Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schlussbericht MEDICA 2012: Einkaufsmacht konzentriert sich immer mehr

19.11.2012
Top-Entscheider aus den kaufmännischen Bereichen gewinnen an Gewicht

Der Nachfragemarkt für Medizintechnik und Medizinprodukte verändert sich weltweit und die Anbieter geben darauf die passenden Antworten mit ihren Lösungen für eine qualitativ gute, aber auch wirtschaftliche medizinische Versorgung.

Überzeugen konnte sich davon jeder in Düsseldorf im Rahmen der weltgrößten Medizinmesse MEDICA sowie der führenden Fachmesse für den Zuliefermarkt der medizintechnischen Fertigung, der COMPAMED. Dem Leitmotto "Be part of the No. 1" folgte die Fachwelt aus Arztpraxen, Kliniken, Labors, Handel, Industrie und der Gesundheitswirtschaft, zeigte an den vier Messetagen (14. - 17. November) eindrucksvoll Präsenz und sorgte für stabile Besucherzahlen in den voll ausgelasteten Messehallen.

Ein Trend, der sich schon seit Jahren bei der MEDICA abzeichnete, hat sich verstärkt: Es kommen immer mehr Top-Entscheider, auch aus kaufmännischen Bereichen. Insgesamt verfügen 93 Prozent der 130.600 Fachbesucher (2011: 134.500) über Entscheidungskompetenz. Da medizinisches Fachpersonal der mittleren Arbeitsebene besonderen Reiserestriktionen unterliegt, ist zudem der Anteil der internationalen Besucher (mit längeren Reisewegen) starkes Indiz für eine hohe Entscheiderquote bei der MEDICA. Jeder Zweite kam aus dem Ausland, aus insgesamt mehr als 120 Ländern.

"Die MEDICA ist Spiegelbild des Marktes. Die weltweit knappen Budgets der Gesundheitssysteme führen dazu, dass kaufmännische Abteilungen und die Krankenkassen sich immer mehr in Investitionsentscheidungen einschalten. Außerdem konzentriert sich die Einkaufsmacht in Klinikverbünden und -ketten auf immer weniger TOP-Entscheider", erklärt Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf. Zugleich sieht Schäfer darin eine Bestätigung der mit dem MEDICA-Beirat abgestimmten langfristig angelegten Marketing-Strategie: "Mit neuen Veranstaltungsformaten wie dem MEDICA ECON FORUM, dem neu ausgerichteten MEDICA HEALTH IT FORUM, den englischsprachigen Seminaren im MEDICA TECH FORUM oder auch zielgruppengenauen Themen-Kampagnen sprechen wir die aus Sicht der Aussteller maßgebenden Entscheider direkt an. Denn an den Ständen wird nach Klasse und nicht Masse verlangt."

Die Rolle der MEDICA als Nr. 1-Marktplattform für internationale Geschäfte unterstreicht Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer ZVEI - Fachverband Elektromedizinische Technik: "Gerade kleine und mittelständische Unternehmen aus Deutschland können die MEDICA hervorragend als Plattform nutzen, um wichtige Auslandsmärkte zu erschließen. Die starke Nachfrage nach Medizintechnikprodukten `made in Germany´ und der starke internationale Charakter der Messe - beides ergänzt und fördert sich gegenseitig."

Der hohe Internationalitätsgrad der MEDICA auf der Besucherseite dürfte demnach ganz nach dem "Geschmack" der Anbieter (MEDICA 2012: 4.554 Aussteller aus 64 Nationen) sein. Maßgeblich dazu bei tragen jedes Jahr auch die zahlreichen Besuchergruppen aus anderen Ländern, diesmal z. B. aus Südamerika, Nordafrika und Asien.

Der MEDICA-Kongress war mit mehreren tausend Teilnehmern durchgehend gut besucht und bot an allen Veranstaltungstagen ein umfangreiches Themenspektrum von der Intensivmedizin bis zur Naturheilkunde.

Als fester Bestandteil der MEDICA widmete sich der 35. Deutsche Krankenhaustag, die führende Informations- und Kommunikationsplattform für alle Entscheider der Kliniken in Deutschland, in diesem Jahr unter dem Leitthema "Zukunftsbranche Gesundheit - Priorität Personal" vor allem Aspekten des Personalmanagements. Unter den 2.100 Teilnehmern war als prominentester Besucher Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Er würdigte in der Auftaktveranstaltung die herausragende Stellung der Gesundheitsbranche als eine der wenigen Wachstumsbranchen, die in den nächsten Jahren sichere und stabile Arbeitsplätze bieten könne.

Zulieferer - beste Partner für Produktentwicklung

In Verbindung mit der MEDICA fand die COMPAMED statt, die mit 645 Ausstellern aus 34 Nationen international führende Fachmesse speziell für die Zulieferer der Medizintechnik-Industrie. In den beiden Messehallen (8a und 8b) konnten sich die mehr als 16.000 Besucher vor allem ein Bild davon machen, wie eng mittlerweile die Zulieferer mit den Medizintechnik-Anbietern hinsichtlich der Produktentwicklung zusammenarbeiten. Aktuelle Trends des Zuliefermarktes behandelten zudem die zwei in die COMPAMED integrierten Fachforen, die sich gezielt an Experten für Produktionsprozesse und die Produktentwicklung richteten.

Informationen online:

http://www.medica.de und http://www.compamed.de

Termin der nächsten MEDICA in Düsseldorf: 20. - 23.11.2013 Termin der nächsten COMPAMED in Düsseldorf: 20. - 22.11.2013

Pressebilder online:
http://fotoservice.messe-duesseldorf.de/medica
Pressekontakt:
Messe Düsseldorf GmbH
Pressereferat MEDICA und COMPAMED 2012
Martin-Ulf Koch/ Larissa Browa
Tel. +49-(0)-211-45 60-444/-549
FAX +49-(0)-211-45 60-8548
Email. KochM@messe-duesseldorf.de

Martin-Ulf Koch | Messe Düsseldorf GmbH
Weitere Informationen:
http://www.messe-duesseldorf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"
24.05.2017 | Universität Ulm

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften