Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Westfälisches Energieinstitut auf der "E-world"-Messe in Essen

28.01.2013
Das im Juli 2011 an der Westfälischen Hochschule gegründete "Westfälische Energieinstitut" präsentiert sich erstmalig eigenständig und mit neuem Logo auf der "E-world"-Messe in Essen. Fünf Projekte werden dort im Februar vorgestellt. "E-world 2013 energy & water", Messe Essen, 05. bis 07.02.2013, Halle 3, Stand 3-370, Dienstag und Mittwoch von 9:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstag von 9:00 bis 17:00 Uhr.

Die Westfälische Hochschule bündelte bereits im Jahr 2011 ihre Forschungsarbeiten zum Thema Energie unter dem Dach eines neu gegründeten Instituts. Auf der Messe "E-world energy & water" in Essen stellt nun das Westfälische Energieinstitut fünf Projekte der Öffentlichkeit vor.

Speziell für die Energieversorgung einer Bohrlochsensorik entwickelten die Forscher der Hochschule ein kompaktes Brennstoffzellensystem, das in das Bohrloch passt und verschiedene Sensorik mit ausreichend Energie versorgt. Zum gleichen Thema präsentiert das Institut auch die neuesten Entwicklungen modularer Brennstoffzellen-Systeme.

Das dritte Projekt zeigt einen hochspannungsfesten Kleinstrechner. Mit ihm ist es möglich, Messdaten von Hochspannungsleitungen zu übertragen. Beispielsweise können so die Temperatur und die Kabelschwingungen, die der Wind verursacht, erfasst werden. Energieversorger könnten so mit den Messdaten auch feststellen, wie stark die Kabel thermisch oder mechanisch beansprucht werden. An kälteren Tagen könnte somit zum Beispiel gezielt mehr Energie übertragen werden.

Das vierte Projekt stellt eine Kleinwindkraftanlage vor. Sie unterscheidet sich dabei in ihrem Aufbau von den gängigen Windkraftanlagen, die eher Windmühlen ähneln. Beim sogenannten H-Darrieus-Rotor-Prinzip laufen die Flügel wie bei einem Karussell. Das Windrad wurde zudem mit einem besonderen Generator kombiniert, einer sogenannten Transversalflussmaschine. Ähnlich wie bei einem Fahrraddynamo wandelt die Rotordrehung die Kraft des Windes in elektrische Energie um. Durch die spezielle Bauart kann man auf ein Getriebe zwischen Windrad und Generator verzichten. Dadurch hat diese Bauform weniger Verschleißteile und es wird somit ein hoher Gesamtwirkungsgrad erreicht. Durch die kompakte Bauweise eignet sich die Windanlage als Energieversorgung auch für private Haushalte.

Das fünfte ausgestellte Projekt des Westfälischen Energieinstituts ist ein Wasserstoff-Komplementärsystem. Es befasst sich mit der Speicherung von Energie aus regenerativer Erzeugung, um beispielsweise den zuvor produzierten Strom aus Windenergie auch dann nutzen zu können, wenn mal kein Wind weht. In Herten entsteht derzeit eine Anlage, die den Überschussstrom dazu nutzt, Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu trennen. Dadurch wird die elektrische Energie durch Umwandlung gespeichert. Vereinfacht beschrieben, gleicht das Prinzip einer umgekehrt arbeitenden Brennstoffzelle. Später kann bei Bedarf aus dem Wasserstoff und Sauerstoff durch Rückwandlung mit Brennstoffzellen wieder elektrische Energie erzeugt werden.

Das Westfälische Energieinstitut ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Westfälischen Hochschule und bündelt die energietechnischen Kompetenzen der Hochschule über die Standorte und Fachbereiche hinweg. Es gliedert sich in mehrere Bereiche, die den Themenschwerpunkten regenerative Energien, Energieumwandlung und -verteilung, Energienutzung, Energiewirtschaft und Energiepolitik zugeordnet sind. Mit inzwischen 23 Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftlichen Mitarbeitern und Doktoranden konnte sich das Institut seit seiner Gründung auf verschiedenen Gebieten neben der Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen auch als Forschungs- und Entwicklungspartner der Industrie positionieren. Durch die themenübergreifend geprägte Arbeit der Forscherteams des Westfälischen Energieinstituts werden innovative Ansätze in Forschung und Entwicklung gefördert.

Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Brodmann, Campus Gelsenkirchen der Westfälischen Hochschule, Fon (0209) 9596-828, Fax (0209) 9596-829, E-Mail michael.brodmann@w-hs.de
Um Ihnen als Medienvertreter eine unmittelbare Berichterstattung zu ermöglichen, laden wir Sie herzlich ein, uns auf der Messe in Essen zu besuchen:
"E-world energy & water 2013"
Dienstag, 05.02.2013 bis Donnertag, 07.02.2013,
Dienstag und Mittwoch von 9:00 bis 18:00 Uhr sowie Donnerstag von 9:00 bis 17:00 Uhr, Messe Essen, Norbertstraße 2, 45131 Essen,

Halle 3, Stand 3-370

Hinweis: Seit dem ersten März 2012 heißt die Fachhochschule Gelsenkirchen "Westfälische Hochschule". Der neue regionale Name zeigt die Zusammengehörigkeit der Standorte Gelsenkirchen, Bocholt und Recklinghausen. Auch unter ihrem neuen Namen lebt die Fachhochschule ihre mittlerweile über zwanzigjährige Tradition berufsnaher akademischer Ausbildung sowie anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung.

Dr. Barbara Laaser | idw
Weitere Informationen:
http://www.w-hs.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2016 vernetzte medizinische Systeme und Menschen
23.11.2016 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Kompakter und individuell einstellbarer Schutz für alle Anwendungen
18.11.2016 | PHOENIX CONTACT GmbH & Co.KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie