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MEDICA: TU-Forscher prüfen Krankenhaustextilien auf Herz und Nieren

19.11.2004


MEDICA vom 24. bis 27. November 2004, Düsseldorf
TU-Präsentation auf dem Informationsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen,

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»Gewebe »OP-Kleidung »TU-Forscher

Halle 5/Stand 5H

Gerade im OP-Bereich kommt es darauf an, die Sicherheit der Patienten und des medizinischen Personals zu gewährleisten. Innovative OP-Kleidung und Abdecktücher müssen deshalb eine Barriere zwischen der Infektionsquelle (Mikroorganismen unterschiedlicher Größe und Form) und der gesunden Person erzeugen - und gleichzeitig einen guten Tragekomfort gewährleisten.


TU-Wissenschaftler präsentieren nunmehr auf dem Messeplatz Düsseldorf erstmals eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Studie zur ganzheitlichen Bewertung innovativer OP-Textilien. Diese werden in der Praxis nach hygienischen, ökonomischen und ökologischen Kriterien - sozusagen auf Herz und Nieren - geprüft und untersucht. Als Projektkoordinator ist das Institut für Textil- und Bekleidungstechnik tätig. Außerdem arbeiten an der Studie mit: das Bekleidungsphysiologische Institut Hohenstein e.V., das TU-Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus (Krankenhaushygiene/Umweltschutz) und die Professur für Betriebliche Umweltökonomie an der TU Dresden. Ziel der interdisziplinären Studie ist es, Herstellern, Vertreibern, Wiederaufbereitern sowie Krankenhäusern Entscheidungshilfen für den indikationsgerechten Einsatz und Einkauf von OP-Textilien zu liefern. Das ist bitter nötig, denn zur Zeit besteht hier ein großes Informationsdefizit. Bei der Auswahl von OP-Textilien dominiert noch immer der Faktor Kosten, die primäre Funktion der OP-Textilien - die Infektionsprophylaxe - wird jedoch kaum berücksichtigt.

Für OP-Kleidung im Risikobereich werden als Mehrwegprodukte u.a. Polyestergewebe verwendet. Obwohl zahlreiche Produkte auf dem Weltmarkt sind, wurde die Mikrostruktur derartiger Gewebe hinsichtlich ihrer Porenstruktur bislang noch nicht untersucht. Den Experten am Institut für Textil- und Bekleidungstechnik gelang es jetzt, mittels einer eigens entwickelten Methode, die Geometrie der Poren im Polyester-Mikrofilamentgewebe zu analysieren. Ferner simulierten sie in Penetrationsversuchen die Durchgangswege von Mikroorganismen. Aus diesen Untersuchungen wurden Empfehlungen für die Produktentwicklung hochdichter Gewebe abgeleitet. Diese werden im Rahmen eines DFG-Projektes gewebt und in Zusammenarbeit mit weiteren Projektpartnern evaluiert.

Birgit Berg | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de

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