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Peugeot Concept-Cars - Alternative Antriebskonzepte: der Zeit stets einen Schritt voraus

06.10.2006
  • Lange Tradition alternativer Antriebe bei Peugeot
  • Erstes Serienfahrzeug VLV mit Elektromotor schon 1941
  • Hybrid HDi zur Serienproduktion ab 2010 vorgesehen
  • Mit dem 207 Epure präsentiert Peugeot auf dem Pariser Salon Mondial de l’Automobile eine aktuelle Interpretation zukunftsweisender Antriebstechnologie. Das Concept-Car gibt als Coupé-Cabrio bereits einen Vorgeschmack auf ein zukünftiges Serienmodell, das in der Tradition des überaus erfolgreichen Trendsetters 206 CC steht. Mit einem Brennstoffzellenantrieb zeigt der 207 Epure gleichzeitig ein Konzept für den Autoverkehr der Zukunft, der ohne Schadstoffemissionen und Geräuschentwicklung eine neue Dimension von Fahrspaß bietet – auch beim Offenfahren.

    Aber schon auf früheren Automobilmessen machte die Löwenmarke mit alternativen Antriebskonzepten Furore. Zum Beispiel mit der weltweit ersten Kombination aus Diesel- und Elektroantrieb auf dem Genfer Automobilsalon im Februar 2006. Der Peugeot 307 CC Hybrid HDi kombiniert die Vorteile eines modernen Common Rail-Selbstzünders inklusive Rußpartikelfiltersystem FAP mit denen eines Elektromotors. In Sachen Attraktivität und Umweltfreundlichkeit bedeutet die Hybrid-Technologie einen entscheidenden Schritt nach vorn. Mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,1 Litern auf 100 Kilometern erreicht der 307 CC Hybrid HDi mit dieser Antriebskombination den niedrigsten Wert seines Segments. Diese umweltfreundliche Antriebstechnik wird voraussichtlich ab 2010 in Serienfahrzeugen der Kompaktklasse angeboten.

    Lange Tradition bei Peugeot: Forschung für innovative Antriebe

    So spektakulär die erstmalige Verbindung von Dieselmotor und Elektroantrieb auch ist, alternative Antriebskonzepte haben bei Peugeot schon eine sehr lange Tradition. Bereits 1941 präsentiert die Löwenmarke mit dem VLV ein Fahrzeug mit Elektroantrieb, das sogar in einer kleinen Serienproduktion von 377 Exemplaren gebaut wird. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 30 km/h kommt der Zweisitzer auf eine beachtliche Reichweite von 70 bis 80 Kilometer. Seine Produktion wird im Februar 1945 eingestellt.

    Nach dem Krieg sind alternative Antriebe für die Automobilhersteller kein Thema. Es gilt nun vor allem, die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse in den 50er- und 60er-Jahren zu befriedigen. Mit dem Einbau von kleinen Dieselmotoren in Fahrzeuge der Kompaktklasse – z.B. im Peugeot 204 von 1967 – stößt der Automobilhersteller in dieser Zeit jedoch einen wichtigen Trend an.

    Ende der 70er-Jahre wird durch die "Ölkrise" die Automobilindustrie erstmals mit der Aufgabe konfrontiert, verbrauchsgünstigere Fahrzeuge zu konstruieren. Das Projekt V.E.R. ist die erste Antwort von Peugeot auf die neuen Herausforderungen. In der Zeit von 1980 bis 1985 werden dazu mehrere modifizierte Serienfahrzeuge vorgestellt, die vor allem über weniger Gewicht, bessere Aerodynamik und veränderte Getriebeübersetzungen Treibstoff einsparen.

    Der Weg zum größten Produzenten von Elektrofahrzeugen

    Mit dem Peugeot 205 Électrique übernimmt die Löwenmarke einmal mehr eine Vorreiterrolle. Das Fahrzeug wird Mitte 1984 vorgestellt, steht ein Jahr später auf der IAA in Frankfurt und geht 1987 in praxisnahe Versuchsreihen. Die damals verwendeten, rund 300 Kilogramm schweren, im Motorraum untergebrachten Eisen-Nickel-Batterien verfügen bereits über eine Lebensdauer von 250.000 Kilometern. Bis zu 100 km/h Höchstgeschwindigkeit und bis zu 200 Kilometer Reichweite machen den 205 Électrique zu einem der ersten voll alltagstauglichen Elektroautos.

    Im September 1991 stellt Peugeot im Rahmen des V.E.R.-Programms das erste Hybridfahrzeug vor. Die zwei Elektromotoren eines 405 Break (V.E.R.T.1) wirken auf den Hinterradantrieb und werden durch ein Diesel-Stromaggregat auf langen Strecken bzw. im Stadtverkehr über Batterien mit Energie versorgt. Das Nachfolgemodell V.E.R.T.2 ist ein Peugeot 406 Hybrid, der es auf 130 km/h Höchstgeschwindigkeit bringt und im reinen Elektroantrieb 50 Kilometer zurücklegen kann.

    Nach weiteren Konzepten wie dem Elektro-Kleinwagen Tulip (1991) und dem 1994 in Paris vorgestellten ION bringt Peugeot 1995 mit dem 106 Electric ein Fahrzeug mit alternativem Elektroantrieb in Serienproduktion. Der 106 Electric wird nur in Frankreich als Viersitzer und als zweisitziger Lieferwagen angeboten. Er kommt auf bis zu 90 km/h, verfügt über eine Reichweite von 65 bis 85 Kilometer und kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Peugeot wird so zum Hersteller mit den bis heute weltweit meisten zugelassenen Elektrofahrzeugen.

    Für Peugeot kein Gegensatz: Fahrspaß und Ressourcenschonung

    Die 1996 vorgestellte Konzeptstudie Touareg bringt wiederum Neues: Ein zentral angeordneter Elektromotor gibt seine Kraft an alle vier Räder weiter und beweist, das Fahrvergnügen jenseits befestigter Straßen auch mit alternativen Antrieben möglich ist.

    Heute zählt der PSA-Konzern in Sachen alternative Antriebe immer noch zu den innovativsten Automobilmarken, wie aktuell der 207 Epure und der 307 CC Hybrid HDi unter Beweis stellen. Doch auch die aktuellen Modelle sind umwelttechnisch auf dem neuesten Stand. So kommt jedes dritte in Europa zugelassene neue Fahrzeug mit einem CO2-Ausstoß von unter 120 Gramm je Kilometer aus dem PSA-Konzern. Bei Fahrzeugen mit weniger als 110 Gramm CO2-Emissionen pro Kilometer liegt der Marktanteil des Peugeot-Konzerns sogar bei 60 Prozent. Die führende Position bei Kraftstoff sparenden Automobilen mit Hilfe der bewährten Antriebssysteme und zusätzlichen alternativen Antrieben zu halten und auszubauen ist für den Konzern in den nächsten Jahren daher ein strategisches Ziel.

    Bernhard Voß | Peugeot
    Weitere Informationen:
    http://www.peugeot.com

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