Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heli Trainer setzt neue Maßstäbe bei der Pilotenausbildung

18.05.2010
Im Rahmen der internationalen Luftfahrt-Leitmesse ILA präsentiert die Heli Aviation GmbH gemeinsam mit der KUKA Roboter GmbH und dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik einen neuartigen Hubschrauber-Flugtrainer. Vom 8. bis 13. Juni 2010 wird die erste Entwicklungsphase auf dem Messegelände am Flughafen Berlin Schönefeld, Halle 1, Stand 127, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bei der Ausbildung von Hubschrauberpiloten sind die ersten Flugstunden besonders intensiv und gefährlich. Daher wurden bereits einige Ansätze zur Simulation unternommen. Einen neuen Weg hingegen gehen das Luftfahrtunternehmen Heli Aviation GmbH, der Roboter-Technologieführer KUKA Roboter GmbH und die Abteilung "Wahrnehmung, Kognition und Handlung" des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik mit der gemeinsamen Entwicklung des Heli Trainers.


Der Heli Trainer wird auf der Flugmesse ILA erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Der vier bis sechs Meter hohe Flugsimulator kann mit einem Joystick gesteuert werden.
Foto: Jo Teichmann

Das Ziel der gemeinsamen Entwicklung ist ein realistischer Flugtrainer, der es ermöglicht Piloten effektiv, sicher und wirtschaftlich zu trainieren. Die Qualität der Ausbildung bleibt dabei erhalten. Denn kritische Flugmanöver können beliebig oft wiederholt und bis zum sicheren Absturz simuliert werden, während bei der praktischen Flugausbildung der Fluglehrer sofort beim Einleiten falscher Steuereingaben eingreifen muss.

Durch den Einsatz des Heli Trainers benötigt ein angehender Pilot daher weniger Zeit um das Gefühl für die Bewegungen zu entwickeln, versteht die Folgen seiner Steuereingaben besser und erlernt Manöver in einer sicheren Umgebung mit einer steileren Lernkurve.

Bei der technischen Umsetzung ist eine der größten Herausforderungen, Bewegungen komplexer realer Systeme auf engstem Bewegungsraum so wiederzugeben, dass ein Pilot glaubt, sich in einem realen Luftfahrzeug zu befinden. Stewart-Plattformen sind dabei die am häufigsten verwendeten Bewegungssimulatoren, da sie hohe Nutzlasten bewegen und zudem hohe Beschleunigungen ausführen können. Ein großer Nachteil ist dabei ihr begrenzter Arbeits- und Bewegungsraum.

Daher verfolgt der Heli Trainer einen neuen Ansatz basierend auf dem, vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik zur Bewegungs-simulation weiterentwickelten KUKA Roboter vom Typ KR 500 TÜV. An dem 6-achsigen Schwerlastroboter mit einer Traglast von bis zu 500 kg ist eine Hubschrauberzelle Typ Guimbal Cabri G2 befestigt. In ihr können ein bis zwei Personen Platz nehmen und in dem Original Cockpit realistische Hubschraubermanöver trainieren. Der Roboter des Augsburger Unternehmens ist der weltweit einzige zur Personenbeförderung zugelassene Industrieroboter. Durch seine sechs Freiheitsgrade und seine Bauform bietet der Roboter einen wesentlich größeren Arbeits- und Bewegungsraum als herkömmliche Plattformen. Optional wird der Roboter um eine zusätzliche Verfahrachse für reale An- und Abflugmanöver erweiterbar sein.

Über die Heli Aviation GmbH - www.heli-aviation.de
Die Heli Aviation GmbH ist aus der etablierten Rainbow Helicopters GmbH hevorgegangen und blickt auf über 17 Jahre Erfahrung in der gewerblichen Fliegerei zurück. Mit drei Standorten in Wallerstein, Worms und Teneriffa ist Heli Aviation eines der führenden Hubschrauberunternehmen in Deutschland. Unter der neuen Firmierung werden die Hubschrauber-Dienstleistungen weiter ausgebaut und bilden das traditionelle Standbein der drei Leistungsbereiche. Den zweiten Bereich bildet die Aus- und Weiterbildung von angehenden Privat- und Berufspiloten sowie Crews. Das dritte Segment ist die Entwicklung von Helicopter-Technolgie. Heli Aviation gehört zur mittelständischen Firmengruppe ohnhaeuser company group, die insgesamt rund 250 Mitarbeiter beschäftigt und seit über drei Jahrzehnten in der Luft- und Raumfahrt tätig ist.
Über die KUKA Roboter Gruppe - www.kuka-robotics.com
Die KUKA Roboter GmbH mit Hauptsitz in Augsburg, ist ein Unternehmen der KUKA Aktiengesellschaft und gilt als weltweit führender Anbieter von Industrierobotern. Die Kernkompetenzen liegen in der Entwicklung und Produktion sowie im Vertrieb von Industrierobotern, Steuerungen, Software und Lineareinheiten. Das Unternehmen ist Marktführer in Deutschland und Europa, weltweit an dritter Stelle. Die KUKA Robot Group beschäftigt weltweit etwa 2000 Mitarbeiter. Davon sind für die KUKA Roboter Gruppe Deutschland bundesweit etwa 1.100 Beschäftigte tätig. In 2009 wurde ein Umsatz von 330,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen ist mit 25 Tochterunternehmen in den wichtigsten Märkten in Europa, Amerika und Asien vertreten.
Über das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik - www.kyb.mpg.de
Das Max-Planck Institut für biologische Kybernetik in Tübingen forscht an der Aufklärung von kognitiven Prozessen auf experimentellem, theoretischem und methodischem Gebiet. Die Abteilung „Wahrnehmung, Kognition und Handlung“ unter Leitung von Prof. Dr. Heinrich H. Bülthoff untersucht die Wahrnehmung und kognitiven Leistungen des Menschen und verwendet hierzu Methoden aus der klassischen Psychophysik, Computersimulationen und virtuelle Welten. Rund 70 Biologen, Informatiker, Mathematiker, Physiker und Psychologen erforschen Wahrnehmungsleistungen wie Objekterkennung und -kategorisierung, sensomotorische Integration und Raumwahrnehmung. Im 2005 fertig gestellten Cyberneum werden Methoden der Computergrafik und der Virtuellen Realität für die Simulation natürlicher Umgebungen eingesetzt, um Wahrnehmung und Handlung unter kontrollierten Versuchsbedingungen in einer geschlossenen Wahrnehmungs-Handlungs-Schleife untersuchen zu können. Die Abteilung Bülthoff ist maßgeblich an verschiedenen internationalen und europäischen Forschungsprojekten beteiligt.
Anprechpartner
Martin Ostachowski (Pressekontakt)
Heli Aviation GmbH
Tel: +49 9081 2767-78
Fax: +49 9081 2767-10
E-Mail: martin.ostachowski[at]ohnhaeuser.de
Prof. Dr. Heinrich Bülthoff
Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
Tel: +49 7071 601-601
E-Mail: heinrich.buelthoff[at]tuebingen.mpg.de
Dr. Susanne Diederich (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik
Tel: +49 7071 601-333
E-Mail: presse[at]tuebingen.mpg.de
Weitere Informationen:
http://www.heli-trainer.de
http://www.heli-aviation.de
http://www.kuka-robotics.com
http://www.kyb.mpg.de

Dr. Susanne Diederich | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://kyb.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED-Produktionsanlage aus einer Hand
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP

nachricht Digitalisierung von HR-Prozessen – tisoware auf der Personal Nord und Süd
21.03.2017 | tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE