Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fertigungslösungen der EMAG Gruppe – Partner in aufstrebenden Märkten

19.06.2013
Um immerhin 3,5 Prozent soll die Weltwirtschaft in diesem Jahr wachsen, so die Schätzung des Internationalen Weltwirtschaftsfonds (IWF). Allerdings kommen die Impulse weniger aus Europa, eher sorgen Schwellenländer für die entscheidende Dynamik.

Beispiel Automobilindustrie: Laut Verband der Automobilindustrie (VDA) legten die Pkw-Märkte in China (+ 59 Prozent) und Brasilien (+ 18 Prozent) zu Beginn des Jahres zweistellig zu, auch der Markt in Indien und Russland wächst schnell. Längst schon sind neue Produktionsstandorte vor Ort in Planung, die auch für den Maschinenbau große Chancen eröffnen, wie das Beispiel EMAG zeigt.


Die VT 2-4 ist eine 4-achsige Wellendrehmaschine für Wellen bis 400 mm Länge und 63 mm Durchmesser.


Die Vertikaldrehmaschinen VL 2 von EMAG sind für qualitäts- und kostenbewusste Betriebe und Lohnfertiger ausgelegt: Ein universell einsetzbares Fertigungsmittel, das durch den extrem geringen Platzbedarf und das sehr günstige Preis-Leistungs-Verhältnis besticht – automatische Be- und Entladung der Werkstücke eingeschlossen.

Die Spezialisten entwickeln schlüsselfertige Fertigungssysteme, die auf die spezifischen (Markt-)Bedingungen zugeschnitten werden. Gerade auch neue Produktionsstandorte profitieren massiv.

Ob Automobilbau oder Energiebranche – die Entwicklung von Schlüsselbranchen innerhalb der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) hat direkte Auswirkung auf den Maschinenbau, der letztlich die benötigten Produktionslösungen bereitstellen muss. Dafür gibt es eine Fülle von Anhaltspunkten. So sollen laut Germany Trade and Invest (GTAI) alleine in der russischen Exklave Kaliningrad in den nächsten Jahren 3 Milliarden Euro in sechs Montage- und fünfzehn Zulieferbetriebe der nationalen Automobilindustrie investiert werden, zudem siedeln sich immer mehr internationale Zulieferunternehmen im Land an. Ähnliches zeigt sich in Brasilien. Laut dem nationalen Automobilverband Anfavea werden bis 2015 rund 22 Milliarden US-Dollar in die Produktion investiert. In Indien zieht das Wirtschaftswachstum allgemein „eine Fülle von Investitionsvorhaben in die Infrastruktur des Landes sowie neue Industrieanlagen nach sich“, wie GTAI urteilt.

Dass der deutsche Maschinenbau auf diese Dynamik und die dahinterstehenden Chancen vorbereitet ist, zeigt idealtypisch das Beispiel EMAG. Die Spezialisten verstehen sich als „Lösungspartner“ für die metallverarbeitende Industrie – auch und gerade in den aufstrebenden Schwellenländern ist dieser Ansatz von großer Bedeutung. „Wir liefern eben nicht nur eine Werkzeugmaschine. Stattdessen geht es um gezielte Produktionslösungen, die wir in jeder Hinsicht an die Gegebenheiten anpassen und auf Kundenanforderungen zuschneiden“, erklärt Dieter Kollmar, Geschäftsführer der EMAG Holding GmbH.

„Das betrifft natürlich typische Faktoren wie gewünschte Losgrößen, Bauteilvarianten oder allgemein die Flexibilität in den Abläufen. Gleichzeitig wird aber auch die gesamte Technologie, Automation, Schnittstellen und Steuerung perfekt auf die Bedingungen vor Ort abgestimmt.“ Der Vorteil für den Kunden liegt auf der Hand – gerade wenn eine bestehende Produktion erweitert wird oder die Herstellung in einem neuen Markt gänzlich neu aufgebaut werden muss: Die Fertigungssysteme sind immer „aus einer Hand“, auch komplexe Prozesse mit Peripheriemaschinen und Einrichtungen werden schlüsselfertig bereitgestellt. Der Aufwand für die Produktionsplaner vor Ort sinkt deutlich.

VL 2: Hocheffektives Platzwunder
Dass auf der anderen Seite dieser Anspruch direkt in die Maschinenentwickelung mit einfließt, zeigen auf beeindruckende Weise die Beispiele VL 2 bzw. VT 2-4. Die VL 2 ist eine Pick-up-Drehmaschine, bei der die EMAG Ingenieure zwei extreme Ansprüche zusammenbringen: auf kleinstem Raum die größtmögliche Produktivität umzusetzen. „Das ist in der Tat der entscheidende Ansatz“, bestätigt Dieter Kollmar. „Obwohl die Vertikaldrehmaschine nur rund fünf Quadratmeter Stellplatz benötigt, wartet sie trotzdem mit einem vollwertigen Automationskonzept inklusive Transportband, Werkstückspeicher und Pick-up-Spindel auf. In Kombination mit der vertikalen Drehbearbeitung ergeben sich sehr schnelle Fertigungsprozesse.“ Anders gesagt: Kurze Wege bei der Beladung der Maschine garantieren letztlich niedrigste Stückkosten. Im Vergleich zu automatisierten Horizontal-Drehmaschinen steigt die Produktivität deutlich an. Zudem ist das Handling der VL 2 einfach. Alle Serviceeinheiten sind frei und schnell zugänglich. Der Anwender kann sie in einem Schritt einrichten. „Auch das ist natürlich wichtig für die Produktivität. Bediener ohne Erfahrung an einem neuen Standort finden sich schnell zurecht. Insgesamt ist dies eine optimale Lösung für Unternehmen, die ihre Produktion mit möglichst kleinem Investitionsaufwand erweitern wollen.“
VT 2-4: Für die anspruchsvolle Wellenproduktion
Ein ganz ähnlicher Ansatz zeigt sich bei der EMAG Vertikaldrehmaschine VT 2-4. Mit ihr haben die Spezialisten ein ebenso schnelles Fertigungssystem für die Wellenproduktion am Start. Selbst anspruchsvollste Zerspanaufgaben lassen sich direkt umsetzen. Bei der Produktion von Wellen bis 400 Millimetern Länge und 63 Millimetern Durchmesser sinken die Bauteilekosten massiv ab, weil die Span-zu-Span-Zeiten (wie bei der VL 2) extrem niedrig sind: Über Werkstückgreifer werden die Rohteile in die Maschine transportiert und nach der Bearbeitung wieder entnommen. Je nach Werkstück dauert diese Wechselzeit nur ca. 6 Sekunden. Auch der eigentliche Drehprozess vollzieht sich sehr schnell. Das Bauteil wird per 4-Achs-Bearbeitung gleichzeitig von zwei Seiten bearbeitet. Für dauerhafte Prozessicherheit sorgt dabei die vertikale Anordnung des Bauteils – durch den freien Spänefall werden Spänenester im Maschinenraum vermieden.
Zentrale Projektabwicklung
„Wir sind überzeugt davon, dass wir mit diesen EMAG typischen Lösungen optimal auf die spezifischen Bedürfnisse in den aufstrebenden Märkten, aber natürlich auch in Europa oder den USA aufgestellt sind“, bestätigt Dieter Kollmar den Ansatz. Schon die Produktionsplanung wird enorm vereinfacht – zum Beispiel auch, weil keine zusätzlichen Roh- und Fertigteilspender und überhaupt nur wenig Raum benötigt werden. Zugleich fungieren die EMAG Gruppen-Ingenieure als zentrale Projektabwickler. Sie greifen auf Maschinen mit optimierten Schnittstellen zurück, die ganz nebenbei für einen schnellen Anlauf sorgen und wartungsfreundlich sind. „Wenn es darum geht, möglichst schnell zu einer ganzheitlichen und hocheffektiven Produktionslösung zu kommen, ist dieser Ansatz aus unserer Sicht die erste Wahl.“
Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung
Oliver Hagenlocher
EMAG Gruppen-Vertriebs- und Service GmbH
Austraße 24
D-73084 Salach
Fon: +49(0)7162/17-267
Fax: +49(0)7162/17-199
e-mail:communications@emag.com
Hier einige Kurzinformationen zu den neuen Maschinen:
Einspindlige Vertikaldrehmaschine VL 2 für Werkstücke bis 100 mm Durchmesser
Drei Achsen + Revolver mit bis zu zwölf angetriebenen Werkzeugen + Automation.
Die Grundmaschine VL 2, eine dreiachsige vertikale Drehmaschine, besticht durch ihre Konstruktion: Die Basis ist der Maschinengrundkörper aus Polymerbeton MINERALIT®. An ihm ist an der Vorderseite die Arbeitsspindel auf einem Kreuzschlitten angebracht, der die Bewegungen in den Achsen X und Z ausführt. Der Revolver unterhalb der Arbeitsspindel nimmt bis zu zwölf Dreh- bzw. angetriebene Werkzeuge auf. Zudem lässt sich die Drehmaschine VL 2 mit einer Y-Achse im Revolver ausstatten.
Vertikale Wellendrehmaschine VT 2-4
Die Vertikaldrehmaschine VT 2-4 ist als 4-Achs-Maschine ausgelegt. Die hängende Hauptspindel ist mittig im oberen Bereich der Maschine installiert. Unterhalb der Spindel ist ein Reitstock angebracht. Die Werkstücke (Wellen) werden zwischen Hauptspindel und Reitstock gespannt und durch eine Lünette abgestützt. Für die Bearbeitung stehen 2 Revolver mit 12 Werkzeugplätzen zur Verfügung. Ein Werkzeugplatz wird durch den Werkstückgreifer belegt, der das Werkstück in beziehungsweise aus der Vertikaldrehmaschine transportiert. Daher sind für Bearbeitungsoperationen 11 Bearbeitungswerkzeuge vorgesehen, die sowohl mit Drehwerkzeugen als auch mit angetriebenen Werkzeugen bestückt werden können. Links und rechts vom Arbeitsraum sind geschlossene Transportbänder angebracht. Hier werden Roh- beziehungsweise Fertigteile bevorratet.

Oliver Hagenlocher | EMAG
Weitere Informationen:
http://www.emag.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht OLED auf hauchdünnem Edelstahl
21.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

nachricht Die Chancen der Digitalisierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement: vitaliberty auf der Zukunft Personal 2017
19.09.2017 | vitaliberty GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften