sowie zweidimensionale Flächendetektoren hergestellt,welche an Beamlinien wertvolle Dienste leisten in der Materialanalyse und Teilchenphysik.

Weitere Auskünfte:

Dr.Philipp Dietrich
Leiter Technologietransfer
Tel.+41 (0)56 310 45 73;
E-Mail philipp.dietrich@psi.ch

Dr.Christian David
Röntgenoptische Komponenten
Tel.+41 (0)56 310 37 53
E-Mail christian.david@psi.ch

Dr.Bernd Schmitt
Röntgendetektoren
Tel.+41 (0)56 310 23 14
E-Mail bernd.schmitt@psi.ch

Dr.Christian Brönnimann
Röntgendetektoren
Tel.+41 (0)56 310 37 64
E-Mail christian.broennimann@psi.ch

Beat Gerber | Paul Scherrer Institut
Weitere Informationen:
http://www.psi.ch

Weitere Berichte zu: Nanometer PSI Röntgenstrahl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor
23.02.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Kühler Zwerg und die sieben Planeten
23.02.2017 | ESO Science Outreach Network - Haus der Astronomie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie