Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltige Lösungen für die Zukunft mit Licht

20.05.2011
LEDs erhellen Räume energiesparend, Solarmodule erzeugen Strom und Wärme, optische Sensoren überprüfen die Qualität von Lebensmitteln – die Einsatzmöglichkeiten von optischen Technologien sind vielfältig.

Im Fraunhofer-Innovationscluster Green Photonics in Jena bündeln Industrie, Wissenschaft, Bund sowie der Freistaat Thüringen ihre Kompetenzen, um Licht nachhaltig zu nutzen und drängende Zukunftsfragen zu lösen. Auf der Messe LASER World of PHOTONICS 2011 wird der Cluster »Green Photonics« am 24. Mai 2011 um 13.00 Uhr im Forum der Halle B2 eröffnet.

Lichter machen die Nacht zum Tag. Laternen beleuchten ganze Straßenzüge, Leuchtreklamen zieren Geschäfte und Kaufhäuser, und zuhause brauchen wir nur den Lichtschalter zu drücken, um die Dunkelheit im Wohnzimmer zu vertreiben. Der Energiebedarf dieses Lichtermeers ist enorm: Nahezu 20 Prozent des elektrischen Stroms werden weltweit für Beleuchtung eingesetzt. Forscher und Industriepartner wollen nun gemeinsam gezielte Maßnahmen entwickeln, um hier Energie einzusparen. Eine Möglichkeit eröffnen LED-Technologien. Diese werden in vielen Bereichen nur vereinzelt eingesetzt – beispielsweise bei der Strassenbeleuchtung. Zudem gibt es noch keine Standards für LED-Leuchtmittel, so dass es vor allem für die mittelständische Industrie schwierig ist, neue Konzepte umzusetzen und das Potenzial der LEDs auszuschöpfen.

Die Beleuchtung ist nur eines der Zukunftsfelder, die Mitarbeiter der Wirtschaft, Wissenschaft, des Bundes und des Freistaates Thüringen im Innovationscluster Green Photonics gemeinsam erschließen wollen, um so die Grundlagen für nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Der Innovationscluster wird auf der Messe LASER World of PHOTONICS 2011 am 24. Mai 2011 um 13 Uhr in München eröffnet. Neben dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena beteiligen sich die Technische Universität Ilmenau, das Institut für Photonische Technologien sowie 22 Unternehmen, die meisten aus der Region Jena.

Der Bund und der Freistaat Thüringen unterstützen den Innovationscluster. Ziel ist es, neue Potenziale für optische Technologien zu erschließen und Beiträge zur Lösung dringender Zukunftsfragen zu leisten: »Der Einsatz von ressourcen- und umweltschonenden optischen Technologien ist ein Thema mit enormem Wachstumspotenzial. Mit dem Innovationscluster Green Photonics streben wir an, Innovationsmotor für grüne Lösungen in der Optik und Photonik zu werden«, sagt Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Leiter des IOF und Fachkoordinator des Innovationsclusters. Thüringen gehört zu den wichtigsten Optikstandorten in Europa. Die Thüringer Optik- und Photonik-Industrie umfasst aktuell über 170 zumeist kleine und mittlere Unternehmen.

13.750 Beschäftigte erarbeiten einen Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro mit einer Exportquote von nahezu 70 Prozent. Eine Befragung von Mitgliedsunternehmen im OptoNet e.V., dem Thüringer Kompetenznetz Optische Technologien im Frühjahr 2010 hat ergeben, dass gegenwärtig mehr als 10 Prozent des Umsatzvolumens im Geschäftsfeld Green Photonics erzielt werden. Internationale Experten erwarten eine positive Marktentwicklung – sie prognostizieren jährliche Wachstumsraten von über 20 Prozent.

Den ersten Förderbescheid erhalten die Forscher des IOF und die Mitarbeiter der Jenaer asphericon GmbH bereits auf der Eröffnungsveranstaltung des Innovationsclusters durch den Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie Jochen Staschewski. Das Experten-Team wird jetzt damit beginnen, eine Methode zu erarbeiten, mit der sich asphärische Linsen präziser als bisher in Hochleistungsobjektive einsetzen lassen. Asphärische Linsen sind leistungsfähiger als traditionelle. Der Grund: Durch ihre komplexere Form werden Abbildungsfehler vermieden. Zudem kann eine ashpärische Linse mehrere traditionelle, sphärische, Linsen ersetzen – die Objektive werden dadurch kleiner und leichter. Die Linsen präzise in die Objektive zu montieren ist jedoch schwierig: Sie müssen gerade sitzen, die optische Achse muss genau ausgerichtet sein. Die Forscher wollen nun eine Montagemethode entwickeln, die für sphärische Linsen bereits verwendet wird, das Justierdrehen. Dabei kleben die Wissenschaftler die Linse in eine Metallfassung, spannen diese in eine Drehmaschine und richten die Linse so aus, dass die optische Achse mit der Spindelachse der Maschine übereinstimmt. Ist dies gelungen, bearbeiten die Forscher die Metallfassung so, dass die Linse im Objektiv präzise sitzt und nicht verrutschen kann.

Dr. rer. nat. Brigitte Weber | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2010-2011/17/zukunft-mit-licht.jsp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Effizienz steigern, Kosten senken!
17.08.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Maßgeschneiderte Lösungen für APos-Maschinen: Kamerasystem Keyence CV-X100
11.08.2017 | Heun Funkenerosion GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie