Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

WORLD OF ENERGY SOLUTIONS 2013: Batterien und Wasserstoff als Energiespeicher haben großes Potential

20.08.2013
Angebot und Nachfrage nach Strom zu koordinieren, das ist eine Herausforderung die sich mit einem regenerativen Energie-System in ganz neuer Weise stellt.

Energie-Speicher sollen dazu beitragen, Schwankungen im Strom-Netz auszugleichen. Vom 30. September bis 2. Oktober 2013 nutzen Fachleute die Konferenzen f-cell, BATTERY+STORAGE, e-mobil BW TECHNOLOGIETAG und Solar Energy Solutions in Stuttgart, um unterschiedliche Lösungen vorzustellen und zu diskutieren.

Den Energie-Bedarf aus erneuerbaren Energien zu decken, damit das Klima zu schützen und das Land von Energie-Importen unabhängiger zu machen ist langfristiges Ziel. Eine Herausforderung dabei: Mit einer Stromproduktion aus Sonne und Wind lässt sich die Herstellung nicht mehr einfach der aktuellen Nachfrage im Netz anpassen. Sie läuft unabhängig vom momentanen Bedarf und produziert dabei phasenweise deutlich zu viel Strom. Batterien, die chemischen Speicher Wasserstoff oder Methan und Brennstoffzellen können in einem künftigen regenerativen Energie-System eine wichtige Rolle spielen. Darüber diskutieren Experten auf den Konferenzen f-cell, BATTERY+STORAGE, Solar Energy Solutions und e-mobil BW TECHNOLOGIETAG, die unter dem gemeinsamen Dach der WORLD OF ENERGY SOLUTIONS vom 30. September bis 2. Oktober 2013 in Stuttgart stattfinden.

„Keine Einzellösungen schaffen, sondern Gesamtstrategien entwickeln“
„Eine gute und bislang die einzige Option um große Mengen ‚überschüssiger’ Energie über einen längeren Zeitraum zu speichern, ist ihre Umwandlung in Wasserstoff“, berichtet f-cell-Referent Dr. Ulrich Bünger von der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH in Ottobrunn bei München. „Grüner Überschussstrom treibt dabei einen Elektrolyseur an, der aus Wasser den chemischen Energieträger Wasserstoff herstellt.“ Gasversorger seien daran interessiert, das Gas in dieser Form oder methanisiert in ihr bestehendes insgesamt 420.000 Kilometer langes Netz einzuleiten. „Wenn offene technische Fragen geklärt sind, ist das eine gute Möglichkeit, Energie zu speichern. Ein Geschäftsmodell ist das so allerdings noch nicht“, erläutert Bünger.

Er fordert daher dazu auf, das Gesamtsystem zu betrachten: Künftig werde der Transportsektor größere Mengen Wasserstoff nachfragen, denn die Hersteller Daimler, Ford, GM, Honda, Nissan, Renault und Toyota wollen zwischen 2014 und 2018 die Serienproduktion von Brennstoffzellenfahrzeugen beginnen. Hyundai starte bereits eine Kleinserie. Außerdem gäbe es in der Industrie Bedarf an dem Element. „Die bisherigen Initiativen zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur greifen zu kurz. Wir müssen das Thema im Zusammenhang mit dem gesamten Energie-System sehen und mit allen relevanten Interessengruppen zusammenarbeiten.“

Hausbesitzer produzieren Strom
Unterdessen schaffen Bürger für das Gesamtsystem relevante Fakten. „Mit mehr als 1,9 Millionen Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) auf Privathäusern und landwirtschaftlichen Gebäuden sind viele Hausbesitzer zu Stromproduzenten geworden“, sagt Dr. Jann Binder, Geschäftsführer des Solar Cluster Baden-Württemberg e.V. und Veranstalter des Konferenzteils Solar Energy Solutions. 4,6 Prozent der Bruttoerzeugung entfiel 2012 bereits auf Solarstrom. Und trotz sinkender Einspeisevergütungen hält der Boom an: PV-Anlagen mit einer Leistung von 7,6 Gigawatt wurden allein 2012 installiert. Für 2013 rechnet das Bundesumweltministerium mit weiteren drei bis vier Gigawatt.
PV-Strom selbst nutzen und in Batterien zwischenspeichern
Dr. Andreas Gutsch vom Karlsruher Institut für Technologie und Referent der BATTERY+STORAGE bemerkt ein zunehmendes Interesse, den in Photovoltaik-Anlagen produzierten Strom vor Ort selbst zu verbrauchen. „Wer sich energetisch vom bundesweiten Netz unabhängig machen möchte, benötigt Batterien, um Energie auch abends verfügbar zu haben, wenn die Sonne nicht scheint“, berichtet er. Mit weiter sinkenden Batteriepreisen würden solche Anlagen schon bald wirtschaftlich. Batterien für einen Ausgleich über die Jahreszeiten hinweg einzusetzen, sei jedoch nicht sinnvoll, denn Batterien seien selbst bei fallenden Preisen zu teuer, um nur sporadisch darauf zuzugreifen. „Mit einem Batterie-Speicher und einer intelligent gesteuerten Wärmepumpe kann ein Anlagenbetreiber die Eigenversorgung mit PV-Strom auf 50 Prozent des jährlichen Gesamtenergiebedarfs erhöhen“, erklärt Binder.
Wärme und Strom aus dem Brennstoffzellenheizgerät
Der Wärme- und restliche Strombedarf lässt sich durch Brennstoffzellenheizgeräte decken, die diese Energieformen hoch effizient produzieren. Dazu sind sie an das Erdgasnetz – künftig vielleicht an eine Wasserstoffleitung – angeschlossen. Bereits seit 2008 sind solche Geräte in Deutschland im groß angelegten Feldtest „Callux“ im Einsatz. Energieversorger und Gerätehersteller berichten auf der f-cell über ihre Fortschritte.

Das komplette Konferenzprogramm von f-cell, BATTERY+STORAGE und e-mobil BW TECHNOLOGIETAG mit rund 140 Vorträgen sowie weitere Informationen zum Beispiel zur Messe WORLD OF ENERGY SOLUTIONS finden Interessierte unter: www.f-cell.de und www.world-of-energy-solutions.de.

Weitere Informationen im Internet:
www.f-cell.de
www.battery-storage.de
www.e-mobilbw.de/technologietag
www.world-of-energy-solutions.de
Weitere Informationen und Bilder erhalten Sie bei:
eoscript Public Relations
Eike Ostendorf-Servissoglou
Tel.: 0711-65227930
Mobil: 0176-62317469
E-Mail: eos@eoscript.de
WORLD OF ENERGY SOLUTIONS
BATTERY+STORAGE, f-cell und e-mobil BW TECHNOLOGIETAG präsentieren sich 2013 zum zweiten Mal unter einem Dach – und erstmals unter dem gemeinsamen Motto WORLD OF ENERGY SOLUTIONS. Der Claim WORLD OF ENERGY SOLUTIONS reflektiert das umfassende Angebotsportfolio, das im Rahmen der Messe und Konferenz geboten wird. Die Plattform soll als zentraler Marktplatz, Industriemotor und Think Tank für die Weiterentwicklung von Batterie- und Energiespeicher-Technologien, Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Anwendungen sowie Innovationen aus dem Bereich der E-Mobilität dienen. Ergänzt wird die Veranstaltung im Jahr 2013 durch den Konferenzteil Solar Energy Solutions.
Veranstalter Konferenz f-cell und BATTERY+STORAGE:
Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH
Wankelstraße 1, 70563 Stuttgart
f-cell in Kooperation mit:
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS)
Friedrichstraße 10, 70174 Stuttgart
Veranstalter Messe BATTERY+STORAGE:
Landesmesse Stuttgart GmbH
Messepiazza 1, 70629 Stuttgart 

Veranstalter e-mobil BW TECHNOLOGIETAG:
e-mobil BW GmbH 
Landesagentur für Elektromobilität und 
Brennstoffzellentechnologie Baden-Württemberg

Leuschnerstraße 45, 70176 Stuttgart

Veranstalter Konferenzteil Solar Energy Solutions:
Solar Cluster Baden-Württemberg e.V.
Industriestr. 6, 70565 Stuttgart
Löwen-Markt 8
70499 Stuttgart
Fon 0711 – 65 22 79 30
Fon 0176 – 62 31 74 69 (mobil)
E-Mail eos@eoscript.de

Eike Ostendorf-Servissoglou | eoscript Public Relations
Weitere Informationen:
http://www.eoscript.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

nachricht Hochauflösende Laserstrukturierung dünner Schichten auf der LOPEC 2017
21.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise