Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geoinnovationen in der 3. Dimension

27.09.2006
Unter dem Motto Geoinnovationen stellt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung zusammen mit fünf Partnern auf der Intergeo 2006 aktuelle Forschungsergebnisse vor.

Im Mittelpunkt stehen dabei Entwicklungen im Zeichen der 3. Dimension wie etwa der CityServer3D oder dessen mobile Komponente, der Mobile3DViewer. Zu sehen sind die Geoinnovationen in Halle 3, Stand 3206.


Mit dem Mobile3DViewer können sich die Nutzer auch auf dem Mobiltelefon durch 3-D-Modelle navigieren. Bild: Fraunhofer IGD

Der von der Abteilung Graphische Informationssysteme des Fraunhofer IGD entwickelte 3-D-Geodatenserver CityServer3D ermöglicht es erstmals, 2-D- und 3-D-Geodaten in einem System zu verwalten, miteinander zu verknüpfen und daraus automatisiert dreidimensionale Modelle zu erstellen und Simulationen durchzuführen. Im Mai erhielt das System dafür den Innovationspreis der Initiative Mittelstand. Pünktlich zur Intergeo 2006 präsentieren die Wissenschaftler nun einige Erweiterungen, neue Schnittstellen und Komponenten, durch die der CityServer3D noch mehr Anwendungen möglich macht.

So verfügt der CityServer3D nun über eine vierte Dimension: die Zeit. "Durch diese neu eingefügte Dimension erlaubt der CityServer3D eine Reise durch verschiedene Epochen; zeigt, wie Gebäude oder Stadtteile vor 50, 100 oder 200 Jahren ausgesehen haben", erläutert Christine Stein, Mitarbeiterin am Fraunhofer IGD, diese neue Komponente des CityServer3D. In Verbindung mit der auch kürzlich fertiggestellten Komponente Mobile3DViewer, dank der die dreidimensionalen Modelle auch auf dem Mobiltelefon angezeigt werden können, bietet der CityServer3D so eine ganz neue Art der Stadtführung. "Vielleicht haben gedruckte Reiseführer und Stadtpläne bald ausgedient. In Zukunft benötigen Touristen nur noch ihr Mobiltelefon und schon kann die Stadttour auf eigene Faust beginnen. Die eigene Position wird über GPS auf der 3-D-Karte des Handys angezeigt und eine einfach verständliche dreidimensionale Routenvisualisierung lotst die Ortsfremden zu den verschiedenen Sehenswürdigkeit. Selbst davon, wie die einzelnen Stadtteile in vergangenen Zeiten ausgesehen haben, bekommen die Touristen dann auf Knopfdruck einen realistischen Eindruck", zeigt Markus Etz, Verantwortlicher für die Mobile3DViewer Komponente, die Möglichkeiten des Systems auf.

Ein weiteres neues Feature des CityServer3D, das auf der Intergeo 2006 präsentiert wird, ist die Anbindung an das von der Nemetschek AG entwickelte CAD-System Allplan. Die in Allplan gestalteten Architekturmodelle können nun automatisch in den CityServer3D übernommen werden. Diese Integration trägt zu einer weiteren Vereinfachung und erhöhten Durchgängigkeit von Planungsprozessen bei. Eine Live-Demonstration dieser Schnittstelle wird Nemetschek auf dem Gemeinschaftsstand vorführen.

Den CityServer3D sowie zahlreiche weitere Geoinnovationen im Zeichen von 3-D präsentieren das Fraunhofer IGD und seine Partner - das Fraunhofer IML, die Hochschule für Technik Stuttgart, die INI-GraphicsNet Stiftung, die Nemetschek AG sowie die INTER OFFICE GmbH - vom 10. bis 12. Oktober auf der Intergeo 2006 in München in Halle 3 auf Stand 3206.

Gerne stehen Ihnen die Projektverantwortlichen auf dem Stand für ausführliche Gespräche zur Verfügung.

Um einen Messetermin vorab zu vereinbaren wenden Sie sich bitte an:

Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung
Abteilung Graphische Informationssysteme
Daniel Holweg
Telefon: 06151/155-420
E-Mail: infogis@igd.fraunhofer.de
Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy und IMEDIA, Inc. in Providence, Rhode Island (USA), den Omaha Graphics and Media Laboratories (OGM Labs) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2005 über 38 Millionen Euro.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.intergeo.de
http://www.igd.fraunhofer.de/igd-a5/index

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien
24.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin
24.02.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie