Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spielend für den Beruf lernen

02.02.2005


Spielend lernen – was für Kinder gang und gäbe ist, soll künftig auch für Erwachsene gelten: KORION stellt auf der Messe Learntec in Karlsruhe (15. bis 18. Februar) im Future Lab am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand 230 die spielbasierte Unternehmenssimulation learn2work vor. Die E-Learning-Software macht Weiterbildung attraktiv.



Montag Morgen in einem mittelständischen Unternehmen: An der Werkbank steht Maria Möller, Julia Schmid-Konrad bedient die Bohrmaschine, Edward Stuart und Hans Koch die Schweißroboter und John Servant arbeitet an der Stanzmaschine. Der Umsatz der Firma liegt etwas über eine Million Euro pro Jahr, die Auftragslage ist gut, das Team gut eingespielt, es gibt kaum Probleme im Betrieb. Plötzlich fällt eine Maschine aus. Der Produktionsplan muss komplett umgestellt werden. Aber reicht dafür das Personal? Und beherrschen die Facharbeiter die Ersatzmaschinen? Bei learn2work – dem "Spiel der Arbeit" – geht es zu wie in einer richtigen Fabrik: Maschinenauslastung und Produktion werden optimiert, Mitarbeiter zur Schulung geschickt, neue Stellen ausgeschrieben. Und jederzeit zeigt der Klick auf Finanzmenu und Statistik, wie die Finanzen aussehen.



Mit spielbasiertem Lernen für den Beruf will das junge Unternehmen KORION, ein Spin-Off aus dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart, eine Marktnische im E-Learning-Bereich besetzen. "Für Kinder nutzt man diese Methode mit Erfolg, aber in weiterführenden Schulen oder in der Ausbildung geriet der Ansatz in Vergessenheit", sagt Oliver Korn. "Doch auch Erwachsene leben gerne ihren Spieltrieb aus, vor allem, wenn sie dabei beruflich profitieren." learn2work ist eine komplexe Unternehmenssimulation, bei der sich Realitätsnähe und Spielreiz ideal verbinden. Neben technischen Aspekten wie der Optimierung von Maschinenauslastung oder Rüstzeiten spielen auch soziale Faktoren wie Mitarbeitermotivation eine wichtige Rolle. Mit den Bilanzen vor Augen zeigt sich schnell, wer in der Unternehmensführung die Nase vorn hat.

Das "Spiel der Arbeit" gibt es in verschiedenen Versionen für Bildungseinrichtungen und Unternehmen. In learn2work pro2fit lässt sich die reale Situation eines Unternehmens in der Simulation abbilden – von den Produkten über die Maschinen bis hin zur Werkshalle. An der Anpassung sind auch die Experten vom IAO beteiligt. "Diese Version ist für mittelständische und große Unternehmen gedacht, die Wert darauf legen, dass ihre Mitarbeiter möglichst praxisnah geschult werden. Die Weiterbildung erfolgt Schritt für Schritt, denn die Module wie Personal oder Finanzen lassen sich separat freischalten. So ist learn2work auch sehr gut mit klassischem Lernen kombinierbar", erläutert Korn die Vorteile. "Außerdem werden auf Wunsch im Rahmen eines train-the-trainer-Konzepts einzelne Mitarbeiter im Umgang mit der Software geschult. So können sie nicht nur die Schwierigkeit und Realitätsnähe lernerspezifisch anpassen, sondern auch eigene Lernszenarien erstellen." Damit sind die Firmen autark und brauchen keine Außenunterstützung mehr. Ein Vorteil aller Varianten liegt darin, dass Auszubildende auf attraktive Weise fachübergreifendes, praxisrelevantes Wissen erwerben können. So können sie zunächst in den einzelnen Modulen Erfahrungen sammeln und kostenneutral Anfängerfehler machen, bevor sie schrittweise berufliche Verantwortung übernehmen.

learn2work wird sich auch in Zukunft intensiv weiterentwickeln. "Wir haben ein erstes Stück auf dem Weg hin zur komplexen Unternehmenssimulation geschafft", meint Korn. "Weitere Module sind bereits geplant. So etwa eines zur Abgabe von Angeboten und eines zum Thema Arbeitsschutz." Deshalb ist KORION während der Learntec im Future Lab vertreten. "Wir wollen auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft nicht nur fertige Produkte rund ums Thema Lernen zeigen", erklärt Martin Attallah von Fraunhofer-Wissen. "Im Future Lab präsentieren wir Ideen und innovative technische Entwicklungen zum Ausprobieren und Anfassen, die noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium sind." Neben learn2work ist beispielsweise auch ein virtuelles Autohaus aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD zu sehen. Auch hier können die Besucher live erleben, wie sich virtuelle Welten in der Weiterbildung sinnvoll nutzen lassen. Höhepunkt im Future Lab wird eine learn2work-Olympiade sein. Mehrere "Unternehmer" können dabei spielerisch gegeneinander antreten – und den besten Entscheider ermitteln. Neben umfassenden Erfahrungen winken den Teilnehmern schöne Preise.

Marion Horn | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.korion.de
http://www.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Future Graphische Datenverarbeitung KORION Lab Modul

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Biophotonische Innovationen auf der LASER World of PHOTONICS 2017
26.06.2017 | Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

nachricht Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie