Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer ISST erstellt Werkzeug für AUTOSAR-konforme Software

03.02.2009
Mit der "aXBench" präsentiert das Fraunhofer ISST auf der Embedded World ein Softwaretool, das individuelle Softwaresysteme für Fahrzeugvarianten generiert und bewertet. Das Modell eines Trucks demonstriert seine Funktionsweise.

Was der Kunde nicht sieht, macht dem Hersteller oft die meiste Arbeit: Damit vom CD-Spieler über das Navigationsystem bis zum Bremsassistenten alle Fahrzeugfunktionen jederzeit sicher und korrekt ausgeführt werden, arbeiten in modernen Fahrzeugen bis zu achtzig eingebettete und miteinander vernetzte Systeme.

Mit zunehmender Vielfalt der Autos und deren Funktionen, müssen auch alle Systeme individuell angepasst werden - für jedes Fahrzeug einzeln ein extrem hoher Aufwand! Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST hat daher das Softwaretool "aXBench" entwickelt, mit dem die Funktionen individuell und effizient für die verschiedenen Fahrzeugmodelle und varianten zusammengesetzt werden können. Auf der Embedded World vom 3. bis 5. März in Nürnberg demonstrieren die Forscher das Werkzeug und seine Funktionsweise anhand der Blinkersteuerung eines Modelltrucks.

Warum Software selbst schreiben, wenn Computer es besser können?

Die besondere Herausforderung ist die hohe Komplexität moderner Fahrzeuge: Damit alle eingebetteten Systeme zuverlässig miteinander interagieren, müssen viele tausend Parameter und ihr Zusammenspiel berücksichtigt werden. "Wer könnte das besser erledigen als ein passendes Computerprogramm? Für einen Menschen ist dies viel zu komplex", so Markus Hardt, Leiter der Abteilung Verlässliche technische Systeme (VTS) am Fraunhofer ISST.

Entsprechend steht bei der Fraunhofer-Entwicklung das Zusammenspiel der eingebetteten Systeme in Fahrzeugfamilien und deren optimale Auslegung im Zentrum - ein Fokus, den die Werkzeuge anderer Hersteller nicht haben. Unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten können so virtuell durchgespielt und ihre Eigenschaften automatisch bestimmt werden.

AUTOSAR-konforme Systemgenerierung

Damit die "aXBench" langfristig nutzbar ist, haben die Forscher vom Fraunhofer ISST ein besonderes Gewicht auf Konformität mit AUTOSAR (Automotive Open System Architecture) gelegt. Dieser Standard für Systemarchitekturen entwickelt sich zur maßgeblichen Richtlinie bei der Zusammenarbeit von Herstellern und Zulieferern in der Automobilindustrie.

Entsprechend wird die reibungslose Umstellung auf AUTOSAR bei der Produktion von Elektrik /Elektroniksystemen zum entscheidenden Wirtschafts- und Zukunftsfaktor für viele Unternehmen - ein wichtiges Argument für die Fraunhofer-Entwicklung, denn die "aXBench" lässt sich ohne Umstellungsschwierigkeiten im laufenden Entwicklungsprozess einsetzen und in etablierte Werkzeugketten integrieren.

Wir laden Sie herzlich ein zu einer Präsentation:
3. bis 5. März 2009
Embedded World, Nürnberg
Halle 11, Stand 11-101
Informieren Sie sich auch im Vortrag:
"Dealing with Variability in Architecture Descriptions to Support Automotive Product Lines" (Vortrag auf Englisch)
Session 3.1: Automotive Software Development & Test
von Stefan Mann, Fraunhofer ISST; Georg Rock, Prostep IMP
Datum: Donnerstag, 5. März
Zeit: 10.15-10.45 Uhr
Das Fraunhofer ISST
Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST - mit Institutsteilen in Dortmund und Berlin - entwickelt Standards, Architekturen und Konzepte für den Aufbau langfristig stabiler komplexer Systeme in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen "Continuous Software Engineering" und "Informationslogistik".

Das Ziel ist es, in den sechs Geschäftsfeldern eHealthcare, Ambient Assisted Living, eGovernment, Enterprise Architectures, Embedded Systems Engineering sowie Location- and Situation-based Services zum einen die Langlebigkeit und Flexibilität komplexer Systeme sicherzustellen und zum anderen bedarfsgerechte Informationsangebote für die Systembenutzer zu entwickeln. Mit dem 2007 gegründeten "Competence Center for Processes and Architectures COMPARC" bündelt das Institut zudem Fachwissen, Methoden und Werkzeuge für die Gestaltung von Prozessen und Architekturen.

Im Sinne angewandter Forschung sieht sich das Fraunhofer ISST dabei als Mittler zwischen Wissenschaft und Praxis: Ergebnisse aus der Grundlagenforschung werden unmittelbar in industriellen Projekten umgesetzt, gleichzeitig fließen die am Institut gewonnenen Erfahrungen in die Lehre und Forschung ein. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jakob Rehof arbeiten an den beiden Standorten des 1992 gegründeten Instituts insgesamt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand 2008).

Niklas Reinhardt | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.isst.fraunhofer.de/events/events2009/events09-05.jsp
http://www.informationslogistik.org
http://www.isst.fhg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Neue Prozesstechnik ermöglicht Produktivitätssteigerung mit dem Laser
18.05.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue 3D-Kamera revolutioniert Einzelhandel
18.05.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie