Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelle Realität ohne Ecken und Kanten

26.02.2002


In der i-CONE™ werden virtuelle Umgebungen auf eine gewölbte horizontale Leinwand projiziert.
© Fraunhofer IMK


Ein neues VR-System stellen Fraunhofer-Forscher auf der CeBIT (13.-20. März in Hannover) vor. Bei der i-CONE wird die virtuelle Umgebung auf eine große, gewölbte, horizontale Leinwand projiziert. Der Vorteil des Panoramadisplays: Ecken und Kanten wie bei den bisher üblichen Projektionssystemen in einem Würfel (CAVE) gibt es nicht.

... mehr zu:
»Virtuelle Realität

Tauchen ohne nass zu werden, neue Autotypen anschauen noch bevor der erste Prototyp gebaut ist - Virtuelle Realität macht es möglich. Auf die Wände und den Boden eines Würfels - auch CAVE genannt - werden Bilder projiziert. Mit Hilfe einer besonderen Brille entsteht ein dreidimensionales Bild. Der Betrachter hat das Gefühl, sich tatsächlich mitten im Ozean oder in einem Wagen zu befinden. Ein kleiner Nachteil dieses Projektionssystems sind die Ecken und Kanten des Würfels, dort gibt es einen Knick im Bild. Für den Betrachter ist nicht immer gleich zu erkennen, ob diese Ungleichmäßigkeit etwa durch die Ecken des Würfels oder durch die Daten verursacht wurde. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Medienkommunikation IMK haben in Zusammenarbeit mit ihren Kollegen von der BARCO GmbH ein neues VR-System i-CONE entwickelt. Hierbei werden die Bilder in hoher Qualität auf einer großen, gebogenen Leinwand abgebildet. Der Betrachter sieht die Virtuelle Realität ohne störende Kanten.

i-CONE arbeitet mit vier Projektoren. »Die integrierte Edge-Blending-Technologie ermöglicht, dass die vier Teilbilder zu einem naht-losen, stereoskopischen Bild zusammengefasst werden«, erläutert Andreas Simon vom Kompetenz-Zentrum Virtuelle Umgebungen am Fraunhofer IMK das System. Das Bild wird auf eine große horizontale Leinwand projiziert, die in einem Winkel von bis zu 230° gewölbt ist. »Die Projektion ist größer als das Blickfeld des Menschen. Daher hat der Betrachter das Gefühl, sich in einer virtuellen Welt zu bewegen«, sagt der IMK-Wissenschaflter. Eine weitere Besonderheit des Systems ist die hohe Auflösung von 5760 x 1320 Pixel. Es erzeugt Bilder von außergewöhnlich hoher Qualität. Zudem bietet i-CONE bis zu 15 Menschen gleichzeitig Platz.



i-CONE wird bereits von der Gas- und Ölindustrie eingesetzt. Dort nutzt man es, um virtuell die Dichte von neuen Gas- oder Ölfeldern zu erkunden. »Andere Einsatzgebiete für i-CONE sind Unterhaltung und Edutainment«, berichtet Simon. Daher verfügt das System auch über ein hochwertiges 3-D-Audiosystem mit bis zu 24 Kanälen. So können die Besucher nicht nur visuell, sondern auch akustisch in dreidimensionale virtuelle Welten abtauchen.

Auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 11, Stand A10, A14 stellen IMK-Forscher den i-CONE vor.

Andreas Simon | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.cebit2002.fraunhofer.de/

Weitere Berichte zu: Virtuelle Realität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration
25.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht OLED auf hauchdünnem Edelstahl
21.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops