Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Höchstleistungen von Produkten mit Nanotechnologie

25.08.2006
Zukunftstechnologie an der Fachmesse NanoEurope von 12. bis 14. September 2006

25 Jahre ist es her, dass Heinrich Rohrer und Gerd Binnig im IBM-Forschungszentrum in Rüschlikon/Zürich das Rastertunnelmikroskop erfunden haben und damit Einsichten in die Feinstruktur von Oberflächen ermöglichten. Die erreichte Auflösung von einem Nanometer (einem Millionstel Millimeter) gab der Nanotechnologie ihren Namen; diese Bezeichnung macht aber auch bereits auf die Möglichkeit aufmerksam, mit Bausteinen dieses Durchmessers (also mit einzelnen Molekülen) gezielt neue technische Lösungen zu erarbeiten.

Damit eröffnen sich für das Design von Werkstoffen einzigartige Chancen, da die Natur und die Biologie auf eben dieser molekularen Ebene funktionieren; allerdings ergeben sich auch gewisse Risiken, wie dies meistens bei neuen, bis anhin unbekannten Technologien der Fall ist.

Während Forscherkreise Schritt um Schritt die wissenschaftlichen Grundlagen für weitere nanoskaliger Entwicklungen vorbereiten, werden auf dem Markt bereits diverse "Nano-Produkte" angeboten. Diskussionen zu solchen Produkten und zur Nanotechnologie generell wurden in den letzten Monaten verschiedentlich auch in der Presse geführt. In der Sonderveranstaltung NanoPubli, die in Zusammenarbeit mit der Empa, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt der Schweiz, im Rahmen der Fachmesse NanoEurope stattfindet, wird die Öffentlichkeit weiter in die Diskussion über diese Schrittmacher-Technologie des 21. Jahrhunderts einbezogen.

Die "NanoPubli" thematisiert konkrete Höchstleistungen von Produkten, welche es ohne Nanotechnologie kaum gäbe: Mit Nanostrukturen beschichtete Kuchenbleche, an denen kein Krümel kleben bleibt, sich selbst reinigende Fensterscheiben, welche Schmutz auflösen, "intelligente" Textilfasern, die Schweissgeruch absorbieren, und Fahrradgestelle, welche superleicht und trotzdem stabil sind. Aus immer mehr Alltagsprodukten sind Nanoteilchen nicht mehr wegzudenken: Manche Sonnencremes enthalten winzige Titandioxidteilchen als UV-Schutz, Zusatzstoffe helfen Ketchup flüssig zu bleiben und in Autoreifen sorgen Nano-Kohlenstoffteilchen für bessere Haftung auf dem Strassenbelag.

In der Sonderveranstaltung werden Organisationen vertreten sein, welche sich zum Teil von Amtes wegen um spezifische Aspekte von Gesundheit und Umwelt zu kümmern haben. Werden Produkte entwickelt, die aus nur wenige Nanometer grossen Teilen bestehen, eröffnen sich zwar mit den erwähnten neuartigen Materialeigenschaften fortschrittliche Anwendungsfelder. Die damit verbundenen physikalischen, chemischen oder biologischen Phänomene können aber auch Risiken bergen. Wird beispielsweise vom Gesundheitsrisiko lungengängier Partikel gesprochen, so betrifft dies Nanopartikel, die als freie Partikel in der Atemluft auftreten. Sie sind jedoch auch in Abgasen aus Automotoren vorhanden.

In Produkten gebundene Partikel - etwa oxidische Verstärkungspartikel in Dentalmaterialien - oder Nanopartikel, die sich zu grösseren "Mikropartikeln" zusammengeballt haben, gelten dagegen als harmlos. Die speziellen Showeinlagen der "NanoPubli" und das gemeinsam von der Empa und ihren Partnern aufbereitete Filmmaterial sollen den Besucherinnen und Besuchern die Nanotechnologie näher bringen. Der Besuch der Sonderausstellung NanoPubli ist kostenlos.

Die Fachmesse und Konferenz NanoEurope 2006 macht St.Gallen erneut zum umfassendsten Marktplatz für Nanotechnologie in Europa. Vom 12. bis 14. September 2006 wird sie wieder zur Begegnungsplattform von nationaler und internationaler Forschung und Industrie. Aussteller aus unterschiedlichen Technologie- und Forschungsfeldern präsentieren Produkte und Lösungen für die drei Besucher-Schlüsselbranchen Medical Devices, Plastics und Textiles. Diese Schwerpunktsetzung ermöglicht Ausstellern und Besuchern eine effiziente Ansprache der jeweiligen Kunden bzw. Lieferanten und ist auch Leitthema für die täglichen Konferenzen. Am 13. und 14. September findet die 2. Internationale Konferenz NanoRegulation statt. Finden Sie weitere detaillierte Informationen zu diesen Konferenzen in den beiliegenden Texten und auf http://www.nanoeurope.com.

Rolf Brun | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.nanoeurope.com

Weitere Berichte zu: Fachmesse NanoPubli Nanotechnologie Partikel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Auswerte-Elektronik QUADRA-CHEK 2000 von HEIDENHAIN: Zuverlässig und einfach messen
20.04.2018 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

nachricht tisoware auf der Zukunft Personal Süd und Nord 2018
20.04.2018 | tisoware - Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics