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ready, dyscrete und mehr: Wegweisende Projekte aus der Bauforschung auf der BAU 2015 in München

09.01.2015

Die Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesbauministeriums und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung präsentiert auf der Messe BAU 2015 in München Technologien, Werkzeuge und Verfahren für das nachhaltige und kostengünstige Planen und Bauen.

Die Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesbauministeriums und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung präsentiert auf der Messe BAU 2015 in München Technologien, Werkzeuge und Verfahren für das nachhaltige und kostengünstige Planen und Bauen. Besucher sind eingeladen, sich vom 19. bis 24. Januar am Messestand 202 in der Halle B 0 über Ergebnisse der Forschungsinitiative zu informieren.

Ein Schwerpunkt des Messestandes sind Lösungen für mehr Energieeffizienz und für den Einsatz Erneuerbarer Energien in Gebäuden. Modelle des Netzwerks Effizienzhaus Plus dienen dem Austausch zum neuen Gebäudestandard „Effizienzhaus Plus“. Dieser ist ein wichtiger Baustein der Aktionsprogramme für Energieeffizienz und für Klimaschutz der Bundesregierung. Vorgestellt werden darüber hinaus neue Online-Werkzeuge für das nachhaltige Bauen.

Die Baustoffdatenbank ÖKOBAU.DAT, das Ökobilanzierungstool eLCA und das Baustoffinformationssystem WECOBIS ermöglichen es, die Umweltwirkungen von Gebäuden zu bestimmen und vermeidbare gesundheitliche Risiken von Baustoffen und Bauprodukten abzuschätzen. Planungs- und Ausschreibungshilfen benennen die ökologischen Anforderungen an Bauproduktgruppen. Die Instrumente richten sich an Architekten, Planer und Bauausführende.

Ergebnisse aus der Antragsforschung der Initiative zeigen innovative Lösungen für Bauprodukte und -systeme: Das Null-Energie-Mauerwerk „OEneMau“ ist eine hocheffektive Dämmtechnik mit geringem Durchmesser für zweischaliges Mauerwerk. Die „Fenstermaschine“ bietet Lösungen für eine energetisch optimierte Sanierung im Bestand. Die Fensterelemente vereinen verschiedene Funktionen wie Sonnen- und Blendschutz, Lüftung und Wärmetauscher bzw. Elektrifizierung und Gebäudeautomatisierung in einem Bauteil. Das technologische Potenzial einer „Low Cost Energie Source“ hat der mittels elektrochemischer Reaktion Energie erzeugende Beton „Dyscrete“. Er verwendet – ähnlich der Photosynthese bei Pflanzen – organische Farbstoffe für die Absorption von Licht.

Weiterer Schwerpunkt des Messestandes ist das barrierefreie und altengerechte Bauen. Der jüngst vom Bundesbauministerium veröffentlichte Leitfaden Barrierefreies Bauen ist Ideengeber für Bauherren, Architekten und Planer sowie Nutzer öffentlicher Gebäude und Arbeitsstätten, Zugänglichkeit für alle sicher zu stellen. Vorgestellt wird auch ein neues Modell für altengerechte Wohnungen. Unter dem Leitbegriff „ready“ definiert es Grundregeln für den Neubau von Wohnungen, die sich im Bedarfsfall schnell und kostengünstig anpassen lassen, etwa wenn ein Bewohner plötzlich auf Pflege angewiesen ist.

Interessierte sind eingeladen, neben dem Messestand auch den Kongress „Sparst Du noch oder baust Du schon“ und weitere Workshops, Foren und Symposien der Forschungsinitiative zu besuchen: Weitere Informationen unter http://www.forschungsinitiative.de sowie unter http://www.bmub-kongress-bau.de.

Kontakt

Christian Schlag
Stab Direktor
Tel. :+49 228 99401-1484
christian.schlag@bbr.bund.de

Guido Hagel
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Referat II 3 – Forschung im Bauwesen, Gebäudemanagement
Tel.: +49 22899 401-1482
guido.hagel@bbr.bund.de

Folgen Sie dem BBSR auf Twitter: http://www.twitter.com/bbsr_bund

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Es berät die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.

Christian Schlag | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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