Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltiger Anbau bringt schmackhaften Fisch

08.02.2008
Auf der Fachmesse Fish International (10. - 12. Februar) in Bremen werden Ergebnisse aus dem EU-Projekt SustainAqua präsentiert, die auf einen Zusammenhang zwischen Anbauverfahren und Fütterung und den späteren Fischgeschmack hinweisen.

Neben dem Fachvortrag eines Projektpartners bieten Forscher des ttz Bremerhaven Besuchern im Rahmen einer Verkostung die Möglichkeit, sich ein eigenes Geschmacksurteil zu bilden.

Für die Zukunft der Fischindustrie spielt die Aquakultur eine zunehmend wichtige Rolle. In Zeiten von überfischten Meeren ist der steigende Bedarf nicht mehr allein durch Hochseefang zu decken. Aquakulturen stellen eine Alternative zum Fischfang im Meer dar, müssen sich beim Verbraucher in punkto Qualität und Gesundheit aber noch stärker durchsetzen. Dass sich mit innovativen Verfahren in dieser Anbauform schmackhafter Fisch nachhaltig herstellen lässt, belegen die aktuellen Zwischenergebnisse des EU-Forschungsprojekt SustainAqua .

"Das Projekt soll zeigen, wie die Fischfarmer in Europa wirtschaftlicher produzieren und gleichzeitig durch umweltfreundliche Produktion ihr Image verbessern können", so Alexandra Oberdieck, Projektleiterin am Umweltinstitut des ttz Bremerhaven und Koordinatorin des Forschungsvorhabens. Im Fokus steht die Qualität des Produktes Fisch, das mit den vielen Wettbewerbern, besonders aus Asien und Südamerika, auf dem europäischen Markt konkurrieren muss. Für Supermarktketten und Einzelhandel ist hohe Qualität unverzichtbar. Die Gründe sind vielfältig: Zum einen ist die Aufmerksamkeit des Verbrauchers für die Herkunft und die Produktionsbedingungen seiner Lebensmittel infolge von Lebensmittelskandalen gestiegen. Außerdem wächst die Gruppe der gesundheitsbewussten Käufer, denen Geschmack und Qualität wichtiger sind als Schnäppchenpreise. Genau darin liegt die Chance der Aquakulturfarmer: dank ihrer nachhaltigen Produktionsmethoden erfüllen sie höhere Anforderungen an die Produktqualität und können sich somit von Konkurrenten abheben.

Die Partner von SustainAqua wollen ihre Projektziele durch die Untersuchung von fünf Beispielstudien in Polen, Ungarn, Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz erreichen. Projektpartner Dr. Johannes Heeb vom Tropenhaus Ruswil wird die schweizerische Fallstudie im Rahmen des Forums Aquakultur auf der fish international vorstellen. Zwischen 14 und 17 Uhr referieren bei dieser Veranstaltung sieben Experten zu verschiedenen Aspekten der Aquakultur.

Anschließend lädt Imke Matullat, Projektleiterin im Sensoriklabor des ttz Bremerhaven, zur Verkostung mit europäischem Wels ein. Die Eindrücke der Tester zu Geruch, Geschmack, Mundgefühl und Nachgeschmack werden auf Fragebogen vermerkt. "Auf dieselbe Weise wurden auch im Projekt SustainAqua im Rahmen der Fallstudien in Dänemark und Polen Geschmacksunterschiede bei Regenbogenforelle und Karpfen aus unterschiedlichen Aquakultur-Typen ermittelt," erläutert die Oecotrophologin. Auch in der Nährwertanalyse überzeugt Fisch aus nachhaltigem Anbau mit besseren Werten bei Fettgehalt, Fettsäuren und Proteinen.

Am Stand des ttz Bremerhaven in Halle 4, Stand B34 erwartet den Besucher neben Informationen zum Projekt auch das Modell einer Kreislaufanlage, das die Vorzüge innovativer Anbauverfahren deutlich macht

Die Öffnungszeiten der 11. fish international: Sonntag, 10.2. bis Dienstag, 12.2. von 10 bis 18 Uhr, Messe Bremen.

Anke Janssen | idw
Weitere Informationen:
http://www.sustainaqua.org
http://www.fishinternational.com

Weitere Berichte zu: Anbauverfahren Aquakultur Fallstudie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht PERSONAL SWISS 2018 - Digitalisierung in den Unternehmen - Wo Kommunikation stattfindet, landen wir automatisch beim Lernen
12.04.2018 | time4you GmbH

nachricht Fraunhofer INT und Fraunhofer Space auf der ILA 2018: Bestrahlungstests und Satellitentechnologie
12.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics