Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer auf der Learntec-Messe

23.02.2005


Fraunhofer-Wissen praxisnah anwenden - E-Learning orientiert sich am Arbeitsplatz und wird mobil



Nach viertägiger Learntec-Messe in Karlsruhe sind die Fraunhofer-Institute mit der Resonanz zufrieden



"Weiterbildung bringt den Unternehmen und den Mitarbeitern dann den meisten Nutzen, wenn sie sich an den Arbeitsprozessen orientiert. Gerade hier kann E-Learning seine Vorteile voll ausspielen." So definiert Martin Attallah, zentraler Ansprechpartner für die Fraunhofer E-Learning-Aktivitäten, den Anspruch der Fraunhofer-Institute, wenn es um die Vermittlung ihres Expertenwissens geht. APO, arbeitsprozessorientiert, ist ein gern gebrauchtes Kürzel; "Learning by doing" soll zukunftsfähig für moderne Produktionsformen werden.

Gerade ist in Karlsruhe die Learntec-Messe für Bildungs- und Informationstechnologie zu Ende gegangen (15.-28.2.2005), auf der neun Fraunhofer-Institute ihre Projekte und Konzepte rund um E-Learning in der beruflichen Aus- und Weiterbildung vorgestellt haben.

Dabei standen nicht nur Technologien im Vordergrund: die Fraunhofer-Institute bieten den Unternehmen auch Beratung vom Konzept bis zur langfristigen Begleitung im Einsatz ihrer Systeme. "Wir konnten ein breites Leistungs-Spektrum präsentieren, das sich an innovationsstarke Branchen wendet, in denen E-Learning direkten Nutzen bringt", beschreibt Dr. August Tepper, Leiter der Fraunhofer-Weiterbildungsabteilung, die Ausrichtung der Fraunhofer-Institute. Als ein Beispiel nennt er mobiles Lernen mit Hilfe von tragbaren Taschencomputern (PDAs), die eine noch größere Unabhängigkeit von Raum und Zeit bieten und sich so besser in die Arbeitssituation integrieren lassen als Schreibtischrechner oder Laptops.

Zur Erstellung entsprechender Kurse hat das Fraunhofer-Institut FIT ein Content-Service-System entwickelt, das abhängig von Situation, Aufenthaltsort und Präferenz des Nutzers gezielt Informationen ausgibt. Beliebige Endgeräte können damit bedient werden: von der Multimedia-Leinwand bis zum Handy. Das System eignet sich gleichermaßen zur schulischen und betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Die Wiederverwendung von Daten und Informationen wird konsequent unterstützt - vom Zugriff auf letzte Dokumentationen zu einem Thema bis zum Autorenwerkzeug zur Erstellung kompletter webbasierter Trainingskurse für die Wissensweitergabe.

Die Mobilität der Fraunhofer-Systeme für E-Learning in professionellem Umfeld soll berufsbegleitendes Lernen ganz neu gestalten: Mitarbeiter lernen arbeitsplatznah und problemlösungsorientiert. Als wesentlichen Vorteil solcher teils "informeller" Lernmöglichkeiten nennt Attallah, dass der Nutzen des Erlernten durch die direkte Anwendbarkeit unmittelbar sichtbar wird.

Ein weiterer Schwerpunkt der Fraunhofer-Institute war in diesem Jahr die Stärkung der Effizienz eingesetzter Technik durch Tools, die computergestützte Arbeitsabläufe standardisiert analysieren, oder die den Wissensbedarf in der Belegschaft schon vor der Schulung ermitteln - die Beratung von Anfang an rückt dabei immer mehr in den Mittelpunkt: "Neue Technologien werden nur dann akzeptiert, wenn alle Beteiligten bei der Entwicklung mit einbezogen worden sind", so die Erfahrung von Tepper.

Als weiteren Beleg für die Fraunhofer-Orientierung am Nutzen von E-Learning sieht Tepper auch die Einrichtung des Usability-Labors am Fraunhofer-Institut für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) Ende 2004. Dort will ein interdisziplinäres Team aus Informatikern, Designern, Pädagogen und Psychologen auch die Gebrauchtstauglichkeit und Nutzerfreundlichkeit von E-Learning-Kursen überprüfen.

Grundsätzlich müssen Lernszenarien und -technologien so beschaffen sein, dass sie Widerstände abbauen und die intrinsische Motivation nutzen", konstatiert Attallah. Ein Beispiel hierfür ist auch die spielbasierte Unternehmenssimulation "learn2work" des Fraunhofer-Spin-Offs Korion; eine Unternehmenssimulation, die Handlungsorientierung und Praxisnähe mit der Attraktivität eines Planspiels verbindet. Die schlanke Anwendung läuft auf jedem MAC oder PC über Web, Intranet oder auf CD-ROM.

Stefanie Engeroff | idw
Weitere Informationen:
http://www.wissen.fraunhofer.de
http://www.ipsi.de/usability
http://www.korion.de

Weitere Berichte zu: Attallah E-Learning Learntec-Messe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben
18.10.2017 | Hochschule Hannover

nachricht IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017
18.10.2017 | IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie