Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universalwerkzeug Licht

05.06.2001

Die Produkte können unterschiedlicher kaum sein: 3-D-Objekte in Glas, Scannerkassen im Supermarkt, CD- und DVD-Spieler. Sie basieren alle auf einer Technologie, die häufig mit der Light Show in der Disco in Verbindung gebracht wird: dem Laser (1).

Vor gut 40 Jahren erfanden Wissenschaftler den Laser. Seinen Siegeszug trat er in der Materialbearbeitung an, wo mit seiner Hilfe gebohrt, geschweißt, gelötet, geschnitten und gehärtet wird. Darauf folgten das Beschriften und Markieren, eine Technik, die insbesondere von Jugendlichen tagtäglich angewandt wird, wenn sie am heimischen PC ihre CDs brennen.

Dem Werkzeug Licht und den optischen Technologien sagt die Fachwelt eine blendende Zukunft voraus. Wissenschaft und Forschung sind überzeugt, dass die Vorherrschaft der Elektronik von den optischen Technologien überlagert werden wird. Das neue Schlagwort heißt Photonik (2) und die Lichtteilchen oder Photonen sind zur großen Konkurrenz für die Elektronen geworden.

Für die Messe München sind das gute Rahmenbedingungen, wenn vom 18. bis 22. Juni die Laser 2001 Aussteller und Fachbesucher aus der ganzen Welt nach München führt. Mit aktuellen Produkten und Anwendungen, einem Rahmenprogramm mit Präsentationen, Podiumsdiskussionen und täglichen Vorträgen (Plenary Talks), bei der Wissenschaftler über neueste Forschungsergebnisse berichten, ist die Messe weltweites Informations- und Kommunikationszentrum der Photonik-Welt.

Sonderschau mit Live-Vorführungen Ein Highlight der Messe ist die Sonderschau "Lasers in Production - Manufacturing with light". In Live-Vorführungen und Vorträgen sieht der Besucher, was in der indu- striellen Produktion mit dem Laser gemacht werden kann. Schwerpunktthemen sind der Lasereinsatz im Automobilbau und in der Mikro- und Feinwerktechnik. Am Beispiel eines Audi TT wird gezeigt, wie der Laser im Automobilbau eingesetzt wird.

Schlüsseltechnologie

Wie ist es möglich, dass mit ein und derselben Technik so unterschiedliche Produkte hergestellt werden können? Die Schlüsseltechnologie ist Grundlage und Voraussetzung für andere technologische Entwicklungen und Anwendungen. Der Diodenlaser zeigt das sehr anschaulich: Mit seiner Hilfe werden in der Kfz-Industrie Blechteile zugeschnitten und Karosserieteile geschweißt. In der Telekommunikation steuert er E-Mails vom Sender zum Empfänger und in der Medizin korrigiert er Fehlsichtigkeit beim Menschen und entfernt unerwünschte "Fältchen". Wird die Technik des Diodenlasers weiterentwickelt, so beeinflusst das auch seinen Einsatz in der Indu- strie, der Telekommunikation und der Medizintechnik. Im englischsprachigen Raum werden die Schlüsseltechnologien als "enabling technologies" bezeichnet. Dieser Begriff verdeutlicht, worum es geht: Die Technologie ist Schrittmacher, sie "befähigt" zu weiteren Anwendungen.

Der Laser-Markt ist in Bewegung. Neue Produkte, Firmenkäufe und Zusammenschlüsse sind an der Tagesordnung. Fachkräfte sind rar, und um ganz vorne mitzuspielen, sind die Firmen händeringend auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.

Für sie bietet die Laser 2001 ein Job Center auf der Messe und im Internet unter www.laser.de. Weitere Informationen und Bildmaterial:


Messe München GmbH
Pressereferat Laser


Angela Präg
Tel. 089/949 20670/1
E-Mail:praeg@messe-muenchen.de

____________________________________________
1 Der Begriff Laser ist ein Kunstwort. Er setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Fachwörter zusammen, die die Technik beschreiben, die dahinter steckt: Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation oder Lichtverstärkung durch induzierte Strahlungsemission. Vereinfacht ausgedrückt ist Laser ein Gerät, mit dem ultraparallele Lichtstrahlen erzeugt werden. Laserlicht ist künstliches Licht, das in der Natur nicht vorkommt.
2 Unter Photonik versteht man alle Anwendungen, mit denen optische Signale erzeugt, verarbeitet, gespeichert, verstärkt und übertragen werden können. Bei der Beschriftung einer CD werden beispielsweise die Informationen mittels Laserstrahlen auf den Datenträger geschrieben.

Angela Präg | ots
Weitere Informationen:
http:// www.laser.de.

Weitere Berichte zu: Diodenlaser Schlüsseltechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Die Chancen der Digitalisierung für das Betriebliche Gesundheitsmanagement: vitaliberty auf der Zukunft Personal 2017
19.09.2017 | vitaliberty GmbH

nachricht Fraunhofer CSP präsentiert Neuheiten auf der EU PVSEC
18.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie