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Premiere geriet zur Gala für die ZahnMedizin

08.11.2005


Diese Premiere geriet zur Gala für die ZahnMedizin: Die Rekordzahl von knapp 6.000 Teilnehmern, die Präsentation von 807 wissenschaftlichen Projekten sowie die mit 220 Ausstellern zweitgrößte Dentalschau hinter der Weltleitmesse IDS stempelten die erste Gemeinschaftstagung der wissenschaftlichen Fachgesellschaften in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde sowie den gemeinsamen Kongress "Zahn-Medizin - interdisziplinär" zum Deutschen Zahnärztetag 2005 Ende Oktober in Berlin zu einem grandiosen Erfolg.



Darüber hinaus konnte die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) als wissenschaftliche Dachorganisation in der ZahnMedizin-Studentin Susanne Beer (Uni Witten) ihr Mitglied Nummer 15.000 begrüßen. Die Summe dieser positiven Ergebnisse überstrahlt in der Bilanz alle Erwartungen.

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"Mit einer solchen Resonanz, einem solchen Zuspruch aus der Kollegenschaft konnte niemand rechnen, als wir vor über drei Jahren die Vorbereitungen für dieses gigantische Vorhaben begonnen haben", resümiert der DGZMK-Präsident Prof. Georg Meyer (Uni Greifswald). Den krönenden Abschluss bildete in seinen Augen das von der DGZMK und den beiden großen Standesorganisationen Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) erarbeitete und erstmals gemeinsam präsentierte und diskutierte Konzept der Neubeschreibung einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Alle Facetten der zahnmedizinischen Wissenschaften wurden gezeigt: Es gab insgesamt 463 wissenschaftliche Vorträge und 344 wissenschaftliche Poster waren eingereicht. Dazu kamen rund 40 Übersichtsvorträge und 40 von der Industrie und der zur DGZMK gehörenden Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) veranstaltete Workshops und Seminare. Dies wollten sich 5305 Zahnärztinnen und Zahnärzte nicht entgehen lassen. "Besonders gefreut hat mich die große Zahl studentischer Besucher", erklärt Prof. Meyer, exakt 444 waren der Einladung nach Berlin gefolgt. Auch die Assistenzberufe waren mit 171 Teilnehmern gut vertreten, also 5920 Teilnehmer/innen.

Einen der programmatischen Höhepunkte stellte nach Ansicht vieler Teilnehmer der Festvortrag zur Kongresseröffnung dar. Prof. Josef M. Penninger beschäftigte sich darin mit dem eher nüchternen Thema "Molekulare Kontrolle für Knochenschwund". Penninger, Professor für Molekulare Medizin an der University of Toronto und wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) in Wien, bewies dabei in seiner lebendigen Darstellung eindrucksvoll, warum eine nordamerikanische Zeitschrift ihn im Jahr 2000 zu den zehn interessantesten Persönlichkeiten gewählt und sein Heimatland Österreich ihn als "Wissenschaftler des Jahres 2003" ausgezeichnet hat.

Für Prof. Meyer steht zweifelsfrei fest: "Das Modell Deutscher Zahnärztetag hat sich endgültig bewährt und steht vor einer viel versprechenden Zukunft." Damit die auch für die zahnmedizinischen Wissenschaften in Deutschland weiter besteht, forderte Meyer allerdings umgehend energische Maßnahmen der Politik. "Die Arbeitsbedingungen an unseren Hochschulstandorten sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Das hat bereits dazu geführt, dass Professoren-Kollegen entnervt das Handtuch werfen, ihre Lehrstühle an unseren Universitäten aufgeben, und die Flucht ins Ausland antreten. Wird dieser Trend nicht gestoppt, blutet unser wissenschaftliches Potenzial in ganz kurzer Zeit weiter aus", befürchtet Meyer. Die unter Bildungsministerin Bulmahn vollzogene Kappung der Gehälter trage ihr übriges zu dieser Entwicklung bei. Meyer: "Wer nach außen einen solch großen Wert auf den Wissenschaftsstandort Deutschland legt, sollte im Innern nicht die Abrissbirne schwingen", warnt Meyer.

Markus Brakel | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgzmk.de

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