Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Wien präsentiert Innovationen in Nürnberg

04.11.2013
Auch 2013 ist die TU Wien als Aussteller auf der Messe SPS IPC Drives in Nürnberg präsent und stellt industriell erfolgreiche Neuerungen vor.

Die TU Wien präsentiert Innovationen, die sich im industriellen Einsatz bereits bewährt haben, einem breiten internationalen Industriepublikum. Auf der SPS IPC Drives, der wichtigsten Fachmesse für Elektrische Automatisierung, werden gleich mehrere technologische Neuerungen der TU Wien präsentiert, darunter auch ein industrieller Batterie-Schnelltester, der weltweit zum ersten Mal präsentiert wird. Von 26. bis 28. November 2013 können die TU-Exponate auf der Messe besichtigt werden.

Die TU Wien auf der SPS IPC drives:
Halle 4 – Stand 575
Wir laden Sie herzlich zu einer individuellen Presseführung ein und ersuchen um kurze Mail an forschungsmarketing@tuwien.ac.at

Batterie-Schnelltester

Dass Batterie-Ladezustandsanzeigen nicht immer besonders zuverlässig sind, erlebt man jeden Tag – etwa beim Handy oder bei der Fotokamera. Bei großen Batterien, bei denen die Belastung zeitlich stark variiert, beispielsweise in Hybrid- oder Elektro-Fahrzeugen, ist dieses Problem noch viel schwerwiegender. Für genaue Ladezustandsanzeigen benötigt man ein mathematisches Modell, mit dem sich das Verhalten der Batterie in möglichst allen Situationen beschreiben lässt. Ein Forschungsteam der TU Wien hat sich darauf spezialisiert, solche Modelle aus wenigen, optimal maßgeschneiderten Versuchsmessungen abzuleiten. Normalerweise wird das Testergebnis umso genauer, je länger man misst. Doch Zeit ist Geld: Längere Messungen sind teurer und verbrauchen Ressourcen. Bei optimaler Planung der Messung lässt sich auch mit kurzen Testsignalen die nötige Information auslesen.

Besonders bei Hochleistungseinsätzen, in denen sich die Beanspruchung der Batterie zeitlich stark ändert, ist die datenbasierte Lösung der TU-Forschungsgruppe äußerst nützlich. Auch für den Bau von batteriebetriebenen Invertern benötigt man das vom Ladungszustand abhängige Spannungsverhalten der Batterie - sowohl für das Design des Inverters als auch für die weitere Optimierung des Gesamtsystems, in dem dieser verwendet werden soll. Auch hier ermöglicht die TU-Methodik Zeitgewinn und Kostenreduktion.

Der industrielle Batteriezelltester zur präzisen Bestimmung des Ladezustandes einer Batteriezelle wird auf der SPS IPC Drives 2013 erstmals dem Fachpublikum öffentlich präsentiert.

Qualitätssicherung im parallelen Engineering von Industrieanlagen - mit dem Automation Service Bus© (ASB)

Automatisierung hat nicht nur mit dem optimierten Betrieb von Maschinen und Gesamtanlagen zu tun, sondern auch mit der Optimierung von Planungs- und Instandhaltungsabläufen. Wie lässt sich das Zusammenspiel einer Vielzahl von Fachbereichen und beteiligten Personen bei einem Großprojekt sinnvoll überblicken? Wenn etwa ein Sensor in einem Gerät geändert wird – auf welche Weise müssen dann auch ExpertInnen aus dem Software- oder Maschinenbaubereich anderer Anlagenteile davon informiert werden?

Bestehende Softwarelösungen aus den einzelnen Bereichen greifen nicht nahtlos ineinander, vorhandene Lücken werden durch Behelfsimplementierungen und informell organisierten Datenaustausch nur aufwändig und nicht ausreichend zuverlässig geschlossen. Prof. Stefan Biffl und sein Team entwickeln an der TU Wien Softwarelösungen, mit denen Planung, Inbetriebnahme und Management von industriellen Anlagen und industriellen Prozessen einfacher und effizienter werden. Heute spricht man von verteiltem Anlagen-Engineering. Dafür wurde gemeinsam mit dem Industriepartner logi.cals der Automation Service Bus® (ASB) entwickelt.

Auf der SPS IPC Drives 2013 werden u.a. folgende Neuerungen des Automation Service Bus® (ASB) präsentiert:

Die Semantic Dropbox – sie ermöglicht die automatische Synchronisation von Planungsdaten zwischen heterogenen Software-Werkzeugen unterschiedlicher Fachbereiche. Das Multi-Model-Dashboard – es erlaubt die übergreifende Beobachtung definierter Datenpunkte in Planungsdokumenten von Projektkonsortien mit heterogenen Datenmodellen.

Intelligente, sensorlose Regelung für Elektromotoren

Bei vielen Antrieben setzt man heute Permanentmagnet-Synchronmotoren ein, besonders in der Robotik und bei Werkzeugmaschinen. Sie zeigen eine hervorragende Regeldynamik und haben im Leistungsbereich von einigen kW einen Wirkungsgrad von etwa 90% gegenüber 85% von Asynchronmotoren. Das macht sie für Hersteller, die auf Energieeffizienz bedacht sind, immer attraktiver. Von batteriebetriebenen Fahrzeugen über die Heizungs- und Klimatechnik (24/7 Betrieb) bis hin zum Einsatz in Haushaltsgroßgeräten (Energieeffizienzklasse A+++) werden sie zunehmend eingesetzt.

Viele sinnvolle Anwendungen von Permanentmagnet-Synchronmotoren werden derzeit deshalb noch nicht realisiert, weil bisher die Verwendung eines Lagesensors als notwendig erachtet wurde – dies vor allem dann, wenn ein hohes Anfahrmoment gewünscht wird. Von Prof. Manfred Schrödl und seiner Arbeitsgruppe an der TU Wien wurde eine Regelung entwickelt, die ohne eigenen Bewegungs- oder Lagesensor auskommt und dennoch das maximale Drehmoment – entsprechend der Stromaufnahme - in jedem Betriebspunkt sicherstellt. Sie erlaubt, Motoren vom Stillstand weg unter veränderlicher Last „ruckelfrei“ gezielt zu beschleunigen und zu bremsen.

Heuer wird auf der SPS IPC Drives u.a. demonstriert, wie ein Lüfter mit einem Permanentmagnet-Synchronmotoren ohne Drehzahlgeber innerhalb kürzester Zeit, in nur 0,5 Sekunden, auf volle Umdrehungszahl hochgeregelt werden kann.

Weiters werden Ergebnisse von fortgeschrittenen Studentenprojekten ausgestellt, an denen die hohe Anwendungsorientierung ersichtlich wird, die im Rahmen eines Studiums an der TU Wien möglich ist – z.B. ein Solar-Wagen.

Zu Ihrer Verwendung haben wir nähere Informationen über diese Neuerungen und Fotos zum Download bereit gestellt auf www.tuwien.ac.at/sps2013

Am TU-Stand, in Halle 4 - Stand 575, zeigen wir Ihnen gerne auf einem individuellen Presse-Rundgang mit den Experten der TU Wien auch weitere Details.

Rückfragehinweis:
Dipl.-Ing. Peter Heimerl
Forschungsmarketing
Technische Universität Wien
Karlsplatz 13, 1040 Wien
T: +43-664-605883320
forschungsmarketing@tuwien.ac.at
Aussender:
Dr. Florian Aigner
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Wien
Operngasse 11, 1040 Wien
T: +43-1-58801-41027
florian.aigner@tuwien.ac.at

TU Wien - Mitglied der TU Austria www.tuaustria.at

Dr. Florian Aigner | Technische Universität Wien
Weitere Informationen:
http://www.tuwien.ac.at/sps2013

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht Designvielfalt für OLED-Beleuchtung leicht gemacht
21.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics