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Schnelle Fehlersuche in Feldbus-Systemen

29.11.2006
Prof. Tilo Heimbold und Prof. Andreas Pretschner, beide Wissenschaftler des Fachbereiches Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), stellen auch in diesem Jahr wieder ihre Forschungsergebnisse auf der weltgrößten Messe für Automatisierung und Antriebstechnik in Nürnberg vor. Die Messe SPS/IPC/DRIVES 2006 startet am 28. November und endet am 30. November 2006.

Zu sehen gibt es am Gemeinschaftsstand der Forschungseinrichtungen der Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt am Stand 5-435 unter anderem das sogenannte Service-Book für AS-Interface - einem seit Jahren am Markt etablierten Kommunikationssystem, das hauptsächlich in der Automatisierungstechnik angewendet wird.

Die Mitarbeiter der HTWK Leipzig präsentieren mit dem ServiceBook ein spezielles Diagnosetool des Systems: Dabei handelt es sich im Grunde um einen kleinen Rechner, der den Nutzer maßgeblich bei der Entwicklung von Komponenten, der Inbetriebnahme von komplexen Anlagen und der Fehlersuche in Automatisierungssystemen unterstützt. Die Diagnosetools werden unter anderem bei namhaften Automobilherstellern, Systemanbietern und Projektierungsbüros eingesetzt. Das Gerät ist zudem auch für Schulungen geeignet. Dieses Jahr soll die Messe in Nürnberg genutzt werden, um die mittlerweile 3. Gerätegeneration mit vielen neuen Funktionen einem breiten Fachpublikum vorzustellen.

Ein weiteres Thema ist die graphische Programmierung über Piktogramme und deren Verknüpfung, dies wird verstärkt auch in der technologischen Projektierung von Steuerungen eingesetzt. Genau für derartig dargestellte Zustandsdiagramme ermöglicht das auf der Messe ausgestellte Projektierungstool die automatische Erzeugung des entsprechenden Steuerungsprogramms für die am Markt verbreitetsten Steuerungssprachen. Besonderer Vorzug dieser Lösung ist, dass entscheidende Teile dieser Generierung der Steuerungsprogramme einem rigorosen Korrektheitsnachweis unterzogen wurden. Die Palette der möglichen Zielsprachen ist ausgesprochen breit: von IEC1131-konformen Sprachdialekten, über Hochsprachen (C/C++ für Mikrocontroller) bis hin zu konventionellen SPS-Sprachen wie STEP7 (200 - 400) können erzeugt werden.

Das Projektierungswerkzeug gestattet einen komfortablen Steuerungsentwurf, der in zahlreichen industriellen Anwendungen getestet wurde. Das Projektmanagement des Systems erlaubt eine übersichtliche und konsistente Datenhaltung und stellt als Ergebnis den Programmcode der ausgewählten Steuerung im erforderlichen Umfang für Implementierung und Download auf die Hardware zur Verfügung. Mit Hilfe der Hochsprache C++ können beliebige Soft-SPS auf dem Betriebssystem Linux erzeugt werden, ebenso C-Code Templates für Mikrocontroller - womit der Einsatz dieses professionellen Werkzeugs die Auswahl geeigneter Hardware nicht einschränkt. Charakteristisch ist, dass die einheitliche graphische Eingabe konsistent für alle Zielsprachen und damit nur eine Datenquelle für unterschiedliche Hardwareportierungen erforderlich ist.

Nähere Informationen zur Messe und den vorgestellten Objekten:
Prof. Dr. Tilo Heimbold, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik
Telefon: 0341/3076-1178, Mail: heimbold@e-technik.htwk-leipzig.de
Prof. Dr. A Pretschner, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik
Telefon: 0341/3076-1135, Mail: pretschner@fbeit.htwk-leipzig.de

Katrin Gröschel | idw
Weitere Informationen:
http://www.htwk-leipzig.de

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