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Neue Anwendungen für Carbon Nanotubes im Fokus

28.11.2006
Neues Herstellverfahren bietet höchste Reinheiten bei niedrigen Kosten / Produktionsanlage für 3.000 Jahrestonnen geplant / Bayer auf der "NanoSolutions" in Köln, EXPO XXI, Kongresshalle, Stand C 9

Wie Bayer das Innovationspotenzial der Nanotechnologie erfolgreich nutzt, darum geht es beim Auftritt von Bayer MaterialScience und Bayer Technology Services auf der Messe "NanoSolutions", die in Köln vom 28. bis 30. November 2006 stattfindet. Im Mittelpunkt der Bayer-Präsentationen stehen die Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes, CNT) Baytubes®. Für sie wurde ein wirtschaftliches Produktionsverfahren entwickelt, das ihnen den Weg in industrielle Anwendungen geebnet hat.

"Unser Auftritt hier in Köln soll einem breiten Fachpublikum vor allem die ungeahnten Möglichkeiten bewusst machen, die in Baytubes® stecken", erläutert Martin Schmid, bei Bayer MaterialScience Leiter der neuen Geschäftsaktivität Baytubes®. "So machen sie beispielsweise Kunststoffe leitfähig und verbessern deren Steifigkeit und Festigkeit. Letzteres wird bereits bei der Herstellung verschiedener Sportartikel wie zum Beispiel Eishockey- und Baseballschläger genutzt." Große Einsatzchancen haben Baytubes® auch in Rotorblättern von Windkraftwerken.

Denn die aus kohlefaserverstärkten Epoxidharzen gefertigten Großbauteile lassen sich möglicherweise dank der Kohlenstoff-Röhrchen dünner und dadurch leichter produzieren, was insgesamt die spezifische Leistung der Kraftwerke erhöht. Sehr gefragt sind die Kohlenstoff-Röhrchen außerdem als Leitfähigkeitsadditiv bei der Herstellung von antistatischen Verpackungen, mit denen etwa empfindliche elektronische Bauteile verpackt werden können.

Bisher lagen die Synthesekosten von CNTs oft deutlich über 1000 Euro pro Kilogramm bei gleichzeitig schwankender Produktqualität. Mit dem von Bayer Technology Services entwickelten Herstellverfahren können dagegen Baytubes® in konstanten Materialreinheiten von über 95 Prozent und mit erheblich niedrigeren Kosten produziert werden. "Wir wollen auf der Messe unsere Stärken als industrieller Hersteller und Anbieter von Carbon Nanotubes herausstellen", führt Schmid aus.

"So unterstützen wir Kunden mit unserem Polymer-Know-how bei der Einarbeitung von Baytubes® in verschiedene Kunststoffe. Ein Fokus sind dabei die werkstoffgerechte Dispergierung und die daran gekoppelten Prüfverfahren." Bayer MaterialScience betreibt eine Pilot-Anlage zur Produktion von Baytubes® mit einer Jahreskapazität von 30 Tonnen. Geplant ist eine großtechnische Anlage mit einer Jahreskapazität von 3.000 Tonnen. Bayer Technology Services präsentiert auf der "NanoSolutions" ihr umfangreiches Know-how- und Service-Paket rund um Nanotechnologie. Dieses umfasst neben der Entwicklung wirtschaftlicher Verfahren zur Synthese und Isolierung von maßgeschneiderten Nanopartikeln, wie dem genannten Beispiel der Baytubes®, vor allem auch die Modifizierung und Verarbeitung von Nanopartikeln im Zuge der Anwendungsentwicklung sowie die Charakterisierung von Nanoteilchen. "Durch das Zusammenspiel der Syntheseentwicklung, der Anwendungsentwicklung und der Charakterisierung gelingt es uns, für unsere Kunden effizient und in industriellen Maßstäben durch Nanotechnologie funktionalisierte innovative Produkte zu entwickeln", erläutert Dr. Axel Eble, Leiter Product Design & Nanotechnology bei Bayer Technology Services.

Neben der Entwicklung von neuen Werkstoffen umfasst dies auch die Elektronikindustrie sowie die Life Science Bereiche Pharma, Food, Cosmetics und Pflanzenschutz. So werden unter anderem Nanophosphore für diagnostische Anwendungen vorgestellt. "Obwohl uns die Nanotechnologie seit längerem vertraut ist, zeigen sich erst in den letzten Jahren in vielen Industrien die entscheidenden Multiplikatoreffekte, die es uns ermöglichen, das Potenzial der Nanotechnologie für unsere Kunden in neuen Produktentwicklungen auszuschöpfen", so Eble.

Einen Überblick über die Nanotechnologie-Aktivitäten aller Bayer-Teilkonzerne gibt auf der Messe ein Vortrag von Dr. Péter Krüger, dem Leiter der Bayer Working Group Nanotechnology. Der Vortrag findet am 30.11.2006 um 12 Uhr in der "Key Note Arena" des Messegeländes statt.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt des Bayer-Messeauftritts sind die umfangreichen Forschungsaktivitäten des Unternehmens zum sicheren und verantwortungsbewussten Umgang mit Nanomaterialien. Dazu zählt unter anderem das Engagement in zahlreichen Initiativen - wie etwa im Projekt "NanoCare". In diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt bringen 13 Firmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen ihre Kompetenz als Verbundpartner ein. Gemeinsam sollen allgemein akzeptierte Mess- und Prüfmethoden erarbeitet werden, mit denen Sicherheitsfragen zu Nanomaterialien bewertet werden können. Außerdem beteiligt sich Bayer unter anderem an verschiedenen Arbeitsgruppen des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) und am Arbeitskreis "Responsible Production and Use of Nanomaterials" der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA).

Mit einem Umsatz von 10,7 Milliarden Euro im Jahr 2005 gehört die Bayer MaterialScience AG zu den weltweit größten Polymer-Unternehmen. Geschäftsschwerpunkte sind die Herstellung von High-Tech-Polymerwerkstoffen und die Entwicklung innovativer Lösungen für Produkte, die in vielen Bereichen des täglichen Lebens Verwendung finden. Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, die Elektro-/Elektronik-Branche sowie die Bau-, Sport- und Freizeitartikelindustrie. Bayer MaterialScience produziert an 40 Standorten rund um den Globus und beschäftigt etwa 18.800 Mitarbeiter. Bayer MaterialScience ist ein Unternehmen des Bayer-Konzerns.

Bayer Technology Services GmbH bietet ganzheitliche Lösungen entlang des Lebenszyklus von chemisch-pharmazeutischen Anlagen - von der Entwicklung über Planung und Bau bis hin zur Prozessoptimierung bestehender Betriebe. Die Bayer-Tochter beschäftigt weltweit über 2.100 Experten im Hauptsitz in Leverkusen und den anderen deutschen Standorten sowie in den Regionalbüros in Baytown (Texas/USA), Antwerpen (Belgien), Mexiko City (Mexiko) und Shanghai (VR China). In 2005 betrug der Umsatz rund 360 Mio. Euro. Weitere Informationen zu Bayer Technology Services unter http://www.bayertechnology.com.

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Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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