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CeBIT 2003: Multimedia-Entertainment der nächsten Generation

26.02.2003


Ein in der Arbeitsgruppe von Prof. Slusallek neu entwickeltes Multimedia-System vereint die Funktionalität herkömmlicher Home-Entertainment-Geräte wie Fernseher, Videorekorder, DVD-, CD-, und MP3-Player in einem einzigen PC. Eine ebenfalls neu entwickelte Software-Architektur sorgt darüber hinaus dafür, dass jedes System auf beliebige im Netz verteilte Multimedia-Geräte zugreifen kann. Somit können sich zum Beispiel mehrere PCs einen einzigen Satellitenanschluss teilen oder mobile Kleinstrechner (PDAs) auf die gespeicherten Mediendaten zugreifen und deren Wiedergabe steuern.

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Vorgestellt wird das System vom 12. bis 19. März auf der CeBIT 2003 am saarländischen Forschungsstand, Halle 11, Stand A25.

Das "Multimedia-Box" genannte System basiert auf einem Standard-PC in einem wohnzimmertauglichen Gehäuse, das an einen Fernseher angeschlossen ist und sich komplett mit einer Fernbedienung steuern lässt. Die leicht Erweiterbarkeit der Software ermöglicht schon jetzt weitreichende Funktionalität: Im TV-Bereich bietet sie analogen und digitalen TV-Empfang, einen programmierbaren Videorekorders und eine flexible Time-Shifting-Option, das heißt eine Live-Wiedergabe lässt sich beliebig pausieren und später an gleicher Stelle fortsetzen. Auch DVDs können direkt abgespielt oder auf Festplatte für eine spätere Wiedergabe aufgezeichnet werden. Neben der Video-Funktionalität können auch Audio-Daten in verschiedensten Formaten auf der Festplatte aufgezeichnet und später über flexible Playlisten wiedergegeben werden. Die am Fernsehgerät angezeigte graphische Benutzeroberfläche sowie die einzelnen Funktionen lassen sich hierbei beliebig konfigurieren und erweitern.


Die Multimedia-Box ist das praktische Ergebnis aktueller Forschungsarbeiten der Saarbrücker Informatiker um Prof. Dr. Philipp Slusallek. Die am Lehrstuhl für Computergraphik entstandene Software erhält einen Großteil ihrer Funktionalität von der ebenfalls dort entwickelten "Netzwerk-Integrierte Multimedia Middleware (NMM)". Diese ermöglicht die einfache und komfortable Programmierung verteilter Multimedia-Anwendungen auf Basis einer komponenten-basierten Architektur. Die NMM-Architektur sorgt auch für die nahtlose Integration mobiler Anwender. So kann beispielsweise eine Audio-Datei auch direkt auf einem mobilen System wiedergegeben werden. Befindet sich der Benutzer allerdings in der Nähe einer stationären Einheit mit besserer Audio-Qualität, so kann die Ausgabe auf diese umgeschaltet werden. Der Anwender wird hierbei nur eine minimale Verzögerung wahrnehmen. Das NMM-Projekt wird von Motorola und aus Mitteln der Landesforschungsförderung des Saarlandes finanziell unterstützt. Die Software läuft unter dem freien Betriebsystem Linux und ist als OpenSource auch selbst frei verfügbar.

Terminabsprachen während der CeBIT: Tel.: (0511) 89-54353

Kontakt:
Prof. Dr. Philipp Slusallek
(Lehrstuhl für Computergraphik
Telefon: 0681/302-3831
E-Mail: slusallek@cs.uni-sb.de
oder
Marco Lohse
Telefon: 0681/302-3869
E-Mail: mlohse@cs.uni-sb.de


Prof. Slusallek | idw
Weitere Informationen:
http://graphics.cs.uni-sb.de/NMM
http://www.networkmultimedia.org/

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