Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Schichten für bessere Bauteile

28.04.2015

Wer sich über die Entwicklung neuer Schichtwerkstoffe und die dazugehörigen Prozessketten oder die Schadensfallanalyse bis hin zur Umsetzung der industriellen Anlagentechnik informieren will, sollte vom 5. bis 8. Mai auf der Moulding Expo in Stuttgart vorbeischauen. Dort präsentieren und beraten Wissenschaftler des Fraunhofer IPA rund um die Galvanotechnik in Halle 6 auf Stand A05.

Ein großes Thema der Galvanotechnik-Experten ist die Schicht- und Verfahrensentwicklung. Forschungsarbeiten in diesem Bereich tragen dazu bei, Produkte und Bauteile für spezifische Anforderungen auszurüsten.


Interdisziplinäres Personal, Erfahrung und eine umfangreiche Ausstattung bilden die Stärken der Galvanotechnik am Fraunhofer IPA.

Quelle: Fraunhofer IPA

Die IPA-Experten, darunter Werkstoffwissenschaftler, Ingenieure und Chemiker, entwickeln individuelle Schichtwerkstoffe und stellen die Verfahren dazu bereit. Klassische Technologien zur Oberflächenbeschichtung werden optimiert und erweitert. Beispielsweise hat das Team kürzlich ein Verfahren zum Anodisieren von Leichtmetallen entwickelt, das im Vergleich zur herkömmlichen Methode 40 Prozent Energie einspart.

Die Kompetenzen der Schicht- und Verfahrensentwicklung werden am Fraunhofer IPA ergänzt durch die langjährige Erfahrung bei der Planung von industriellen Anlagen. Diese interdisziplinären Aspekte bilden die Voraussetzungen dafür, Beratungsdienstleitungen anzubieten. Dazu gehören beispielsweise die Lieferantenbewertung und die Schadensfallanalyse in der Galvanotechnik.

Fehleranalyse ermöglicht effizientere Produktion

In den meisten Fällen werden die Fehler bei der Bauteilbeschichtung erst in der Endkontrolle sichtbar. Entdecken die Verantwortlichen einen Defekt, wird das Bauteil meist nicht mehr verwendet. Bei metallisierten Automobilkomponenten, die dem Fahrzeug Ästhetik und Wertigkeit verleihen, führen beispielsweise mikroskopisch kleine Poren oder Erhebungen direkt zum Ausschuss.

Die Ursachen für solchen Beschichtungsfehler sind vielseitig. Sie können unter anderem im Substratwerkstoff, in der Vorbehandlung, bei den Beschichtungsprozessen oder in der Anlagentechnik liegen.

Schadensfallanalysen helfen, wirtschaftliche Schäden zu vermeiden und das Risiko für Mensch und Umwelt zu minimieren. Eine erste Maßnahme hierfür ist die Vor-Ort-Analyse aller fertigungsrelevanten galvanischen Prozesse. Es folgen metallographische und chemische Untersuchungen der fehlerhaften Werkstücke im Labor.

Insgesamt erfordert die Schadensfallanalyse Know-how in allen Bereichen der fertigungsrelevanten galvanischen Prozesskette sowie in der Anlagenführung und -ausführung. Die IPA-Wissenschaftler arbeiten daran, neue Methoden zur Schadensfallanalyse zu entwickeln und Defekte in bestehenden Produktionen zu beheben.

Moulding Expo 2015
Messe Stuttgart
Halle 6 | Stand A05
5. bis 8. Mai 2015

Fachlicher Ansprechpartner
Dr.-Ing. Martin Metzner | Telefon +49 711 970-1041 | martin.metzner@ipa.fraunhofer.de | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und
Automatisierung IPA

Redaktion
Ramona Hönl | Telefon +49 711 970-1638 | ramona.hoenl@ipa.fraunhofer.de

Pressekommunikation
Jörg-Dieter Walz | Telefon +49 711 970-1667 | presse@ipa.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA | Nobelstraße 12 | 70569 Stuttgart

Weitere Informationen:

http://www.ipa.fraunhofer.de

Jörg Walz | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten