Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bremer Forscher an CeMAT-Highlight beteiligt: Neue Entwicklungen in Live-Logistikkette erleben

13.05.2014

Vom 19. bis 23. Mai zur Weltleitmesse der Intralogistik in Hannover: BIBA präsentiert neue Systeme bei Sonderschau „Innovative Logistiklösungen“ in Halle 27

Gleich mehrfach ist das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH an der Universität Bremen auf der Weltleitmesse der Intralogistik CeMAT in Hannover vertreten. Vom 19. bis 23. Mai stellt es dort im Rahmen der neuen CeMAT-Sonderschau „Innovative Logistiklösungen“ zwei neue Systeme vor. Die Schau bildet eine Live-Logistikkette ab und zeigt, wie Einzellösungen in komplexe Prozessfolgen integriert werden können. Auch zum begleitenden Forum bietet das BIBA Fachbeiträge.


In der Sonderschau auch eine Entwicklung aus dem EU-Projekt „RobLog“, an dem neben dem BIBA sechs weitere Partner beteiligt sind.

Foto: David Schumacher, BIBA

Die Sonderschau wird von der Deutschen Messe als das CeMAT-Highlight angekündigt, denn es ist eine neue und außergewöhnliche Demonstration aktueller Entwicklungen. Mit entscheidenden Ideen auch aus dem BIBA wurde diese Form der Präsentation realisiert. Mehr als 40 Aussteller aus Wissenschaft und Wirtschaft haben sich zur CeMAT nun dafür zusammengefunden: In Halle 27 zeigen sie auf rund 2.000 Quadratmetern nicht nur isoliert einzelne Module, sondern sie präsentieren sie in ihrem Zusammenspiel.

Statt auf Insellösungen zu setzen, bedarf es heute ganzheitlicher Konzepte. Entsprechend zeigt die Sonderschau die Waren- und Informationsflüsse in ihren übergeordneten Zusammenhängen. Sie ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Der erste Teil, in dem das BIBA vertreten ist, beschäftigt sich mit den Prozessen vom Seehafen bis zur Einlagerung einzelner Produkte, der zweite Teil betrachtet die Prozesse von der Kommissionierung bis hin zur Auslieferung der Produkte.

Neuartige Fördertechnik und automatische Entladeeinheit

Mit dem System „Celluveyor“ präsentieren die Forscher in der Live-Logistikkette eine neuartige, omnidirektionale Fördertechnik. Sie ist in der Lage, mehrere Objekte gleichzeitig auf beliebigen Bahnen zu bewegen und kann zum Beispiel als Ausschleuser, Sorter oder zur Erstellung von Paketlagen für Palettieranlagen eingesetzt werden.

In der Sonderschau arbeitet auch ein Roboterprototyp, der automatisch Kaffeesäcke aus einem Container entladen kann. Die Kombination von Standartkomponenten mit neu entwickelten Hard- und Softwaresystemen ermöglicht die Bewältigung dieser schwierigen Aufgabe. Dieser Demonstrator ist eine Entwicklung aus dem EU-Projekt „RobLog“, an dem neben dem BIBA sechs weitere Partner beteiligt sind. Die Besonderheit des Systems zur automatisierten Entladung von standardisierten Ladungsträgern liegt in der Erkennung und Handhabung von Stückgütern.

Darüber hinaus stellen die Bremer Logistikforscherinnen und -forscher auf der CeMAT das neue modulare Weiterbildungsangebot „RobidLog“ vor. Mit seinem inhaltlichen Fokus auf dem Einsatz von Robotik in der Logistik fördert es die Entscheidungs- und Fachkompetenz in den Betrieben. Dabei richtet es sich sowohl an die Fachkräfte als auch an die Führungsebene in Unternehmen.

„Kieserling Stiftung Logistics Forum“ mit Beiträgen zur Sonderschau

Ergänzt wird die Sonderschau durch das „Kieserling Stiftung Logistics Forum“, an dem sich auch zwei BIBA-Wissenschaftler mit Vorträgen beteiligen. Der Beitrag von Dipl.-Ing. & Pat.-Ing. Claudio Uriarte trägt den Titel „Celluveyor – Modulares Fördersystem auf Basis von omnidirektionaler Antriebstechnik“. Er erläutert unter anderem das neuartige Konzept, das seiner Entwicklung zugrunde liegt. Der Beitrag von Dipl.-Inform. Heiko Duin beschäftigt sich mit „Serious Gaming in Logistik und Produktion“. Er beantwortet die Frage, wie sich effektiv und zudem kostengünstig sowie zeitsparend Wissen in Unternehmen auf- und ausbauen lässt. Anhand realer Situationen lernen die Beschäftigten im Spiel unter anderem, Situationen einzuschätzen und Entscheidungen zu treffen.

Auf der CeMAT beginnt das BIBA auch mit den Erhebungen zu seiner deutschlandweiten Studie „RoboScan‘14“. 2007 startete das Institut die Studienreihe zum Thema Robotertechnologien in der Logistik und führt die Untersuchungen seitdem im Zwei- bis Dreijahresrhythmus durch. Die von der Kieserling Stiftung geförderte Studie wird in Kooperation mit dem Bremer Unternehmen ISEIC Pfeffermann Consulting durchgeführt. Der Schwerpunkt der aktuellen RoboScan-Studie lautet: „Autonome Roboter – Kooperation zwischen Mensch und Maschine“.

Achtung Redaktionen: Fotos zur Pressemitteilung finden Sie unter http://www.biba.uni-bremen.de/pressemitteilungen.html oder erhalten sie über Sabine Nollmann (Mobil: 0170 904 11 67 oder E-Mail: mail@kontexta.de)

Ihre Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Thoben (Institutsleiter BIBA)
Telefon: 0421 218-500 05
E-Mail: tho@biba.uni-bremen.de

Dipl.-Ing. Ann-Kathrin Rohde (BIBA)
Mobil: 0176 20 90 83 07
E-Mail: rod@biba.uni-bremen.de

Weitere Informationen:

http://www.biba.uni-bremen.de
http://www.roblog.eu

Sabine Nollmann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie