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Institut für Elektrothermische Prozesstechnik zeigt innovative Verfahren

10.09.2003


Gleich drei neuartige Verfahren zum Schmelzen, Erwärmen und Härten verschiedener Materialien für den Einsatz in hochtechnologischen Bereichen stellt das Institut für Elektrothermische Prozesstechnik der Universität Hannover in München vor. In der Zeit vom 16. bis 18. September 2003 findet dort die 6. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering statt.


Induktives Hochtemperaturschmelzen

Eines der vorgestellten Verfahren ist die sogenannte induktive Skull-Melting-Technik (ISMT). Diese ermöglicht das Schmelzen von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen mit Temperaturen von bis zu 3000°C. Vorteil dieser Technik ist neben der hohen Leistungsdichte auch das Ausbleiben von Verunreinigungen durch einen Tiegel. Erstmalig präsentiert das Institut die induktive Skull-Melting-Technik zum Hochtemperaturschmelzen von Oxiden, Gläsern und Keramiken in einer neuen Schmelzanlage. Auf diese Weise werden neue Akzente für die Entwicklung innovativer Werkstoffe für Anwendungen etwa in der Optik oder in der Lasertechnik gesetzt.


Design- und Prozessoptimierung induktiver Querfelderwärmungsanlagen

Bei der Erwärmung von Blechen und Bändern stehen insbesondere ein hoher Wirkungsgrad, große Leistungsdichten und Flexibilität im Blickpunkt der industriellen Anwender. Die induktive Querfelderwärmung bietet hier gegenüber konventionellen Erwärmungsverfahren viele Vorteile. Das Institut für Elektrothermische Prozesstechnik hat für das neue Verfahren numerische Berechnungs- und Optimierungstools zur Design- und Prozessoptimierung entwickelt. In diesem Zusammenhang wurde bereits eine weltweit einmalige, industrielle Querfelderwärmungsanlage für eine Dünnband-Gießanlage erfolgreich realisiert.

Komplexe Werkstückgeometrien induktiv Härten

Das induktive Härten ist ein zukunftsweisendes elektrothermisches Verfahren, das zur Verbesserung der mechanischen Eigenschaften von Bau- und Konstruktionsteilen eingesetzt wird. Mit Hilfe eines vom hannoverschen Institut für Elektrothermische Prozesstechnik entwickelten numerischen Simulationsmodells, kann der dreidimensionale Erwärmungsvorgang virtuell dargestellt werden. Somit können kostenintensive Versuchsreihen minimiert werden.

Dr. Stefanie Beier | Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

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