Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens bringt Kurz- und Erdschlussüberwachung für Freileitungsnetze auf den Markt

09.11.2015

European Utility Week, 3. bis 5. November 2015 in Wien

Für eine kontinuierliche Verbesserung der Transparenz von Verteilnetzen sollte man die maßgeblichen Gegebenheiten im örtlichen Netz genau kennen. Erreicht wird dies durch die Nutzung aller verfügbaren, mit dem System verbundenen Quellen.

Siemens bietet dafür ein umfangreiches Portfolio für die Netzüberwachung an, bestehend aus Lösungen für die Messung, Erfassung und Meldung notwendiger Informationen aus dem Verteilnetz. Mit Hilfe dieser Daten kann der Netzbetreiber die Netzqualität bestimmen, anpassen und verbessern.

Mit dem Kurz- und Erdschlussüberwachungssystem Sicam FSI (Fault Sensor Indicator) rundet Siemens jetzt sein Angebot zur Überwachung von Verteilnetzen ab. Während die digitalen Kurzschlussüberwachungsgeräte Sicam FCM (Feeder Condition Monitor) und Sicam FPI (Fault Passage Indicator) in Kabelnetzen zum Einsatz kommen, meldet das neue System Kurz- und Erdschlüsse im Mittelspannungsfreileitungsnetz.

Siemens hat das Gerät zum schnellen Lokalisieren und Melden von Fehlern im Freileitungsnetz entwickelt und zur Befestigung direkt auf dem Freileitungsseil konzipiert. Die genaue Fehlerortbestimmung und Information an die Instandhaltungsteams sorgt für eine deutliche Reduzierung der Ausfallzeiten. Da die Fehlersuche in der Regel zeit- und somit kostenintensiv ist, kann der Netzbetreiber so auch Personalkosten senken.

Zur Identifizierung von Kurz- und Erdschlüssen im Mittelspannungsfreileitungsnetz erfasst Sicam FSI die aktuellen Strom- und Spannungswerte auf der Leitung. Daraus bildet das Gerät Minimum-, Maximum- und Mittelwerte, um durch festgestellte Überströme und Unterspannungen Fehler anzeigen zu können. Der Sicam FSI lässt sich über einen QR-Code am Gerät identifizieren und mit einem Web-Browser, anstelle von DIP-Schaltern, konfigurieren. Die Auslösewerte können stufenlos eingestellt werden.

Siemens liefert das Kurzschlussüberwachungssystem in zwei Ausführungen: mit lokaler optischer Anzeige (LED) und mit zusätzlicher Kommunikationsmöglichkeit. Das Gerät baut die Kommunikation mit dem vorgeschalteten und am Mastfuß montierten Kommunikationsgerät Sicam FCG (Fault Collector Gateway) über eine verschlüsselte und gesicherte Funkverbindung auf.

In beiden Ausführungen leuchten im Fehlerfall rote LED. Unterschiedliche Blinkfrequenzen, je nach Fehlertyp und Ursache, ermöglichen eine präzise Fehlerdiagnose. Allerdings muss bei der Lösung ohne Kommunikationsanbindung ein Fehler im überwachten Netzabschnitt durch Kontrollfahrten lokalisiert werden.

Bei der Ausführung mit Kommunikation wird der Fehler verschlüsselt an das zugehörige Sicam FCG gesendet und über eine gesicherte Verbindung auf Basis des Mobilfunkstandards GPRS (General Packet Radio Service) per Fernwirkprotokoll IEC 60870-5-104 weiter an die übergeordnete Netzleitstelle übermittelt. Ein Akku im Steuerkasten, der von Photovoltaikmodulen geladen wird, versorgt das Gerät mit der Betriebsspannung. Durch die Funkverbindung zur Netzleitstelle erübrigen sich Streckenkontrollfahrten.

Pro dreiphasiges Leitungssystem installiert der Netzbetreiber drei Sicam-FSI-Geräte. Bei einem Meldesystem mit Funkverbindung kann ein Kommunikationsgerät Sicam FCG die Daten von maximal neun Kurzschlussüberwachungsgeräten Sicam FSI empfangen und weiterleiten. Die Entfernung zwischen Überwachungsgerät und Kommunikationsgerät darf maximal einhundert Meter betragen. Sicam FSI arbeitet wartungsfrei mit einer Batterielebensdauer von zehn Jahren.

Weiteres Pressematerial zur EUW 2015 finden Sie hier:
www.siemens.com/presse/european-utility-week-2015

Mehr über die Siemens-Division Energy Management finden Sie unter www.siemens.de/energy-management


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 343.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com


Reference Number: PR2015110067EMDE


Ansprechpartner
Herr Dietrich Biester
Division Energy Management
Siemens AG

Freyeslebenstr. 1

91058 Erlangen

Tel: +49 (9131) 7-33559

dietrich.biester​@siemens.com

Dietrich Biester | Siemens Energy Management

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht COMPAMED 2017 zeigte neue Fertigungsverfahren für individualisierte Produkte
06.12.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

nachricht Schlanke Motorsteuergeräte schaffen Platz im Schaltschrank erweitert RiLine Compact - Portfolio
30.11.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Alternativer Entstehungsprozess für Blutkrebs entschlüsselt

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Beschichtung bei Industrieanlagen soll Emissionen senken

12.12.2017 | Materialwissenschaften

Zeigt her Eure Blätter - Gesundheitscheck für Stadtbäume

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie