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BAuA mit Schwerpunkt „Arbeitswelt im Wandel“ auf der „Arbeitsschutz Aktuell 2012“

12.10.2012
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) präsentiert vom 16. bis zum 18. Oktober auf der Messe „Arbeitsschutz Aktuell 2012“ in Augsburg Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung zu Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Das Thema „Arbeitswelt im Wandel“ bildet in Augsburg einen besonderen Schwerpunkt auf dem 160 Quadratmeter großen Stand in Halle 1.

So können sich die rund 11.000 erwarteten Messebesucher aus dem Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei der BAuA über Themen wie „Mentales Training“, „Digitale Ergonomie“ sowie alters- und alternsgerechte Arbeitszeiten oder Werkzeuge für den demografischen Wandel informieren. An ihren Themeninseln gehen die BAuA-Experten dazu auf Fragen ein und geben Anregungen. Vorgestellt wird auch der Prototyp für ein neues Modul des EMKG der BAuA zur Beurteilung von Brand- und Explosionsgefährdungen.

Richtige Gestaltung der Arbeitszeit

Psychisch und physisch gesund bleibt der Mensch nur, wenn er mit seinem Leben zufrieden ist und den Eindruck hat, dass die Lebensbereiche Arbeit, Familie und Freizeit in einem guten Verhältnis zueinander stehen. Für eine ausgewogene Work-Life-Balance ist die richtige Gestaltung der Arbeitszeit wichtig. Um die Beschäftigungsquote Älterer zu steigern, müssen Unternehmen zudem altersgerechte Arbeitszeitmodelle und alternsgerechte Laufbahnplanungen anbieten. Die BAuA informiert hierzu mit Handlungshilfen und Broschüren.

http://www.baua.de/arbeitszeit

Förderung kognitiver Kompetenzen

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Neue Technologien und die Notwendigkeit von lebenslangem Lernen stellen immer höhere Anforderungen an die kognitive Leistungsfähigkeit von Beschäftigten. Dabei spielt auch der demografische Wandel eine wichtige Rolle, da sich kognitive Fähigkeiten mit zunehmendem Alter verändern. Erhalt und Förderung dieser Fähigkeiten sind für den modernen Arbeits- und Gesundheitsschutz wichtige Anliegen. Ein Konzept zur Förderung kognitiver Kompetenzen und zur Gestaltung „kognitionsförderlicher“ Arbeitsbedingungen ist beispielsweise das Projekt PFIFF der BAuA und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), das in Augsburg vorgestellt wird. Auch haben Besucher die Möglichkeit mit verschiedenen Tests ihre kognitiven Fähigkeiten auszuprobieren.

http://www.pfiffprojekt.de

Motion Capturing und digitale Ergonomie

Neue Möglichkeiten der rechnergestützten, ergonomischen Gestaltung und Analyse von Produkten und Arbeitssystemen helfen, Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu fördern. So hat die BAuA mit dem so genannten „Motion Capturing“ das Potenzial einer Technologie aus der Spielzeugindustrie für den Bereich digitaler Ergonomie beurteilt. Das markerlose Motion Capturing, das auch am Messestand der BAuA zu sehen ist, wird inzwischen genutzt, um ergonomische Bewertungen durchzuführen. Computer können damit Bewegungen erfassen und verarbeiten – ein Verfahren, das auch aus der Unterhaltungsindustrie bekannt ist.

Neues EMKG-Modul

Vorgestellt werden auch die neusten Entwicklungen rund um die Handlungshilfe des Einfachen Maßnahmenkonzeptes Gefahrstoffe (EMKG). Die EMKG-Version 2.2 wird durch ein Zusatzmodul zur Beurteilung von Brand- und Explosionsgefährdungen ergänzt. Auch mit diesem Modul können Nutzer in wenigen Schritten Maßnahmenstufen ableiten und Handlungsprioritäten identifizieren. Wie schon im „EMKG kompakt“ sind die Schritte des neuen Moduls zur Beurteilung von Brand- und Explosionsgefährdungen mit gefährlichen Stoffen in einer zusätzlichen Taschenscheibe zusammengefasst. Der Prototyp ist am Messestand erhältlich, auch neue Broschüren zu allen EMKG 2.2-Modulen.

http://www.baua.de/emkg

Risikokonzept für krebserzeugende Stoffe

Außerdem informiert die BAuA über das „Risikokonzept für krebserzeugende Stoffe“, das als Bekanntmachung 910 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales veröffentlicht ist und zurzeit erprobt wird. Das Konzept ist Ergebnis intensiver Diskussionen zwischen Sozialpartnern, Aufsichtspersonen der Länder und Berufsgenossenschaften und zahlreicher Fachleute. Anstelle der früheren TRK-Werte dienen nun ein Interventionswert und ein Zielwert als Beurteilungsmaßstäbe dafür, welche Maßnahmen wichtig sind. Ziel des neuen Konzepts ist es, Risiken transparent zu machen und Verantwortlichen das gezielte Setzen von Handlungsschwerpunkten zu erleichtern.

http://www.baua.de/TRGS

Zweite Auflage des Ratgebers zur Gefährdungsbeurteilung

Der BAuA-Stand erlaubt auch Einblick in den druckfrischen „Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung“, der jetzt in der zweiten Auflage erschienen ist. Der an das aktuelle Verordnungswerk angepasste, aktualisierte Ratgeber unterstützt branchenunabhängig Experten bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung. Das Kompendium erscheint als Loseblattsammlung.

http://www.baua.de/gefaehrdungsbeurteilung

Arbeitswelt-Preisträger von Jugend forscht

Auch die Sieger des Fachgebiets Arbeitswelt des diesjährigen Wettbewerbs „Jugend forscht“ sind am Stand der BAuA vertreten. So zeigen Preisträger aus Bayern ein „Fußschutzsystem für Elektrohubfahrzeuge“ und ein „Kameragestütztes Sicherheitssystem für Kreissägen“.

http://www.jugend-forscht.de

Vortragsprogramm und Publikationen

Auf einer Bühne am BAuA-Stand läuft ein tägliches Vortragsprogramm zu den ausgewählten Themen. Auch am angeschlossenen Kongress der Messe beteiligen sich BAuA-Experten unter anderem mit Vorträgen zum Thema Arbeitsstättenverordnung. Alle Publikationen der BAuA können direkt am Infostand bestellt werden.

http://www.baua.de/publikationen

Auch über das neue Veranstaltungsprogramm der BAuA für das Jahr 2013 informiert der Stand. http://www.baua.de/termine

Der BAuA-Stand auf der Arbeitsschutz Aktuell 2012 in Augsburg befindet sich in Halle 1, Stand A 03.

Forschung für Arbeit und Gesundheit
Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben – im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.baua.de

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