Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Infrarot-Strahler verbinden Transportboxen zuverlässig

06.08.2007
Heraeus Noblelight Strahler auf der Messe K 2007
  • Infrarot-Strahler übertragen kontaktfrei hohe Energiemengen in kurzer Zeit
  • Kurzwellige Infrarot-Strahler reagieren schnell und sind gut regelbar
  • Transportbehälter aus HDPE werden zuverlässig durch Strahler von Heraeus verschweißt
  • Heraeus Noblelight auf der Messe K, Halle 12, Stand D24
Kurzwellige Infrarot-Strahler von Heraeus Noblelight helfen in einer Spezialanlage der britischen Firma Robot Units, Tafeln aus HDPE (high density Polyethylen) zu einer Box zu verschweißen. Aus spritzgegossenen Kunststofftafeln entstehen so komplexe Transportbehälter, schnell und in einem automatisierten Prozess. Die eingesetzten Infrarot-Strahler übertragen Wärme kontaktfrei und lassen sich in programmierten Zeittakten verwenden. Das schont das Material, verbessert die Qualität des Endproduktes und spart so letzten Endes Kosten.

Heraeus Noblelight präsentiert Infrarot-Strahler auf der Messe K in Düsseldorf von 24. bis 31. Oktober.

Aus dem thermoplastischen Kunststoff HDPE werden durch Spritzguss Tafeln hergestellt. Diese Tafeln sind bereits mit allen Befestigungslaschen, Löchern und Schlitzen versehen, die später benötigt werden, um das Endprodukt zu formen, eine neue leichte Transportbox. Die Boxen werden, mit Rädern versehen, eingesetzt für größere Lieferungen von Waren zu Supermärkten oder für den Wäschetransport innerhalb von Krankenhäusern.

Die Firma Robot Units in Großbritannien konstruiert und fertigt modulare Spezialanlagen, die aus flachen Kunststoff-Tafeln komplexe Behälter zusammenfügen.

Eine große Herausforderung bei diesem Prozess sind die Laschen und Löcher, die alle unterschiedlich sind, in Dicke, Geometrie und Färbung. Der Einsatz konventioneller Schweißmethoden, wie heiße Kontaktplatten, war ausgeschlossen, denn diese würden die Oberfläche aus HDPE versengen. Versuche zeigten jedoch, dass durch kurzwellige Infrarot-Strahler eine gute Verschweißung erreicht werden konnte. Die Verbindung war sogar stärker war als das Ausgangsmaterial und vor allem gab es keine Verbrennungsschäden am Material.

In der neu entwickelten Anlage werden die Platten zuerst befestigt, bevor die kurzwelligen Strahler in einer individuell programmierten Sequenz angeschaltet werden. Dadurch wird sicher gestellt, dass die Wärme genau zur Geometrie, Dicke und Farbe des jeweiligen Kunststoffteils passt. Die Wärme soll nur da einwirken, wo später die Teile verbunden werden müssen.

Infrarot-Strahlung schmelzt in wenigen Sekunden gezielt die Oberfläche des Kunststoffs an und die Tafeln werden dann durch ein pneumatisches Fügewerkzeug gefaltet. Dadurch werden die gezielt erwärmten Verbindungspunkte miteinander verschweißt. Anschließend flutet kalte Luft die Anlage, die Befestigung wird gelöst und die Box kann aus der Anlage entnommen werden. Die Zykluszeiten betragen zwischen 15 und 45 Sekunden, je nach Art der geladenen Teile.

Infrarot-Strahlung wird kontaktfrei übertragen und erzeugt Wärme direkt im Produkt. Damit ist sie herkömmlichen Methoden, wie etwa der Erwärmung durch Kontaktplatten, überlegen. Anders als beim Schweißen mit Kontaktwärme bleibt kein heißer Kunststoff an der Wärmequelle hängen. Dadurch können Kunststoffteile mit Infrarot-Wärmesystemen ohne Geruchsbelästigung im Sekundentakt und jederzeit reproduzierbar verschweißt werden. Zeitraubende Reinigungsprozeduren entfallen.

Kurzwellige Infrarot-Strahler besitzen Reaktionszeiten im Sekundenbereich, so dass sie gut gesteuert werden können. Sie übertragen Wärme schnell und mit hoher Leistung.

Heraeus Noblelight bietet außer den kurzwelligen Strahlern auch Carbon Infrarot-Strahler mit einem Spektrum, das besonders gut zu den Absorptionseigenschaften der Kunststoffe passt. Allen Heraeus Strahlern gemeinsam ist ihre Ausrichtung in Bauform, Größe und Spektrum auf den gewünschten Prozess. So werden auch komplizierte Wärmeschritte reproduzierbar und eine Automatisierung kann eingeführt werden.

Heraeus Noblelight GmbH mit Sitz in Hanau, mit Tochtergesellschaften in den USA, Großbritannien, Frankreich, China, Australien und Puerto Rico, gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern bei der Herstellung von Speziallichtquellen. Heraeus Noblelight wies 2006 einen Jahresumsatz von 88 Millionen € auf und beschäftigte weltweit 651 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Infrarot- und Ultraviolett-Strahler für Anwendungen in industrieller Produktion, Umweltschutz, Medizin und Kosmetik, Forschung und analytischen Messverfahren.

Der Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, dessen Geschäftsfelder die Bereiche Edelmetalle, Sensoren, Dental- und Medizinprodukte, Quarzglas und Speziallichtquellen umfassen. Mit einem Umsatz über 10 Milliarden Euro und weltweit mehr als 11.000 Mitarbeitern in über 100 Gesellschaften ist Heraeus seit über 155 Jahren ein weltweit anerkannter Edelmetall- und Werkstoffspezialist.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Hersteller:
Heraeus Noblelight GmbH
Reinhard-Heraeus-Ring 7
D-63801 Kleinostheim
Tel +49 6181/35-8545, Fax +49 6181/35-16 8545
E-Mail hng-infrared@heraeus.com

Redaktion:
Dr. Marie-Luise Bopp
Heraeus Noblelight GmbH,
Abteilung Marketing/Werbung
Tel +49 6181/35-8547, Fax +49 6181/35-16 8547
E-Mail marie-luise.bopp@heraeus.com
www.heraeus-noblelight.com

Marie-Luise Bopp | Heraeus Noblelight GmbH
Weitere Informationen:
http://www.heraeus-noblelight.com/infrared

Weitere Berichte zu: HDPE Infrarot-Strahler Kunststoff Tafel Wärme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht EMAG auf der EMO: Elektrische Antriebssysteme und die „Smart Factory“ stehen im Fokus
05.07.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie