Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Niedersachsen auf der ILA 2010

09.06.2010
Niedersachsen hebt ab: Stärken in der Luft- und Raumfahrt

Mehr als 1000 Aussteller zeigen auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA in Berlin die neueste Technologie aus Luft- und Raumfahrtindustrie. Mit dabei sind vom 8. bis zum 13. Juni 2010 auch zahlreiche niedersächsische Spezialisten.

Denn Niedersachsen ist einer der bedeutendsten deutschen Standorte in der Luft- und Raumfahrt: Hier simulieren über 260 Unternehmen mit rund 30.000 Mitarbeitern nicht nur den Flugverkehr der Zukunft, sondern backen auch leichte Flugzeugflügel, bauen leistungsstärkste Kameras für das Weltall und entwickeln windschnittige Triebwerke.

Effizienter Fliegen

Flugzeuge der Zukunft schwingen sich in Braunschweig in die Lüfte: Am dortigen Forschungsflughafen und dem Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) entsteht zurzeit das erste bürgernahe Flugzeug. Es ist besonders leise, sicher und leistungsstark – und soll von kürzesten Startbahnen abheben können. Am PC, im Simulator und auf dem tatsächlichen Rollfeld proben hier Wissenschaftler, wie Flugzeuge noch aerodynamischer gestaltet werden können. Denn: So sparen sie Treibstoff und sind leiser unterwegs.

Nicht nur Know-how für die Flieger der Zukunft, auch die heutigen Flugzeuge entstehen teilweise in Niedersachsen: Bei Premium Aerotec in Nordenham und Varel entstehen große Bleche und CFK-Schalen für die luftigen Transportmittel, aber auch Montagevorrichtungen; MTU Maintenance in Hannover wartet Triebwerke.

Flugzeuge auf Diät

In Stade backen Firmen Flugzeugflügel und zwar aus dem Leichtbaustoff der Zukunft, den kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK). 30 Prozent Gewicht sparen die neuen Bauteile ein. Vor den Toren des Airbuswerkes entstehen hier die A380 sowie die neue A350, die schon zu 50 Prozent aus dem leichten, aber dennoch festen Faserverbundstoff besteht. Im europaweit führenden Cluster CFK-Valley werden so sparsamere Flugzeuge gebaut.

Windige Tests

Ob Flugzeug, Satellit oder Raumfahrzeug: Fast kein Weg führt für die Flieger am DLR Göttingen vorbei. In mehreren Windkanälen sorgen Forscher hier für windschnittige Fluggefährte der Zukunft. Im europaweit einzigartigen Windkanal rast hier Luft mit zehnfacher Schallgeschwindigkeit (12.000 km/h) durch den 62 Meter langen Kanal. Hier untersuchen Forscher, welche Fliegerformen besonders effizient durch die Atmosphäre zischen. Zurzeit arbeiten sie an windschnittigen Triebwerken und einem scharfkantigen Raumfahrzeug mit einzigartigem Hitzeschild.

Augen im All

Wenn die neuen Raumfahrzeuge dann abheben, sind auf den ESA- und NASA-Missionen Kameras und Instrumente aus Niedersachsen mit an Bord. Derzeit haben die Systeme der Universität Göttingen und des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung aus Katlenburg-Lindau (MPS) den Weltraum vom gigantischen Sonnensturm bis zum kleinsten Molekül im Blick und sammeln vor allem präzise Daten. Zum Beispiel im Herschel-Satelliten der europäischen Raumfahrtagentur ESA entdeckt und analysiert Know-how aus Niedersachsen chemische Elemente. Die Entwickler wollen mit den Daten die Entstehung von chemischen Elementen aufklären. Kameras aus Göttingen und Katlenburg-Lindau haben keine kleinen Moleküle, sondern gleich die Sonne im Blick. Die sogenannten Secchi-Kameras untersuchen Explosionen auf der Sonne. Diese können, weil sie gigantische Gaswolken voller Strahlung ins All schleudern, für Astronauten gefährlich werden.

Weiteres über Niedersachsens Stärken in der Luft- und Raumfahrt erfahren Sie auf der ILA in Berlin im Niedersachsen-Chalet (Halle 11/328, Chalet/33).

Kontakt: Eva-Maria Rexing, Tel.: 0511/76072624, E-Mail: rexing@nds.de

Annika Kielmann | Innovatives Niedersachsen GmbH
Weitere Informationen:
http://www.innovatives.niedersachsen.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise