Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Complete Mobility – Balance zwischen Umwelt und Wirtschaftlichkeit

25.06.2008
Siemens Mobility auf der InnoTrans 2008

„Urbanisierung“ und „demographischer Wandel“ sind die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Im Jahr 2030 werden nach Prognosen der UN zwei Drittel der Gesamtbevölkerung in Städten leben.

Klimawandel, gesundheitliche Probleme und Kapazitätsengpässe beim Personen- wie beim Gütertransport sind die Gefahren eines fortschreitenden rasanten Wachstums von Städten und Regionen. Die Siemens-Division Mobility hat eine Antwort auf diese Herausforderungen: Sie bietet ein breites Spektrum an effizienten, zuverlässigen und sicheren Infrastrukturlösungen für den Personen- und Güterverkehr sowie für die Logistik.

Mit dem Ansatz „Complete Mobility“ verfolgt Siemens das Ziel, verschiedene Verkehrssysteme – ob bereits vorhanden oder neu – sinnvoll miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizienter zu transportieren. Dieses Angebot wird auch Schwerpunkt des Messeauftritts von Siemens auf der Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik InnoTrans, in Berlin vom 23. - 26. September 2008, sein.

... mehr zu:
»Verkehrssystem

Der Bedarf an Mobilitätslösungen steigt weltweit. Bereits heute verliert allein die EU geschätzte 100 Milliarden Euro durch Verkehrsstaus. Das zu verhindern verlangt nach intelligenten Lösungen. Die Stadt London hat mit Hilfe von Siemens gezeigt, wie so etwas aussehen kann: Dort wurde erst das Angebot an modernen Pendlerzügen deutlich erhöht, der Regionalverkehr optimal an den Nahverkehr angebunden und erst in einem weiteren Schritt ein City-Maut-System eingeführt. Mit solchen intelligenten Verknüpfungen können sich schnell wachsende Metropolen mit einer hohen Verkehrsbelastung für die Zukunft wappnen. Ein Trend, der Dr. Hans-Jörg Grundmann, CEO der Siemens-Division Mobility, optimistisch stimmt: „Die hohe Dynamik ist eine große Chance für uns. Der Markt wächst, und wir werden alles daransetzen, von dieser Entwicklung zu profitieren.“

Der Weg zu höherer Dynamik führt für Siemens über intelligente Produkte und Dienstleistungen für städtische und überregionale Verkehrsnetze, den Frachtverkehr sowie die Bereiche Logistik und Automatisierung. Siemens ist das einzige Unternehmen, das einen solchen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und auch die Produkte und Kompetenzen hat, diese Strategie umzusetzen: von Betriebsführungssystemen für die Bahn- und Straßenverkehrstechnik über Bahnstromversorgung und Schienenfahrzeuge für den Nah-, Regional- und Fernverkehr bis zur Flughafenlogistik und Postautomatisierung. Damit besitzt die Division ein schlagkräftiges Alleinstellungsmerkmal: Kein anderer Wettbewerber weltweit verfügt über ein derart umfangreiches branchenübergreifendes Portfolio!

Nahverkehr: Pulsader der Stadt

Nicht nur das Transportvolumen steigt in den Städten, auch die Anforderungen an innerstädtische Transportmittel ändern sich mit der demographischen Entwicklung. So verlangen hohe Transportkapazitäten im Stadtverkehr schnelle Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. Mit fahrerlosen U-Bahn-Systemen kann man die Kapazitäten an den wechselnden Bedarf anpassen. Zu den neuesten Projekten in der Mobility-Division zählt die Metrolinie 10 in Peking, welche die Austragungsstätten der Olympischen Sommerspiele 2008 miteinander verbindet, oder die Metro São Paulo, die erste fahrerlose Metro des amerikanischen Kontinents. Erst kürzlich nahm außerdem die erste vollautomatische U-Bahn Deutschlands, der RUBIN in Nürnberg, den Betrieb auf. Es ist die erste Metro weltweit, die auf einer Teilstrecke gemeinsam mit konventionellen Zügen verkehrt. Sie dient weltweit als Vorbild für die sukzessive Umstellung und Modernisierung von Metrosystemen auf den automatischen Betrieb. Siemens ist der einzigen Anbieter, der ein solches Projekt bisher realisiert hat.

Bahn überholt Flugzeug

Flächendeckende Schienennetze und Flugverbindungen verbinden Städte und Metropolen miteinander und sorgen so für schnelle und zuverlässige Verkehrsanbindungen. Innovationen im Hochgeschwindigkeitsverkehr verringern die Reisezeiten zwischen den Ballungsräumen. Ein Paradebeispiel ist der Velaro: Mit einer Betriebsgeschwindigkeit von momentan 300 Kilometern pro Stunde verbindet er seit Januar die Städte Madrid und Barcelona je 20 mal täglich in jede Richtung in 2 Stunden und 38 Minuten – zu 99,2 Prozent pünktlich. Jeder Zug ist zu 70,1 Prozent belegt. Bald sollen erste Tests für die Zulassung zur Betriebsgeschwindigkeit mit 350 km/h stattfinden. Damit würde in Spanien der schnellste Zug der Welt fahren.

Flächendeckende Schienennetze alleine reichen jedoch nicht. In Deutschland ist der Zug das meistgenutzte öffentliche Verkehrsmittel, aber nur jede zehnte Reise führte bislang ins Ausland. Vor allem das Reisen über Landesgrenzen hinaus ist noch immer eine technologische Herausforderung: Unterschiedliche Zugsicherungssysteme, Stromnetze und Spurweiten sowie landesspezifische Anforderungen erfordern zukunftsfähige, interoperable Lösungen. Auch dafür hat Siemens die richtigen Antworten: So war es eine Siemens-Lokomotive, die Ende 2007 als erste elektrische Variante auf der prestigeträchtigen Betuwe-Linie zugelassen wurde und seitdem regelmäßig Fracht von Rotterdam nach Duisburg fährt – grenzenlos. Die Idee, die hinter dem Eurosprinter und der dieselelektrischen Lokomotive Eurorunner steht, ist ein innovatives Plattformkonzept. Auf der InnoTrans wird Siemens die Lokomotive für Belgien vorstellen. Sie steht stellvertretend für die neueste Generation von Siemens-Lokomotiven.

Effizienter Gütertransport

Grenzüberschreitender Verkehr ohne Zeitverluste wie auf der Betuwe-Linie, wirtschaftlich und umweltfreundlich, wird in Zukunft das Rückgrat der Güterversorgung sein. Doch dies alleine reicht nicht. Wirklich effizient wird ein Transportsystem erst, wenn alle Verkehrsträger sinnvoll integriert sind. Mit der Neustrukturierung von Siemens Mobility, insbesondere durch die neu hinzugekommenen Business Units Infrastructure Logistics (IL) und Traffic Solutions (TS), bildet Siemens genau dieses Ziel ab: Innovative Schienentransportmittel und -netze werden auch in Zukunft Hand in Hand gehen mit neuen Logistik-, Dispositions- und Managementsystemen. Ein ganzheitlicher Lösungsansatz, wie ihn Complete Mobility bietet, ist notwendig, um die verschiedenen Verkehrssysteme intelligent miteinander zu vernetzen.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Hardware- und Software-Technologien und umfassendem Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität und Effizienz seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility, Drive Technologies und Osram. Mit weltweit rund 209000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2007 einen Umsatz von etwa 40 Milliarden Euro (pro forma, unkonsolidiert).

Die Siemens-Division Mobility (Erlangen) ist der international führende Transport- und Logistik-Lösungsanbieter. Mit dem Ansatz „Complete Mobility“ verfolgt die Division das Ziel, unterschiedliche Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen, um Menschen und Güter effizient zu transportieren. Complete Mobility vereint dabei Kompetenzen bei Betriebsführungssystemen für Bahn- und Straßenverkehrstechnik mit Lösungen bei Flughafenlogistik, Postautomatisierung und Bahnstromversorgung sowie Schienenfahrzeugen im Nah-, Regional- und Fernverkehr und zukunftsorientierte Servicekonzepte.

Anja Suessner | Siemens Industry Mobility
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/industry

Weitere Berichte zu: Verkehrssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen
08.12.2016 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Mobile Learning und intelligente Contentlösungen im Fokus
08.12.2016 | time4you GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie