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Hochschule Anhalt (FH) traditionell zur Hannover Messe Industrie mit Neuentwicklungen präsent

10.04.2002


Auch in diesem Jahr setzt die Hochschule Anhalt /FH) ihre Tradition fort und präsentiert zwei neue Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung anlässlich der Hannover Messe Industrie (15. - 20.04.2002).
"Stoffrecycling und Umweltschutz mit Elektromembranverfahren der neuen Generation" ist ein Forschungsthema (gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und mit finanzieller Unterstützung durch das Land Sachsen-Anhalt), mit dem sich Wissenschaftler des Fachbereiches Elektrotechnik seit geraumer Zeit erfolgreich auseinandersetzen. Mit Elektromembranverfahren der neuen Generation lassen sich Probleme der Oberflächentechnik wie Rückgewinnung von Wert- und Nutzstoffen, Stoffrecycling oder anlagenintegrierter Umweltschutz auf eine neue Art und Weise lösen. Ziele der Arbeiten im Forschungsprojekt waren neben speziellen Grundlagenuntersuchungen auch die Entwicklung praxistauglicher Konstruktionsideen für das Recyceln von Chrom, das Abtrennen von Metallen und für die Aufkonzentrierung von Säuren. Bei der elektrochemischen Behandlung von Bädern und Prozesswässern der Chromatierung und Spezialverchromung finden vor allem Mehrkammerzellen Anwendung. Im Rahmen dieser Forschungsarbeiten ist ein Konzentrator (eine Mehrkammerzelle) zur Aufarbeitung chromhaltiger Ätzlösungen entwickelt worden. Eine Besonderheit dieser Zelle ist die Kombination von Elektrolyse- und Dialysezellen. Der Konzentrator ist aufgrund seiner neuartigen Bauweise in der Lage, die Inhaltstoffe von zu behandelnden Lösungen so aufzukonzentrieren, dass diese dann problemlos dem Produktionsprozess wieder rückgeführt werden können. Dies kann diskontinuierlich oder kontinuierlich erfolgen.
Erstmalig vorgestellt wird diese Entwicklung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bergmann während der Hannover Messe auf dem Stand des BMBF (Halle 18, Stand Nr. E 10).

Im Fachbereich Design entstand im Rahmen einer Diplomarbeit eine "Interieurstudie eines kleinformatigen Zweitwagens, mit Fokus auf den Bedarf junger Familien".
Ziel dieser Arbeit war es, ein für junge Mütter oder kleine Familien sinnvoll nutzbares Fahrzeugkonzept zu entwickeln.
Autor Nico Schminke stellt mit seinem family utiliy vehicle (FUV) ein Modell für ein 5-sitziges Fahrzeug vor, dessen Innenraum völlig neu gestaltet worden ist. Kennzeichnend für das Fahrzeug ist im Wesentlichen die Mittelteilung in der Längsachse. Der so entstandene Mittelkanal reicht von der Vorderfront des Wagens bis zum hinteren Teil, wo sich die Antriebseinheit als Heckmittelmotor befindet. Ein auf dem Mittelkanal befindlicher verschieb- und klappbarer Sitz kann in den vorderen Bereich verlagert werden, um dort als Kindersitz Verwendung zu finden. Dadurch wird eine angenehme und familienfreundliche Fahrsituation geschaffen. Neben einer sicheren Unterbringung des Babys/Kleinkindes sowie einem problemlosen Transport des Kinderwagens besteht weiterhin die Möglichkeit der Mitnahme von Familien typischen Sportgeräten.
Das family utility vehicle wird auf dem Gemeinschaftsstand der Hochschulen und Forschungseinrichtungen Sachsen-Anhalts in Halle 18, 1.OG - Stand N 15 vorgestellt.

Petra Becker | idw

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