Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

High-Tech Optik aus Heidelberg

14.02.2008
S-DH GmbH konnte erstmals Großaufträge aus den USA, England und Japan verbuchen

Damit setzte sich das Spin-Off-Unternehmen aus der Universität Heidelberg gegen die internationale Konkurrenz durch

Die S-DH GmbH konnte im vergangenen Jahr erstmals Großaufträge aus USA, England und Japan verbuchen. Damit setzte sich das Spin-Off-Unternehmen aus der Universität Heidelberg gegen die internationale Konkurrenz durch. "Besonders unsere Neuentwicklungen der vergangenen Jahre tragen nun Früchte", so der Geschäftsführer Harald Häse. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 15 und für das kommende Jahr wird die S-DH GmbH in eine neue Vakuum-Beschichtungsanlage investieren.

Es begann vor 12 Jahren mit einer Diplomarbeit in der Arbeitsgruppe von Prof. Dubbers am Physikalischen Institut der Universität Heidelberg. Der große Schritt in die Selbstständigkeit erfolgte im Jahr 2000 mit der Gründung der GmbH und kurz darauf dem Einzug in die eigenen Räume im Pfaffengrund. "Wir erhielten die perfekte Unterstützung von der Universität, ohne diese wäre es nicht gegangen", sind sich die Gründer Harald Häse und Andreas Knöpfler einig.

Das Portfolio des Heidelberger Unternehmens umfasst sämtliche Komponenten für die Neutronenoptik. Benötigt werden diese Produkte in Großforschungseinrichtungen, die Neutronen produzieren, so genannte Neutronenquellen, sowie bei der Herstellung von medizinischen Geräten zur Tumorbehandlung.

Das Hauptprodukt von S-DH ist der Neutronenleiter. Dabei handelt es sich um ein optisches System, das in Verbindung mit einer Neutronenquelle Wissenschaftlern Neutronenstrahlen zur Verfügung stellt. Wissenschaftler aller Fachrichtungen untersuchen mit Hilfe dieser Neutronenstrahlen die allerkleinsten Strukturen, von der menschlichen DNA bis zum Datenträger für PCs. Nur den Neutronen ist es möglich, Materie zu durchdringen und dabei das subtile Zusammenspiel von atomarere räumlicher Struktur und zeitlicher Dynamik aufzuzeigen.

Im Dezember 2007 wurde von S-DH ein Neutronenleiter für die Neutronenquelle ISIS bei Oxford in England installiert. "Das neue Leitersystem ist momentan das weltweit modernste seiner Art und das Flaggschiff am ISIS. Wir sind stolz darauf, dass es 'made in Heidelberg' ist ", so Dr. Frank Lang von S-DH.

Rückfragen bitte an:
Dr. Jörg Kraus
Universität Heidelberg
UniTT
im Forschungsdezernat
Seminarstr 2, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 542204, Fax 543599
kraus@zuv.uni-heidelberg.de
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.unitt.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Neutron Neutronenquelle Neutronenstrahl S-DH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Nanoinjektion steigert Überlebensrate von Zellen
22.02.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung
21.02.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften